New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten Indizes an der Wall Street gingen mit klaren Aufschlägen ins Wochenende. Dabei profitierten die Märkte von der jüngsten Entscheidung Libyens, einen sofortigen Waffenstillstand herbeizuführen. Damit reagiert die Gaddafi-Regierung auf die gestern Nacht verabschiedete UN-Resolution. Darin hat der Sicherheitsrat Luftschläge und andere erforderliche Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen erlaubt. Dass die G7-Staaten gemeinsam gegen die kräftige Aufwertung des Japanischen Yen vorgehen, wurde ebenfalls positiv aufgenommen. Der Dow Jones stieg am Ende um 0,71 Prozent auf 11.858,52 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,29 Prozent auf 2.643.67 Punkte anwuchs. Der S&P 500 verbesserte sich um 0,43 Prozent auf 1,279.20 Punkte.
Der Branchenverband Semiconductor Equipment and Materials International (SEMI) ermittelte für Februar 2011 einen Zuwachs der Book-to-Bill-Ratio bei den Ausrüstern der Halbleiterindustrie in Nordamerika. Nach vorläufigen Angaben erhöhte sich das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill-Ratio) auf 0,87, nach 0,85 im Vormonat. Damit wurde die Parität erneut verfehlt.
Nachrichten gab es von zahlreichen Finanzwerten. Die SunTrust Banks hat eine Kapitalerhöhung angekündigt. Demnach werde man im Zuge der Kapitalmaßnahme neue Stammaktien im Gesamtwert von 1 Mrd. US-Dollar ausgeben. Außerdem werde man eine Anleiheemission in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar durchführen. Die Aktie von SunTrust Banks gewann 4,7 Prozent. Die U.S. Bancorp (US Bancorp) hat eine Dividendenerhöhung angekündigt. So hat das Board of Directors eine Anhebung der Quartalsdividende um 150 Prozent auf 12,5 Cents je Aktie beschlossen. Damit ergibt sich für das Gesamtjahr eine Dividendenausschüttung von 0,50 US-Dollar je Aktie. Außerdem wurde ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 50 Millionen Anteilsscheine aufgelegt. Die Aktie der U.S. Bancorp gab um 0,4 Prozent nach. JPMorgan Chase & Co. (JPMorgan ChaseCo) hat eine Dividendenerhöhung und ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurde demnach eine Erhöhung der Quartalsdividende um 20 Cents auf 25 Cents je Aktie beschlossen. Wie es weiter heißt, hat das Board of Directors ein neues Aktienrückkaufprogramm im Gesamtwert von bis zu 15 Mrd. US-Dollar aufgelegt. Die Aktie von JPMorgan konnte 2,7 Prozent zulegen. Auch Wells Fargo & Co. (Wells FargoCo) hat sein Aktienrückkaufprogramm aufgestockt und die Dividende erhöht. Demnach werde man für das erste Quartal 2011 eine Sonderdividende in Höhe von 7 Cents je Aktie ausschütten. Zusammen mit der regulären Quartalsdividende in Höhe von 5 Cents je Aktie ergibt sich damit eine Gesamtdividende in Höhe von 12 Cents je Aktie für das erste Quartal. Wie das Kreditinstitut weiter mitteilte, wurde das Aktienrückkaufprogramm um 200 Millionen Anteilsscheine erhöht. Die Aktie von Wells Fargo kletterte um 1,5 Prozent. Schließlich meldete BB&T (BB&T), dass sie ihre Dividende um knapp 7 Prozent erhöht. Den Angaben zufolge hat das Kreditinstitut seine Dividende für das zweite Quartal 2011 demnach von bisher 15 Cents pro Aktie auf nun 16 Cents pro Aktie angehoben. Zusätzlich wird eine Sonderdividende in Höhe von 1 Cent pro Aktie ausbezahlt. Die Papiere von BB&T gewannen 0,5 Prozent. Der US-Finanzdienstleister State Street hat am heutigen Freitag eine Erhöhung der Quartalsdividende angekündigt. So wird der Konzern am 15. April 2011 eine Quartalsdividende in Höhe von 0,18 US-Dollar ausschütten. Im Vergleich zu der am 18. Januar 2011 gezahlten Quartalsdividende von 0,01 US-Dollar entspricht dies einem Anstieg um 0,17 US-Dollar. Wie es weiter heißt, hat das Board of Directors ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 675 Millionen US-Dollar für 2011 genehmigt. Das neue Programm ersetzt ein früheres Rückkaufprogramm. Die Aktie von State Street konnte 2,2 Prozent zulegen.
Anteilsscheine von Cisco Systems zogen heute um 0,8 Prozent an. Der Technologiekonzern will erstmals in seiner Unternehmensgeschichte eine Dividende ausschütten. So habe das Board of Directors die Ausschüttung einer Quartalsdividende in Höhe von 6 Cents je Aktie beschlossen. Durch die Ausschüttung einer Quartalsdividende will Cisco den Unternehmenswert für die Aktionäre weiter steigern, erklärte der Konzern.
Indes hält der Kosmetikkonzern Estee Lauder (Estée Lauder Companies) trotz der Krise in Japan an seiner Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Er rechnet demnach unverändert mit einem Umsatzwachstum von 8 bis 10 Prozent auf Basis konstanter Währungen, wobei der Gewinn je Aktie, bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen, zwischen 3,40 und 3,60 US-Dollar liegen soll. Analysten sehen aktuell ein EPS-Ergebnis von 3,68 US-Dollar bei Umsatzerlösen von 8,61 Mrd. US-Dollar. Die Aktie von Estee Lauder gewann schließlich 1,4 Prozent.
Der Medizintechnikkonzern Quest Diagnostics kündigte heute die Übernahme des Biotechnologiekonzerns Celera an. Dabei werden die Aktionäre im Zuge der Übernahme 8,00 US-Dollar je Celera-Aktie in bar erhalten. Die Boards beider Konzerne haben die Übernahme bereits abgesegnet. Durch den Zukauf will Quest Diagnostics unter anderem seine Marktposition im Bereich der Molekular-Diagnostik weiter ausbauen. Während Titel von Quest um 0,9 Prozent nachgaben, konnten Celera um rund 34 Prozent vorrücken.
Daneben meldete der Lebensmittelkonzern General Mills , dass er exklusive Verhandlungen mit PAI Partners und Sodiaal über den Erwerb einer Beteiligung an dem französischen Yoghurt-Hersteller Yoplait S.A.S. und zugehörigen Gesellschaften aufgenommen hat. Den Angaben zufolge will der weltweit zweitgrößte Hersteller von Frühstückscerealien dabei eine 50 Prozent-Beteiligung an der Gesellschaft übernehmen, zu der Yoplait und andere Marken gehören. Die entsprechenden Verhandlungen laufen zurzeit, hieß es. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt. Aktien von General Mills verteuerte sich am Ende um 1, Prozent.
Die International Business Machines (IBM) hat in Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfen eine Einigung mit der Securities and Exchange Commission (SEC) erzielt und zahlt eine Strafe in Höhe von insgesamt 10 Mio. US-Dollar. Die Aktie von IBM ging mit einem Plus von 1,1 Prozent aus dem Handel.
Zudem hat die außerordentliche Hauptversammlung der US-Bekleidungskette Jo-Ann Stores Inc. einem Übernahmeangebot in Höhe von insgesamt 1,6 Mrd. Dollar zugestimmt. Eine Tochter der Private-Equity-Gesellschaft Leonard Green & Partners L.P bietet 61,00 Dollar je Aktie in bar. Der Abschluss der Transaktion wird noch am heutigen Freitag erwartet, hieß es weiter. Die Aktien werden dann nicht länger an der New York Stock Exchange gehandelt. Die Aktie von Jo-Ann Stores schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent. (18.03.2011/ac/n/m)