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14.09.2011 22:30

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Wall Street-Schluss: Erneut deutliche Zugewinne, Dell und Hertz im Fokus

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New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Indizes knüpften an ihre gute Entwicklung vom Vortag an und schlossen am Mittwoch klar in der Gewinnzone. Zwischenzeitliche Abschläge konnten rasch wieder ins Plus gewendet werden. Dabei stützte auch die positive Entwicklung an den europäischen Börsen. Hier wirkten sich Spekulationen, dass China europäische Staatsanleihen kaufen und damit die Schuldenkrise etwas entschärfen könnte, positiv aus. Ebenfalls positiv wurden die Meldungen aus Griechenland und Italien gewertet. Der Dow Jones verbesserte sich am Ende um 1,27 Prozent auf 11.246,73 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,60 Prozent auf 2.572,55 Punkte zulegte. Der S&P 500 kletterte um 1,35 Prozent auf 1.188,68 Punkte nach oben.

Die Erzeugerpreise haben sich im August 2011 stabilisiert. Binnen Monatsfrist blieben die Preise unverändert. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,1 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld eine unveränderte Preisentwicklung bzw. eine Steigerung von 0,2 Prozent prognostiziert. Im Juli waren die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich um 0,2 Prozent angestiegen. Für die Kernrate war im Juli ein Plus von 0,4 Prozent verbucht worden. Indes hat sich auch der Einzelhandelsumsatz in den USA im August 2011 stabilisiert. Auf Monatssicht blieben die Umsatzerlöse unverändert, während sie im Juli um 0,3 Prozent gestiegen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 0,2 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche zogen die Umsätze gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent an. Experten waren von einem Plus von 0,3 Prozent ausgegangen, nach einer Zunahme um 0,3 Prozent im Vormonat. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte schließlich für die Woche zum 09. September 2011 einen saisonbereinigten Zuwachs bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 6,3 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Minus von 4,9 Prozent gemeldet worden. Im Einzelnen stieg der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 7,0 Prozent, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 6,0 Prozent zulegte. Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im Juli 2011 einen saisonbereinigten Anstieg gegenüber dem Vormonat aus. So lagen die Lagerbestände um 0,4 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,5 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von revidiert 0,4 Prozent (vorläufig: +0,3 Prozent) ausgewiesen worden. Der Umsatz bei den Industrie- und Handelsunternehmen hat gegenüber dem Vormonat ein Plus von 0,7 Prozent verzeichnet. Im Vormonat wurde nur ein Zuwachs von 0,5 Prozent beim Umsatz der Industrie- und Handelsunternehmen ausgewiesen.

Dell hat am Dienstagabend nach Börsenschluss ein groß angelegtes Aktienrückkaufprogramm angekündigt. So will man weitere 5 Mrd. US-Dollar für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben. Aus einem früheren Aktienrückkaufprogramm stehen dem Konzern noch insgesamt 2,16 Mrd. US-Dollar zur Verfügung. Den Rückkauf eigener Aktien will man als zentrales Element der Konzernstrategie weiter fortsetzen. Eigenen Angaben zufolge hat Dell im zweiten Quartal des laufenden Fiskaljahres eigene Anteilsscheine im Gesamtwert von 1,1 Mrd. US-Dollar zurückgekauft. Die Aktie des Computerherstellers legte um 3,3 Prozent zu. Staples verteuerten sich derweil um 3,6 Prozent, nachdem der Einzelhändler für Büroartikel ebenfalls am Dienstagabend nach Börsenschluss ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt hat. So hat das Board of Directors den Konzern zum Rückkauf eigener Aktien im Gesamtwert von bis zu 1,5 Mrd. US-Dollar ermächtigt. Der Rückkauf soll sowohl über die Börse als auch durch außerbörsliche Transaktionen erfolgen.

Der US-Fahrzeugvermieter Avis Budget (Avis Budget Group) wird die geplante Übernahme des US-Konkurrenten Dollar Thrifty Automotive Group nicht weiter verfolgen. Demnach werde man die im September vergangenen Jahres unterbreitete Offerte in Höhe von 45,79 US-Dollar je Aktie in bar sowie 0,6543 Avis-Aktien je Anteilsschein von Dollar Thrifty nicht mehr weiterverfolgen. Als Grund wurde auf die derzeit schwierigen Rahmenbedingungen verwiesen. Damit bleibt nur noch der US-Konkurrent Hertz (Hertz Global) als Bieter für Dollar Thrifty übrig, Hertz hatte zuletzt 72,00 US-Dollar in bar und eigenen Aktien für Dollar Thrifty geboten. Am 21. August hatte Dollar Thrifty die beiden Kaufinteressenten aufgefordert, ihre endgültigen Angebote bis zum 21. Oktober 2011 vorzulegen. Die Aktie von Avis gewann 6,3 Prozent, während Dollar Thrifty 0,5 Prozent zulegten. Hertz-Aktie gewannen 13,5 Prozent.

Intel verlautbarte bereits gestern, dass man mit dem Internet-Konzern Google eine Partnerschaft geschlossen hat. Demnach wollen beide Unternehmen auf Android basierende Smartphones für den Einsatz von Intel-Chips optimieren. So sollen zukünftige Versionen der Software-Plattform Android von Google die Intel-Chipfamilie von energiesparenden Atom-Prozessoren unterstützen. Erste Android-Smartphones mit Intel-Chips werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2012 verfügbar sein. Während sich Intel um 1,7 Prozent verbesserten, ging es für Google um 0,5 Prozent nach oben.

Philip Morris (Philip Morris International) verteuerten sich um 2,5 Prozent. Der Tabakkonzern hat eine Dividendenerhöhung angekündigt. So soll die Quartalsdividende von bislang 64 Cents je Aktie um 20,3 Prozent auf nunmehr 77 Cents je Aktie angehoben werden. Die Ausschüttung wird am 11. Oktober an die Aktionäre vom Stichtag 27. September erfolgen.

Der amerikanische Lebensmittelhersteller ConAgra Foods bleibt ferner bei seinem milliardenschweren Übernahmeangebot für den US-Konkurrenten Ralcorp Holdings . Im Rahmen einer gestern nach Börsenschluss veröffentlichten Pressemitteilung erklärte ConAgra, man werde das zuletzt auf 94 US-Dollar je Aktie angehobene Übernahmeangebot für den US-Konkurrenten nicht erhöhen. Gleichzeitig forderte ConAgra Ralcorp zu Verhandlungen auf, nachdem Ralcorp die Übernahmeofferte zuletzt als zu niedrig zurückgewiesen hatte. ConAgra Foods verloren 2,5 Prozent an Wert, während Ralcorp sich um 7,1 Prozent verschlechterten. Schließlich stand der Spielzeughersteller Jakks Pacific (JAKKS Pacific) möglicherweise vor der Übernahme durch den Finanzinvestor Oaktree Capital Management L.P. So hat Oaktree eine Übernahmeofferte in Höhe von 20,00 US-Dollar je Aktie für Jakks Pacific vorgelegt, was einem Aufschlag von ca. 25 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie entspricht. Das Papier schoss um über 22 Prozent nach oben. (14.09.2011/ac/n/m)

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