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18.08.2011 22:20

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Wall Street-Schluss: Dow Jones schließt unter 11.000er Marke

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New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem am Donnerstag bereits die europäischen Börsen Kursverluste hinnehmen mussten, ging es auch an der Wall Street mit beträchtlichen Abschlägen nach unten. Als Gründe wurden insbesondere die Anzeichen für eine Abschwächung der weltweiten Konjunktur genannt. Zahlreiche heimische Konjunkturdaten fielen dabei enttäuschend aus. Der Dow Jones verschlechterte sich um 3,68 Prozent auf 10.990,58 Punkte, während der NASDAQ Composite um 5,22 Prozent auf 2.380,43 Punkte abrutschte. Der S&P 500 verlor 4,46 Prozent auf 1.140,65 Punkte.

Die US-Verbraucherpreise haben sich im Juli 2011 gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent erhöht, wogegen sie im Juni um 0,2 Prozent gefallen waren. Volkswirte hatten ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert. Die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate lag um 0,2 Prozent über dem Vormonatsniveau. Ferner hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der vergangenen Woche verschlechtert. Dabei stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 9.000 auf 408.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 400.000 prognostiziert hatten. Der Philadelphia-Fed-Index ist im August deutlich zurückgegangen. Demnach lag der Philadelphia-Fed-Index im Berichtszeitraum mit -30,7 Punkten unter dem Wert des Vormonats von +3,2 Zählern. Volkswirte hatten zuvor einen Wert von +1,0 Punkten erwartet. Die US-Frühindikatoren des Conference Board sind im Juli 2011 gestiegen. Auf Monatssicht erhöhte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,5 Prozent, während Volkswirte ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert hatten. Für den Vormonat war ein Zuwachs um 0,3 Prozent ermittelt worden. Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist im Juli 2011 geschrumpft. So reduzierte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 3,5 Prozent auf 4,67 Millionen. Volkswirte hatten mit einer Zahl von 4,87 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im Juni auf revidiert 4,84 (vorläufig: 4,77) Millionen belaufen hatte.

Anteilscheine von NetApp brachen um mehr als 14 Prozent ein. Das Unternehmen hatte gestern nach US-Börsenschluss die Quartalszahlen vorgelegt und die Analystenerwartungen enttäuscht. Die Aktien von PetSmart (PETsMART) und Limited Brands gaben ebenfalls nach Zahlen 3,4 bzw. 1,8 Prozent ab.

Die wichtigsten Meldung aus dem Unternehmensbereich kam indes vom IT-Konzern Hewlett-Packard (Hewlett-Packard (HP)). Hier plant man eine umfassende Umstrukturierung, inkl. Trennung vom PC-Geschäft. Zudem strebt man die Übernahme des britischen Software-Konzern Autonomy an. Außerdem teilte HP Packard vorläufige Zahlen zum dritten Fiskalquartal 2010/11 mit. Demnach beläuft sich der Umsatz auf 31,2 Mrd. Mrd. US-Dollar, nach 30,7 Mrd. US-Dollar im Vergleichszeitraum. Analysten hatten diesen Wert erwartet. Der Nettogewinn wurde mit 93 Cents angegeben, nach 75 Cents im Vorjahr. Das bereinigte EPS wiederum wurde auf 1,10 US-Dollar, nach 1,08 US-Dollar im Vorjahr, beziffert. Analysten hatten hier ein EPS von 1,09 US-Dollar erwartet. Ferner senkte Hewlett-Packard seinen Ausblick für das vierte Quartal deutlich. Die Aktie gab in der Folge knapp 6 Prozent nach.

Die Aktie von Coca-Cola verlor 2,2 Prozent an Wert. Der US-amerikanische Softdrinkhersteller hat heute ein milliardenschweres Investitionsprogramm in China angekündigt, um seine Marktposition in einem der weltweit wachstumsstärksten Absatzmärkte weiter zu festigen. Demnach will Coca-Cola in den kommenden drei Jahren ab 2012 weitere 4 Mrd. US-Dollar in China investieren. Der Löwenanteil soll zur Steigerung der Produktionskapazitäten und zur Verbesserung der konzerninternen Infrastruktur eingesetzt werden.

Für Anteile von Sears Holdings ging es daneben um satte 8,2 Prozent bergab. Der Einzelhandelskonzern musste für das zweite Quartal einen höheren Verlust auswiesen. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 10,33 Mrd. US-Dollar unter dem Vorjahreswert von 10,46 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Verlust von 146 Mio. US-Dollar bzw. 1,37 US-Dollar je Aktie ausgewiesen, nach einem Verlust von 39 Mio. US-Dollar bzw. 35 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt wurde im Berichtszeitraum ein Verlust von 1,13 US-Dollar verzeichnet. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 46 Cents je Aktie sowie einen Umsatz von 10,13 Mrd. US-Dollar prognostiziert.

Auch bei der Aktie von J.M. Smucker (J M Smucker) waren starke Verluste (-7,3 Prozent) auszumachen. Der Nahrungsmittelhersteller erzielte im vergangenen Quartal einen Umsatz von 1,19 Mrd. US-Dollar und lag damit über dem Vorjahreswert von 1,05 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 111,5 Mio. US-Dollar bzw. 98 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 102,9 Mio. US-Dollar bzw. 86 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag im Berichtszeitraum mit 1,12 US-Dollar je Aktie ebenfalls über dem Vorjahreswert von 1,04 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor mit einem EPS von 1,08 US-Dollar sowie einen Umsatz von 1,25 Mrd. US-Dollar gerechnet.

Ebenso waren bei der Aktie von Dollar Tree mit einem Kursverlust von 1,4 Prozent deutliche Abschläge zu verzeichnen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Discount-Einzelhändlers hervorgeht, lag der Umsatz im zweiten Quartal mit 1,54 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 1,38 Mrd. US-Dollar. Dabei erhöhten sich die vergleichbaren Filialumsätze um 4,7 Prozent. Der Nettogewinn lag mit 94,9 Mio. US-Dollar bzw. 77 Cents je Aktie über dem Vorjahreswert von 78,0 Mio. US-Dollar bzw. 61 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 75 Cents bei Umsatzerlösen von 1,55 Mrd. US-Dollar prognostiziert.

Die Aktie von GameStop (Gamestop a) sprang um 4,7 Prozent nach vorne. Der größte Videospiele-Händler in den USA meldete für das zweite Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang. Der Nettogewinn belief sich auf 30,9 Mio. Dollar bzw. 22 Cents pro Aktie, im Vergleich zu 40,3 Mio. Dollar bzw. 26 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich im Berichtszeitraum um 3,1 Prozent auf 1,74 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 22 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 1,83 Mrd. US-Dollar ausgegangen. (18.08.2011/ac/n/m)

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