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03.10.2011 22:32

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Wall Street-Schluss: Dow Jones verliert über 250 Punkte, Griechenland belastet

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street musste am Montag kräftige Abschläge hinnehmen. Wie in Europa lasteten auch in Übersee die Sorgen um das hoch verschuldete Griechenland auf der Stimmung der Anleger. Am Wochenende war bekannt geworden, dass das Land die eigenen Sparziele für das laufende Jahr verfehlen wird. Der Dow Jones verlor am Ende 2,36 Prozent auf 10.655,30 Punkte, während der NASDAQ Composite um 3,29 Prozent auf 2.335,83 Zähler nachgab. Der S&P 500 fiel unterdessen um 2,85 Prozent auf 1.099,23 Punkte zurück.

Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA haben sich im September verbessert. So hat sich der ISM-Index von 50,6 Punkten auf nun 51,6 Zähler erhöht. Volkswirte waren von einem Wert von 50,5 Punkten ausgegangen. Ferner sind die Bauausgaben in den USA im August 2011 überraschend gestiegen. So haben sich die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent erhöht, nach einem Minus von revidiert -1,4 (vorläufig: -1,3) Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten für den Berichtsmonat einen Rückgang von 0,5 Prozent geschätzt.

Unternehmensseitig richtete sich das Augenmerk der Marktteilnehmer heute auf Eastman Kodak . Der Fotokonzern hatte am Freitagabend Gerüchte über eine mögliche Pleite dementiert. In einer offiziellen Pressemitteilung erklärte Eastman Kodak, man werde entgegen anders lautender Medienberichten den jeweiligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen können und habe nicht die Absicht, einen Antrag auf Gläubigerschutz einzureichen. Außerdem werde man den in die Wege geleiteten Verkauf eines Patent-Portfolios aus dem Bereich Figital Imaging weiterverfolgen und die Transformation des Konzerns weiter vorantreiben. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, dass Eastman Kodak eine Gruppe von Anwälten engagiert habe. die sich auf Restrukturierungen spezialisiert hätten. Zuletzt hatte es bereits Gerüchte über Liquiditätsprobleme bei dem traditionsreichen US-Fotokonzern gegben, nachdem Eastman Kodak eine Kreditlinie über 160 Mio. US-Dollar in Anspruch genommen hatte. Die Eastman Kodak-Aktie schoss um knapp 72 Prozent in die Höhe.

Sehr düster sah es hingegen bei der Fluggesellschaft AMR aus. Die Aktie verlor rund 33 Prozent, nachdem Gerüchte um eine mögliche Insolvenzanmeldung aufkamen. Bislang äußerte sich das Unternehmen noch nicht zu Marktgerüchten. Analysten stuften die Aktie aber dennoch herab.

Auch der Anteilschein von Wolverine World Wide stand im Fokus des Marktes. Der Schuhhersteller legte heute die Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor. Demnach lag der Umsatz mit 361,6 Mio. US-Dollar um 12,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Unter dem Strich wies der Konzern beim Nettogewinn einen Anstieg auf 40,4 Mio. US-Dollar bzw. 82 Cents je Aktie aus, nach einem Nettogewinn von 34,1 Mio. US-Dollar bzw. 70 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 75 Cents bei Umsatzerlösen von 358,1 Mio. US-Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern einen Umsatz von 1,40 bis 1,43 Mrd. US-Dollar sowie einen Gewinn von 2,46 bis 2,52 US-Dollar je Aktie. Zuletzt hatte der Konzern ein EPS von 2,40 bis 2,50 US-Dollar je Aktie in Aussicht gestellt. Am Ende konnte die Aktie von Wolverine World Wide um 4,1 Prozent zulegen.

Im Automobilsektor sorgten heute die Absatzzahlen für September für Gesprächsstoff. Branchenführer General Motors konnte im September einen deutlichen Anstieg bei den Absatzzahlen auf dem US-Heimatmarkt vorweisen. So wurden im Berichtsmonat insgesamt 207.145 Modelle abgesetzt, was einem Absatzplus von 19,8 Prozent entspricht. Die Nummer zwei in den USA, Ford Motor , steigerte seinen US-Absatz um 8,9 Prozent auf 175.199 Fahrzeuge. Während die GM-Aktie 2,2 Prozent verlor, ging es bei Ford 3,1 Prozent nach unten.

Die Aktie von AGCO bewegte sich mit 6,3 Prozent im Minus. Der Landmaschinenhersteller kündigte heute die Akquisition der nicht börsennotierten GSI Holdings an. Im Zuge der Übernahme wird AGCO insgesamt 940 Mio. US-Dollar in bar an den US-Finanzinvestor Centerbridge Partners L.P. bezahlen. Bei der GSI Holdings handelt es sich um einen Hersteller von Getreidelagersystemen und Produktionssystemen für Protein-Futtermittel für Schweine und Geflügel. Durch die Übernahme will AGCO seine Marktposition weiter ausbauen und von der weltweit steigenden Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten profitieren.

S1 stand derweil vor der Übernahme durch den US-Konzern ACI Worldwide . Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, haben beide Konzerne eine Vereinbarung unterzeichnet, im Rahmen derer die Anteilseigner der S1 Corp. für jede ihrer Aktien 6,62 US-Dollar in bar sowie 0,1064 Anteilsscheine von ACI Worldwide erhalten sollen. Dies entspricht einem Gesamtwert von 9,55 US-Dollar je Aktie. Das Board of Directors beider Konzerne hat die Transaktion gebilligt, hieß es weiter. Anteile von S1 fielen um 1,2 Prozent nach unten, während Papiere von ACI Worldwide um 8,3 Prozent nachgaben.

Anteilscheine von Arch Coal brachen um 9,3 Prozent ein. Der Kohleproduzent hat am Freitag seine Gewinnprognose nach unten korrigiert. So erwartet man für das laufende Fiskaljahr nunmehr einen bereinigten Gewinn je Aktie im Bereich von 1,00 bis 1,40 US-Dollar. Zur Begründung wurde von Arch Coal auf einen zu erwartenden Produktionsrückgang bei Kokskohle im Minenkomplex Mountain Laurel verwiesen. Zuletzt hatte Arch Coal einen bereinigten Gewinn im Bereich von 1,75 bis 2,15 US-Dollar je Aktie für das laufende Fiskaljahr in Aussicht gestellt. (03.10.2011/ac/n/m)

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