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10.08.2011 22:21

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Wall Street-Schluss: Erneuter Kursrutsch, Dow Jones verliert 520 Punkte

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street konnte ihre gestrige Erholung - nach dem Zinsentscheid der Fed - am Mittwoch nicht fortsetzen und verbuchte erneut einen Kursrutsch. Dabei traten erneut Sorgen der Investoren um die Wirtschaft sowie die Schuldenproblematik der USA in den Vordergrund. Der Dow Jones verschlechterte sich um 4,62 Prozent auf 10.719,94 Punkte, während der NASDAQ Composite um 4,09 Prozent auf 2.381,05 Punkte abgab. Der S&P 500 verlor 4,42 Prozent auf 1.120,76 Punkte.

Gestern hat der Offenmarktausschuss FOMC der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) über die Leitzinsen und die weitere Geldpolitik im Dollar-Raum beraten. Demnach wurden die Leitzinsen erwartungsgemäß bei 0,00 bis 0,25 Prozent belassen. Zudem sollen die Zinsen mindestens bis Mitte 2013 auf einem niedrigen Niveau verharren. Darüber hinaus wurde vom Offenmarktausschuss der Einsatz weiterer Instrumente diskutiert, ohne jedoch konkrete Maßnahmen zu beschließen. Diese sollen jedoch eingesetzt werden, sofern es notwendig sein sollte.

Wie die Mortgage Bankers Association of America (MBA) heute mitteilte, ermittelte sie für die Woche zum 5. August 2011 einen saisonbereinigten Zuwachs bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 21,7 Prozent. In der Vorwoche war ein Plus von 7,1 Prozent gemeldet worden. Den weiteren Angaben der MBA zufolge belief sich der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken auf 4,37 Prozent, was einer Abnahme um 0,08 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche entspricht. Die Lagerbestände im Großhandel sind im Juni 2011 erneut gestiegen. Demnach wurde ein saisonbereinigter Anstieg der US-Lagerbestände im Großhandel von 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat ausgewiesen, nach einem Plus von 1,7 Prozent im Mai. Marktbeobachter hatten zuvor nur mit einer Zunahme um 1,0 Prozent gerechnet. Die Umsatzerlöse des US-Großhandels erhöhten sich gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent, wogegen im Mai ein Umsatzrückgang von 0,3 Prozent gemeldet worden war. Im späteren Handelsverlauf steht der Staatshaushalt auf der Agenda. Das US-Haushaltsdefizit belief sich im Juli auf 129,4 Mrd. US-Dollar. Das Defizit liegt jedoch deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats von 165 Mrd. US-Dollar. Die Ausgaben lagen bei 288 Mrd. US-Dollar gegenüber Einnahmen von nur 159 Mrd. US-Dollar. In den ersten zehn Monaten des gesamten Fiskaljahres beläuft sich das Haushaltsdefizit damit auf 1,1 Billionen US-Dollar, nach 1,17 Billionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum.

Bereits gestern nach Börsenschluss gab Walt Disney seine Zahlen zum dritten Fiskalquartal 2010/11 bekannt. Wie der Medien- und Entertainment-Konzern mitteilte, konnten Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und die Erwartungen der Analysten geschlagen werden. Besonders der Erfolg im Bereich Erlebnisparks und ESPN Sportsender wurde dabei für die guten Ergebnisse verantwortlich gemacht. Bis zum Abend brachen Titel von Walt Disney um über 9 Prozent ein.

Am heutigen Tage standen Macy`s (Macys) im Fokus. Die Kaufhauskette, die auch die Bloomingdale`s-Geschäfte betreibt, konnte im zweiten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums ihren Gewinn erheblich steigern und die Analystenprognose übertreffen. Zudem wurde die Jahresergebnisprognose relativ deutlich nach oben korrigiert, die nun über der durchschnittlichen Marktschätzung liegt. Der Anteilsschein des Einzelhandelskonzerns tendierte vor diesem Hintergrund 3,5 Prozent im Minus.

Daneben veröffentlichte Polo Ralph Lauren sein jüngsten Zahlenwerk. Der Modekonzern konnte demnach im ersten Geschäftsquartal kräftige Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn erzielen. Die Analystenschätzungen wurden damit zum Teil deutlich geschlagen. Darüber hinaus erwartet der Konzern im laufenden Quartal starke Umsatzzuwächse. Am Ende rückte die Aktie von Polo Ralph um 4,3 Prozent vor.

Harman International (Harman International Industries) hat ebenfalls Zahlen zum vierten Quartal 2010/11 veröffentlicht. Dabei konnte der auf Audioelektronik spezialisierten US-Hersteller mit einem deutlichen Umsatzanstieg aufwarten. Der Gewinn sank wiederum, wobei sich hier wirkten die schwächere Margen im japanischen Automobilgeschäft nach der Tsunami-Katastrophe belastend auswirkten. Während der Umsatz die Erwartungen schlug, wurden die Gewinnerwartungen auf bereinigter Basis verfehlt. Die Aktie von Harman International verlor 2,4 Prozent.

Mit einer Personalie überraschte Lear die Anleger. Wie der Automobilzulieferer heute mitteilte, wird Bob Rossiter mit Wirkung zum 1. September 2011 als CEO, President und Director zurücktreten. Rossiter (65) wird jedoch noch bis Mai 2012 in beratender Funktion im Unternehmen verbleiben. Matt Simoncini (50), Senior Vice President und CFO, wurde indes mit Wirkung zum 1. September zum neuen President und CEO bestellt. Darüber hinaus hat das Board of Directors eine Quartalsdividende in Höhe von 12,5 Cents pro Aktie beschlossen. Aktien von Lear verbilligten sich um 1,3 Prozent.

Schließlich büßten Anteilsscheine von Boeing 7,5 Prozent ein. Cathay Pacific (Cathay Pacific Airways), die größte Fluggesellschaft in Hongkong, meldete heute, dass sie bei dem Flugzeughersteller insgesamt zwölf Flugzeuge bestellt. Die Maschinen haben einen Listenpreis von insgesamt rund 25,6 Mrd. Hongkong-Dollar (HKD), wobei Cathay Pacific ein beachtlicher Preisnachlass gewährt wird. Sie werden zwischen 2013 und 2016 ausgeliefert, hieß es. (10.08.2011/ac/n/m)

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