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13.11.2009 22:10

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Wall Street Schluss: Fester, Quartalsberichte gefallen

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New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen haben ihre Kursgewinne bis zum Handelsschluss verteidigt. Die guten Quartalszahlen von Abercrombie & Fitch und die Anhebung des Ausblicks von J.C. Penney Co. wirkten sich positiv auf die Stimmung der Anleger aus, obwohl das US-Verbrauchervertrauen dem Index der Universität Michigan zufolge gesunken ist. Der Dow Jones gewann 0,71 Prozent auf 10.270,32 Punkte begonnen. Währenddessen konnten der Nasdaq Composite 0,88 Prozent auf 2.167,88 Punkte und der S&P 500 0,57 Prozent auf 1.093,48 Zähler zulegen.

Das US-Handelsbilanzdefizit hat sich im September um 18,2 Prozent auf 36,5 Mrd. Dollar erhöht, wogegen Volkswirte nur einen Zuwachs auf 31,8 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Für August war ein Passivsaldo von revidiert 30,8 Mrd. (30,7 Mrd.) Dollar ausgewiesen worden. Die US-Außenhandelspreise haben im Oktober 2009 einen Anstieg verzeichnet. So kletterten die Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent, nach einem Anstieg um 0,2 Prozent im September. Zudem erhöhten sich die Exportpreise im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im November 2009 verschlechtert. So verringerte sich der Gesamtindex der Universität Michigan auf 66,0 Punkte. Volkswirte waren von einer Zunahme auf 71,0 Punkten ausgegangen, nach 70,6 Punkten im Vormonat.

Der US-Computerhersteller Dell hat am Freitag die Meldungen über einen Eintritt in den Smartphone-Markt bestätigt. Dem Unternehmen zufolge sollen die "Mini 3" genannten Geräte bei China Mobile, mit 500 Mio. Kunden der größte Telekommunikationsanbieter der Welt, zum Einsatz kommen und auf dem "Android" von Google basieren. Darüber hinaus soll das Gerät von Claro, mit mehr als 42 Mio. Kunden in Brasilien, vertrieben werden. Zuletzt hatte das "Wall Street Journal" am 07. November über die Entwicklung eines "Android"-Handys AT&T berichtet. Die im NASDAQ 100 geführten Aktien von Dell und Google verloren 0,32 Prozent bzw. gewannen 0,76 Prozent. AT&T schlossen mit einem Abschlag von 0,19 Prozent.

Titel von Abercrombie & Fitch (AbercrombieFitch) legten mehr als 10 Prozent zu. Der US-Bekleidungshändler hat im dritten Quartal einen Umsatz von 765,4 Mio. Dollar erzielt, was einem Minus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (896,3 Mio. Dollar) entspricht. Der Nettogewinn lag mit 38,8 Mio. Dollar bzw. 0,44 Dollar je Aktie unter dem Vorjahresniveau von 63,9 Mio. Dollar bzw. 0,72 Dollar je Anteilsschein. Bereinigt um restrukturierungsbedingte Einmalaufwendungen im Zuge der Schließung der Tochtergesellschaft RUEHL sowie positiven steuerlichen Einmaleffekten hatte der bereinigte Gewinn je Aktie bei 0,30 Dollar gelegen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,20 Dollar sowie einen Umsatz von 764,6 Mio. Dollar erwartet.

Der US-amerikanische Einzelhandelskonzern J. C. Penney (J C Penney Company) meldete für das dritte Quartal einen Umsatzrückgang auf 4,18 Mrd. Dollar, nach 4,32 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Ferner sank der Nettogewinn um 78,2 Prozent von 124 Mio. Dollar bzw. 0,56 Dollar je Aktie auf nun 27 Mio. Dollar bzw. 0,11 Dollar pro Aktie. Bereinigt um Pensionsaufwendungen betrug das EPS 0,30 Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,12 Dollar sowie Umsatzerlöse von 4,18 Mrd. Dollar erwartet. Für das Gesamtjahr liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 1,05 Dollar und Umsätzen von 17,63 Mrd. Dollar. Das Unternehmen selbst hob seine EPS-Prognose von ursprünglich 0,75 bis 0,90 Dollar auf nun 0,93 bis 1,08 Dollar an. Die Unternehmensaktie gewann 6,23 Prozent.

Titel von Liberty Global (Liberty Globa a) stürzten knapp 8 Prozent ab. Das Unternehmen gab bekannt, dass es die Unitymedia GmbH, den zweitgrößten Kabelnetzbetreiber in Deutschland, übernehmen wird. Den Angaben zufolge wird Liberty Global sämtliche Aktien von Unitymedia für rund 2 Mrd. Euro (3,0 Mrd. Dollar) von der Unitymedia Media S.C.A. erwerben, welche sich im Besitz einer Gruppe unter der Führung von BC Partners und Apollo befindet. Zusammen mit Unitymedias Nettoschulden zum 30. September 2009 von etwa 1,5 Mrd. Euro (2,2 Mrd. Dollar) und abzüglich der Transaktionskosten ergibt sich ein Gesamtgegenwert von 3,5 Mrd. Euro (5,2 Mrd. Dollar).

Die US-amerikanische Agilent Technologies meldete, dass ihr Gewinn im vierten Quartal um 89 Prozent eingebrochen ist, was mit Sonderbelastungen und einem Umsatzrückgang zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 25 Mio. Dollar bzw. 0,07 Dollar pro Aktie, gegenüber 231 Mio. Dollar bzw. 0,64 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Auf bereinigter Basis wurde ein Gewinn von 0,32 Dollar (Vorjahr: 0,62 Dollar) pro Aktie erzielt. Der Umsatz ging im Berichtszeitraum um 21,2 Prozent auf 1,17 Mrd. Dollar zurück. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,23 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 1,11 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Agilent Technologies-Aktie rückte um 4,30 Prozent vor.

Die Aktie von PepsiCo zog 1,08 Prozent an. Das Board of Directors von PepsiCo hat eine Quartalsdividende von 0,45 Dollar je Stammaktie beschlossen. Die Zahlung der Dividende soll am 04. Januar 2010 an die Aktionäre zum 04. Dezember 2009 erfolgen. Im Jahresvergleich wird die Dividende damit um 6 Prozent angehoben.

Am kommenden Montag werden die Quartalszahlen von SCM Microsystems veröffentlicht. Ferner liegen um 8 Uhr 30 die Zahlen zum US-amerikanischen Einzelhandelsumsatz für Oktober 2009 vor. (13.11.2009/ac/n/m)

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