New York. Nach den horrenden Vortagesverlusten zeigte sich die Wall Street am Mittwoch lange Zeit zurückhaltend. Gegen Handelsende gaben die Kurse jedoch deutlich nach. Insbesondere das sogenannte Window-Dressing der großen Anleger zum Monatsende dürfte hierzu beigetragen haben. Der Dow Jones gab am Ende 0,98 Prozent ab auf 9.774,02 Punkte. Der S&P 500 gab 1,01 Prozent ab auf 1.030,71 Zähler. Für den Nasdaq Composite ging es gleichzeitig um 1,21 Prozent nach unten auf 2.109,24 Punkte.
Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im Juni erhöht. Demnach zog die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 13.000 an. Diese Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht. Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte am Mittwoch für Juni 2010 einen Rückgang ihres saisonbereinigten Konjunktur-Index. So fiel der Einkaufsmanager-Index auf 59,1 Punkte, nach 59,7 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Wert von 59,0 Zählern erwartet.
Celgene hat die Übernahme des US-Konkurrenten Abraxis BioScience angekündigt. Im Zuge der Akquisition sollen die Anteilseigner von Abraxis je Anteilsschein 58,00 Dollar in bar zuzüglich 0,2617 Celgene-Aktien erhalten. Damit wird Abraxis BioScience mit 2,9 Mrd. Dollar bewertet. Durch die Übernahme will Celgene zu einem der führenden Anbieter im Bereich Onkologie aufsteigen. Celgene gaben 4,5 Prozent ab. Abraxis konnten um über 21 Prozent vorrücken.
Der US-Autobauer Ford hat seine Konzernverschuldung weiter reduziert und angekündigt 3,8 Mrd. Dollar in den UAW Retiree Medical Benefits Trust einzuzahlen. Weitere 255 Mio. Dollar will der Autobauer in Zusammenhang mit Zinszahlungen für Unternehmensanleihen des Ford Motor Co. Capital Trust II ausgeben. Im zweiten Quartal habe sich damit die Konzernverschuldung um insgesamt 7 Mrd. Dollar verringert, teilte Ford mit. Die Aktie notierte am Ende mit einem Plus von rund 1,9 Prozent.
Wie der Flugzeughersteller Boeing (The Boeing) erklärte, schluckt er den führenden Anbieter bei der Entwicklung von so genannten C4ISR-Systemen Argon (ARGON ST). Im Rahmen der Transaktion sollen die Aktionäre von Argon 34,50 Dollar je Aktie in bar erhalten. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von 775 Mio. Dollar. Mit der Übernahme will Boeing seine Marktposition in den Bereichen Sensorik, Kommunikationstechnologie und Information Management weiter ausbauen. Boeing verloren 0,8 Prozent. Argon stachen mit einem Plus von über 40 Prozent ins Auge.
Papiere des Autobauers Tesla Motors standen erneut im Blick. Das Unternehmen hat erst am Dienstag den Sprung auf das Börsenparkett gewagt und dabei einen fulminanten Start hingelegt. Nach einem vergleichsweise bescheidenen Auftakt schloss der Wert am Ende mit gut 40 Prozent über dem Ausgabepreis. Am Ende gab der Titel heute ein halbes Prozent nach. In der Spitze hatte die Aktie heute erneut zweistellig zugelegt.
Der Lebensmittelkonzern General Mills meldete am Vorabend die Ergebnisse für das vierte Quartal und hat dabei die Gewinnerwartungen der Analysten punktgenau getroffen. Die Erlöse gingen im Berichtszeitraum um 2,1 Prozent auf 3,57 Mrd. Dollar zurück. Der Nettogewinn des weltweit zweitgrößten Herstellers von Frühstückscerealien belief sich auf 211,9 Mio. Dollar bzw. 31 Cents je Aktie, gegenüber 358,8 Mio. Dollar bzw. 53 Cents je Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten belief sich der Gewinn auf 41 Cents je Aktie. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis (ohne Mark-to-Market-Effekte) zwischen 2,46 und 2,48 Dollar vor Einmaleffekten, während Analysten im Schnitt derzeit einen Gewinn von 2,50 Dollar prognostizieren. Der Wert reagierte mit einem Minus von rund 3,8 Prozent auf die Ergebnisse.
Wie der Agrarkonzern Monsanto bekannt gab, ist sein Gewinn im dritten Quartal um 45 Prozent gesunken, was u.a. mit rückläufigen Herbizid-Verkäufen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch auf bereinigter Basis geschlagen. Indes wurde der Ausblick bestätigt. Monsanto gaben 2,3 Prozent ab. (aktiencheck.de AG) -