New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Montag mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel. Somit setzte sich auch zum Wochenauftakt die Talfahrt der vergangenen Woche fort. Dabei schloss der US-Leitindex auf einem Niveau, welches zuletzt Anfang 1997 erreicht worden war. Während die großen Bankwerte angesichts der Verstaatlichungstendenzen gegen den Trend fester tendierten, musste der Rest des Marktes herbe Einbußen hinnehmen.
US-Präsident Barack Obama will die gigantische Staatsverschuldung in den USA trotz der anstehenden Konjunkturprogramme und Staatshilfen für die in Schieflage geratene US-Finanzindustrie mittelfristig drastisch senken. Daneben hat das US-Finanzministerium gemeinsam mit den staatlichen Finanzregulierungsbehörden sowie der US-Notenbank Fed eine Erklärung zur aktuellen Situation auf dem US-Bankensektor veröffentlicht und dabei weitere Hilfen zur Stabilisierung der Gesamtsituation in Aussicht gestellt.
Der Dow Jones verlor am Ende 3,41 Prozent auf 7.114,78 Punkte, der S&P 500 gab 3,47 Prozent auf 743,33 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 3,71 Prozent auf 1.387,72 Punkte.
Hauptgesprächsthema war der angeschlagene Finanzkonzern Citigroup. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge befindet sich die US-Regierung derzeit in Verhandlungen über eine Teilverstaatlichung des Unternehmens. Demnach wolle sich das US-Finanzministerium im Rahmen der derzeit laufenden Verhandlungen bis zu 40 Prozent der Stammaktien des im Zuge der Finanzkrise ins Schlingern geratenen Kreditinstituts sichern. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von fast 10 Prozent auf den Artikel. Im Schlepptau dieser Meldung legten außerdem Titel der Bank of America knapp 3 Prozent zu.
Anteilsscheine von Humana brachen dagegen um fast 24 Prozent ein. Der Krankenversicherer bekräftigte heute seine Ergebnisprognose für 2009. Der Konzern musste im vierten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Das Ergebnis im Schlussquartal 2008 beinhaltete dabei negative Einmaleffekte aus Wertberichtigungen.
Der Navigationsgeräte-Hersteller Garmin hat im Schlussquartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen und die Erwartungen verfehlt. Der Wert konnte aber dennoch rund 7 Prozent zulegen.
Papiere des Telekommunikationskonzerns AT&T, der 2009 rund 1 Mrd. Dollar in den Ausbau seines weltweiten Netzwerks investieren will, gaben um 3,6 Prozent nach.
Daneben gab der Nahrungsmittelkonzern Campbell Soup bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 15 Prozent gesunken ist. Auf bereinigter Basis konnten die Erwartungen jedoch geschlagen werden. Am Ende war hier ein Minus von rund 3 Prozent auszumachen. (23.02.2009/ac/n/m)