Wall Street-Schluss: Dow Jones verliert 80 Punkte, Finanzwerte im Fokus
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Mittwoch mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel gehen. Nachdem sich die Wall Street gestern etwas erholen konnte, setzte sich zur Wochenmitte der Abwärtstrend der vergangenen Tage wieder unverändert fort. Auch zwischenzeitliche Zugewinne konnten ein Handelsende mit negativen Vorzeichen nicht verhindern. Besonders die Meldungen aus dem Immobilienbereich wirken sich belastend aus.
Die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe bestehender Häuser hat sich im Januar verringert. Demnach fiel die Zahl gegenüber dem Vormonat um 5,3 Prozent auf 4,49 Millionen, während Volkswirte einen Wert von 4,79 Millionen erwartet hatten.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 20. Februar 2009 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 15,1 Prozent von 875,3 Zählern in der Vorwoche auf nun 743,5 Punkte. In der Vorwoche war hingegen ein Plus von 45,7 Prozent gemeldet worden.
Der Dow Jones verlor am Ende 1,09 Prozent auf 7.270,89 Punkte, der S&P 500 gab 1,07 Prozent auf 764,90 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 1,14 Prozent auf 1.425,43 Punkte.
Die Aktie des Anleiheversicherers Ambac verlor fast 10 Prozent. Das Unternehmen gab heute bekannt, im vierten Quartal einen geringeren Verlust erwirtschaftet zu haben. Auf operativer Basis musste man jedoch einen höheren Verlust ausweisen.
Papiere der Bank of America lagen dagegen mit gut 9 Prozent im Plus. Wie zuvor bekannt wurde, hat die zu Jahresbeginn übernommene Großbank Merrill Lynch im Schlussquartal einen höheren Verlust erlitten als zunächst angekündigt. Die Citigroup musste dagegen Abschläge von über 3 Prozent hinnehmen. Nach einem Bericht der "Financial Times" sind die Gespräche zwischen der Bank und dem US-Finanzministerium über eine höhere Staatsbeteiligung an dem angeschlagenen Kreditinstitut kurz vor dem Abschluss.
Die Bekleidungskette TJX musste im Schlussquartal ein deutlich geringeres Ergebnis ausweisen. Um Sondereffekte bereinigt hat das Unternehmen allerdings unerwartet gut verdient. Die Aktie reagierte mit einem Aufschlag von knapp 7 Prozent.
Der Einzelhandelskonzern Saks hat im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet, was auf deutlich geringere Verbraucherausgaben, vor allem bei Luxusgütern, zurückzuführen ist. Der Verlust aus dem laufenden Geschäft fiel dabei höher aus als erwartet. Die Aktie konnte dennoch fast 13 Prozent zulegen.
Die Juwelierkette Zale hatte im zweiten Quartal unter der anhaltenden Nachfrageschwäche zu leiden und rutschte bei rückläufigen Umsatzerlösen in die roten Zahlen. CEO Neal Goldberg machte vor allem die schlechten makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie die zurückhaltende Nachfrage bei hochpreisigen Luxusgütern für den deutlichen Ergebnisrückgang verantwortlich. Die Aktie verlor 7,5 Prozent.
Daneben sackten Anteilsscheine von J.M. Smucker um fast 6 Prozent ab. Der Nahrungsmittelhersteller hat im letzten Quartal einen Ergebnisanstieg verbucht und die Prognosen übertroffen. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen wurde die Jahresprognose allerdings nach unten revidiert.
Ferner rauschten Titel von DreamWorks um annähernd 11 Prozent in die Tiefe. Das Filmstudio hat am Vorabend die Zahlen für das vierte Quartal veröffentlicht und dabei die Erwartungen verfehlt. (25.02.2009/ac/n/m)