New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die US-Börsen bereits gestern aufgrund der anhaltenden Staatsschuldenkrise in Europa deutliche Kursverluste hinnehmen mussten, setzte sich dieser Trend auch am Mittwoch fort. Besonders die Unruhen in Athen wirkten sich belastend aus. Der Dow Jones Industrial Average verlor am Ende 0,55 Prozent auf 10.866,83 Zähler. Der S&P 500 fiel um 0,66 Prozent auf 1.165,87 Zähler. Der Nasdaq Composite wiederum gab um 0,91 Prozent nach auf 2.402,29 Punkte.
Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im April 2010 erhöht. Wie das ADP am Mittwoch mitteilte, zog die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 32.000 an. Hierbei fiel die Zahl um 18.000 im Produzierenden Gewerbe und kletterte um 50.000 im Dienstleistungsbereich. Für März war ein Zuwachs um revidiert 19.000 (vorläufig: -23.000) ermittelt worden. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte zudem für die Woche zum 30. April 2010 einen saisonbereinigten Zuwachs bei der Zahl der Hypothekenanträge. Die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors haben sich im April 2010 laut Institut for Supply Management (ISM) unverändert zum Vormonat entwickelt. So lag der ISM-Service-Index mit 55,4 Zählern exakt auf Vormonatsniveau. Volkswirte hatten einen Wert von 56,1 Punkten prognostiziert.
Nachbörslich hat die News Corp. (The News a) am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum dritten Fiskalquartal 2009/10 präsentiert. Dabei verzeichnete der amerikanische Medienkonzern einen Gewinn von 839 Mio. Dollar bzw. 32 Cents je Aktie, nach einem Gewinn von 2,7 Mrd. bzw. 1,04 Dollar je Aktie im Vorjahr. In der Vorjahresperiode waren allerdings Einmaleffekt in Höhe von 2,4 Mrd. Dollar für den hohen Gewinn verantwortlich. Die Aktie verlor am Ende knapp 4 Prozent
Auf der Unternehmensseite meldete der Medienkonzern Time Warner , dass er im ersten Quartal einen höheren Gewinn erzielt hat, was mit gestiegenen Umsätzen, vor allem im Werbebereich, zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis klar geschlagen. Zudem wurde die Jahresprognose aktualisiert. Bis zum Abend standen die Papiere von Time Warner mit 2,5 Prozent im Minus.
Die Telefongesellschaft Qwest Communications International meldete am Mittwoch, dass ihr Gewinn im ersten Quartal angesichts rückläufiger Umsätze und Sonderbelastungen um 82 Prozent eingebrochen ist. Bis zum Handelsende gewannen die Titel von Qwest 3,2 Prozent.
Der Öl- und Erdgasproduzent Devon Energy verbuchte im ersten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg und kündigte im Anschluss ein Aktienrückkaufprogramm an. Die Aktien von Devon Energy verzeichneten einen Kursgewinn von 1,8 Prozent.
Ferner meldete die King Pharmaceuticals die Geschäftszahlen für das erste Quartal. Der Nettogewinn lag bei 4,5 Mio. Dollar bzw. 2 Cents je Aktie, nach einem Nettoverlust von 10,7 Mio. Dollar bzw. 4 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bis zum Abend standen die King Pharmaceuticals-Titel mit 1,9 Prozent im Plus.
Die amerikanische Drugstore-Kette Walgreen musste für April 2010 einen Rückgang bei den Same-Store Sales ausweisen. Unternehmensangaben vom Mittwoch zufolge schrumpften die vergleichbaren Umsätze um 0,2 Prozent. Analysten waren im Vorfeld von einem Minus von 0,3 Prozent ausgegangen. Der Gesamtumsatz belief sich auf 5,68 Mrd. Dollar, was einer Zunahme um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Die Titel von Walgreen zogen 1,7 Prozent an.
Der Automobilzulieferer TRW Automotive Holdings erklärte, dass er im ersten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust verzeichnet hat, was das Ergebnis von Kostensenkungen und einer gestiegenen Automobilproduktion ist. Die Erwartungen wurden geschlagen. Indes wurde die Jahresumsatzprognose angehoben. Am Ende fielen die Papiere von TRW um 5,9 Prozent. (05.05.2010/ac/n/m)