New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten am Montag mit kräftigen Kursgewinnen in die Woche starten. Gestützt auf den jüngsten Aktionsplan der führenden Industrienationen (G7) zur Stabilisierung des Finanzsystems und überaus positiven Vorgaben aus Asien und Europa konnte die Wall Street einen der höchsten Tagesgewinne ihrer Geschichte verzeichnen.
Der Dow Jones gewann am Ende 11,08 Prozent auf 9.387,61 Punkte, der S&P 500 legte 11,58 Prozent auf 1.003352 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete dagegen ein Plus von 11,81 Prozent auf 1.844,25 Punkte.
Automobilwerte standen dabei verstärkt im Fokus. Einem Bericht der "New York Times" zufolge hat der angeschlagene Autobauer General Motors seinen Konkurrenten Ford wegen einer möglichen Fusion im Vorfeld der jüngsten Gespräche mit Chrysler kontaktiert. Ford habe die Idee jedoch zurückgewiesen. Nach dem dramatischen Kurseinbruch in der vergangenen Woche konnte die GM-Aktie kurz nach Handelsstart rund 33 Prozent zulegen. Für Ford ging es um knapp 20 Prozent nach oben. Hier stand außerdem ein Zeitungsbericht des "Nikkei" im Blick, demzufolge sich der Konzern größtenteils von seiner Beteiligung an dem japanischen Automobilhersteller Mazda trennen könnte. Ferner wurde bereits am Freitag der Rücktritt von CFO Don Leclair bekannt.
Finanzwerte befanden sich ebenfalls auf der Einkaufliste der Anleger. Unter anderem gewinnen Papiere von Morgan Stanley 85 Prozent. Wie heute bekannt wurde, hat die japanische Großbank Mitsubishi UFJ Financial ihren Beteiligungserwerb an Morgan Stanley abgeschlossen. Zuletzt hatten Spekulationen um ein mögliches Scheitern der Transaktion die Runde gemacht. Weitere Gewinner waren unter anderem die Citigroup mit +11,6 Prozent, Goldman Sachs mit +25,0 Prozent, Merrill Lynch mit + 11,9 Prozent und Bank of America mit +9,2 Prozent.
Die spanische Banco Santander befindet sich derzeit in Gesprächen mit der US-Bankgesellschaft Sovereign Bancorp. Ob die derzeitigen Gespräche zu einem Abkommen führen oder nicht, sei momentan unklar. Die Banco Santander hält bereits 24,9 Prozent der Anteile an dem US-Konkurrenten. Die Aktie verlor rund 3,4 Prozent.
King Pharmaceuticals hat die Übernahmeofferte für seinen Konkurrenten Alpharma verlängert. Dabei können die Anteilseigner von Alpharma ihre Anteilsscheine nunmehr bis zum 21. November dieses Jahres andienen. Ursprünglich war das Übernahmeangebot in Höhe von 37 Dollar je Aktie bis zum 10. Oktober terminiert. Während es bei King Pharmaceuticals um knapp 19 Prozent nach oben ging, gewann Alpharma mehr als 10 Prozent.
Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories hat heute ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Dabei wurde der Erwerb von eigenen Aktien im Gesamtwert von bis zu 5 Mrd. Dollar genehmigt. Am Ende ging es fast 10 Prozent nach oben. (13.10.2008/ac/n/m)