New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten am Donnerstag mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel gehen. Im Fokus stand dabei die Einigung von Demokraten und Republikanern im Kongress zum 700 Mrd. Dollar-schweren Rettungsplan der US-Regierung.
Der Auftragseingang langlebiger Güter ist im August 2008 unerwartet deutlich gesunken. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 4,5 Prozent unter dem Vormonatsniveau. Ohne die Berücksichtigung des Transportsektors hatte der Auftragsrückgang bei 3,0 Prozent gelegen. Volkswirte hatten einen Rückgang um lediglich 2,0 Prozent prognostiziert. Für Juli wurde der Zuwachs beim Auftragseingang von vorläufig 1,3 auf 0,8 Prozent nach unten korrigiert. Bei dem Rückgang handelt es sich um das stärkste Minus seit Januar dieses Jahres.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 20. September 2008 überraschend verschlechtert. So wuchs die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 32.000 auf 493.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld eine Abnahme auf 450.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 455.000 auf 461.000 korrigiert.
Die Zahl der Verkäufe neuer Häuser in den USA ist im August 2008 deutlich gesunken und hat ein 17-Jahres-Tief erreicht. Auf saisonbereinigter Basis wurde im Vormonatsvergleich ein Rückgang um 11,5 Prozent auf 460.000 Einheiten verzeichnet, während Volkswirte von 510.000 Einheiten ausgegangen waren. Für Juli wurde die Verkaufszahl von vorläufig 515.000 auf 520.000 nach oben revidiert.
Der Dow Jones gewann am Ende 1,82 Prozent auf 11.022,06 Punkte, der S&P 500 legte 1,97 Prozent auf 1.209,18 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Plus von 1,43 Prozent auf 2.186,57 Punkte.
Die heutige Gewinnwarnung von General Electric lastete dabei kaum auf dem Markt. Angesichts einer beispiellosen Schwäche und Volatilität in den Finanzmärkten hat der Mischkonzern seine Ergebnisprognosen für das dritte Quartal und das Gesamtjahr nach unten korrigiert. Die Aktie gewann am Ende über 4 Prozent.
Anteilsscheine von Nike zogen um knapp 10 Prozent an. Der weltgrößte Hersteller von Sportschuhen und -bekleidung hat im abgelaufenen Quartal weniger verdient, die Erwartungen der Analysten aber klar in den Schatten gestellt.
Weniger rund lief es für Titel von Rite Aid mit einem satten Abschlag von fast 4 Prozent. Wie die Drugstore-Kette heute mitteilte, hat sie im zweiten Quartal einen deutlich höheren Verlust erwirtschaftet, wobei die Schätzungen des Marktes klar verfehlt wurden. Außerdem bereitet der Ausblick den Anlegern Kopfschmerzen.
Im Finanzsektor richteten sich die Blicke mitunter auf Washington Mutual. Nachdem sich eine Reihe börsennotierter Banken hinsichtlich einer möglichen Übernahme zurückhaltend gezeigt hatten, hat die in Schieflage geratene Sparkasse nach Angaben des "Wall Street Journal" diesbezüglich nun Private Equity-Gesellschaften kontaktiert. Der Wert verlor mehr als 25 Prozent.
Paychex, ein auf Gehaltsabrechnungen spezialisierter Dienstleister, meldete gestern nach US-Börsenschluss die Ergebnisse des ersten Fiskalquartals 2008/09. Demnach verringerte sich der Nettogewinn wie erwartet leicht. Der Umsatz erhöhte sich um 5 Prozent. Am Ende verlor die Aktie 1,8 Prozent. (25.09.2008/ac/n/m)