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18.12.2008 22:32

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Wall Street-Schluss: Dow Jones verliert fast 220 Punkte


New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Donnerstag kräftige Abschläge hinnehmen. Im Fokus standen erneut einige Konjunkturdaten. Zudem sorgte weiter die Automobilindustrie für Schlagzeilen. Die Zukunft der drei Konzerne GM, Ford und Chrysler ist nach wie vor offen. Der derzeitige US-Präsident Bush hält hier auch ein Insolvenzverfahren für möglich. Der künftige US-Präsident plant unterdessen ein Konjunkturprogramm von bis zu 775 Mrd. Dollar, so das "Wall Street Journal".

Die US-Frühindikatoren des Conference Board sind im November 2008 gefallen. Auf Monatssicht verringerte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,4 Prozent, während Volkswirte ebenfalls einen Rückgang um 0,4 Prozent prognostiziert hatten. Für Oktober wurde nach revidierten Berechnungen ein Minus von 0,9 Prozent gemeldet, wogegen vorläufig ein Minus von 0,8 Prozent ausgewiesen worden war.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 13. Dezember 2008 verbessert. So sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 21.000 auf 554.000, während Volkswirte im Vorfeld nur eine Abnahme auf 558.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 573.000 auf 575.000 nach oben korrigiert.

Der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich im Dezember 2008 unerwartet verbessert. Demnach ist der Philly-Fed-Index von -39,3 Punkten im November 2008 auf nun -32,9 Punkte gestiegen. Volkswirte waren im Vorfeld hingegen von einer Verschlechterung auf -40,5 Punkte ausgegangen.

Der Dow Jones verlor am Ende 2,49 Prozent auf 8.604,99 Punkte, der S&P 500 gab 2,12 Prozent auf 885,28 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 1,71 Prozent auf 1.552,37 Punkte.

Die Aktie von FedEx lag 2 Prozent im Minus. Der Logistikkonzern hat im abgelaufenen Quartal mehr umgesetzt und verdient und die Ergebniserwartungen übertroffen.

Gestern Abend nach Börsenschluss hat außerdem der Sportartikelhersteller Nike einen Blick in seine Bücher gewährt. Der Konzern hat im zweiten Fiskalquartal einen Gewinnanstieg verzeichnet und dabei die Prognosen geschlagen. Der Wert gewan gegen den Trend 4 Prozent.

Weniger rund lief es indes für die Aktie von Take-Two Interactive mit einem Minus von gut 26 Prozent. Der Videospiele-Entwickler hat seinen Verlust im vergangenen Quartal überraschend ausgeweitet und zudem seinen Ausblick massiv zurückgenommen.

Titel des Anlagen- und Maschinenbaukonzern Ingersoll-Rand verloren nach einer Gewinnwarnung 4,5 Prozent. Demnach hat der Konzern seine Ergebnisprognosen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr nach unten korrigiert, was mit einem deutlichen Umsatzrückgang, vor allem in Westeuropa, und einem stärkeren US-Dollar zusammenhängt.

Die Drugstore-Kette Rite Aid hat ihren Verlust im dritten Quartal fast verdreifacht und die Erwartungen des Marktes damit klar verfehlt. Zudem wurde die Jahresprognose gesenkt. Die Aktie verlor in der Folge knapp 8 Prozent.

Bei Carnival war ein Kursplus von mehr als 3 Prozent auszumachen. Der Kreuzfahrtkonzern hat im abgelaufenen Quartal unerwartet gut verdient. Die Jahresprognose wurde indes gesenkt.

Pentair gaben 4,5 Prozent ab. Der auf die Herstellung von Wasseraufbereitungsanlagen spezialisierte Konzern kündigte den Abbau von rund 1.600 Arbeitsplätzen an. Zugleich wurde der Ausblick gesenkt.

Lennar, einer der größten US-Baukonzerne für Eigenheime, konnte seinen Verlust im vierten Quartal senken, was mit geringeren Sonderbelastungen zusammenhängt. Der Umsatz ging jedoch deutlich zurück. Die Aktie gab mehr als ein Prozent nach. (18.12.2008/ac/n/m)

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