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24.02.2010 22:16

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Wall Street Schluss: Gewinne, positive Reaktion auf Bernanke-Rede

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New YorkNew York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen verzeichneten heute handfeste Kursgewinne. Die Anleger reagierten positiv auf die Rede von US-Notenbankchef Bernanke vor dem US-amerikanischen Kongress. Der Dow Jones verzeichnete ein Plus von 0,89 Prozent auf 10.374,16 Punkte. Währenddessen konnten der Nasdaq Composite 1,01 Prozent auf 2.235,90 Punkte und der S&P 500 0,97 Prozent auf 1.105,24 Zähler zulegen.

Der US-Notenbankchef Ben Bernanke hat sich heute vor dem House Committee of Financial Services zur aktuellen Wirtschaftslage in den USA geäußert. In seiner Rede erklärte Bernanke, dass trotz der zuletzt auszumachenden Stabilisierungstendenzen noch keine selbsttragende Erholung erkennbar sei. In diesem Zusammenhang wurde das Festhalten der US-Notenbank an der derzeitigen Niedrigzins-Politik bekräftigt. Nach Einschätzung des US-Notenbankchefs kann ein nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung nur mit Hilfe des privaten Konsums erfolgen. Dieser habe jedoch derzeit unter den Auswirkungen der weiter steigenden Arbeitslosigkeit zu leiden. Auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt bezeichnete der US-Notenbankchef als weiterhin schwach.

Die Mortgage Bankers Association of America ermittelte für die vergangene Woche einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge um 8,5 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 2,1 Prozent ausgewiesen worden. Die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe neuer Häuser hat sich im Januar 2010 deutlich um 11,2 Prozent auf 309.000 reduziert.

Die Aktien von Autodesk und DreamWorks Animation SKG lagen nach Zahlen mit 8,69 Prozent im Plus bzw. mit 1,79 Prozent im Minus.

Der Einzelhändler Dollar Tree wies für das vierte Geschäftsquartal einen unerwartet starken Gewinnanstieg aus. So kletterte der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 12,4 Prozent von 1,39 Mrd. auf 1,56 Mrd. Dollar. Gleichzeitig stieg der Nettogewinn von 105,2 Mio. Dollar oder 1,15 Dollar je Aktie auf nun 135,0 Mio. Dollar bzw. 1,52 Dollar pro Aktie. Analysten hatten lediglich ein EPS von 1,44 Dollar sowie Umsätze von 1,55 Mrd. Dollar prognostiziert. Titel von Dollar Tree rückten gut 12 Prozent vor.

Für das Wertpapier von H&R Block (H&R Block) ging es hingegen mehr als 12 Prozent abwärts. Das Unternehmen wird die eigene Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr voraussichtlich nicht erfüllen können und geht im Zuge der Auswirkungen der konjunkturellen Abwärtsbewegung von einem deutlich rückläufigen Umsatz aus. Zuletzt hatte der Konzern für das laufende Fiskaljahr ein EPS aus dem laufenden Geschäft in Höhe von 1,60 bis 1,80 Dollar in Aussicht gestellt.

Die Aktie des Hypothekenfinanzierers Federal Home Loan Mortgage (Freddie Mac) gewann 1,67 Prozent. Das Unternehmen hat im vierten Quartal einen Nettoverlust von 6,47 Mrd. Dollar erlitten, nach einem Verlust von 23,85 Mrd. Dollar im Vorjahr. Das Vorjahresergebnis hatte dabei unter einem Verlust von 13,3 Mrd. Dollar im Derivategeschäft, Einbußen von 7,2 Mrd. Dollar im Geschäft mit Darlehen sowie Abschreibungen von 7,5 Mrd. Dollar bei Wertpapieren zu leiden. Einschließlich Dividendenzahlungen in Höhe von 1,3 Mrd. Dollar an das US-Finanzministerium, das fast 80 Prozent der Anteile des Unternehmens hält, lag der jüngste Verlust bei rund 7,8 Mrd. Dollar bzw. 2,39 Dollar pro Aktie.

Der Fahrzeugvermieter Hertz Global Holdings hat im vierten Quartal 2009 einen Nettoverlust von 30,9 Mio. Dollar bzw. 0,08 Dollar pro Aktie erzielt, nach einem Verlust von 1,22 Mrd. Dollar bzw. 3,77 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis pro Aktie betrug 0,06 Dollar (Vorjahr: -0,22 Dollar). Der Umsatz verringerte sich um 2,7 Prozent auf 1,74 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,01 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 1,70 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Unternehmensaktie gab 7,79 Prozent nach.

Die Aktie von Toll Brothers gab 0,79 Prozent ab. Im ersten Geschäftsquartal 2009/10 erwirtschaftete der Spezialist für Luxushäuser einen Nettoverlust von 40,8 Mio. Dollar bzw. 0,25 Dollar pro Aktie, nach einem Minus von 88,9 Mio. Dollar bzw. 0,55 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich im Berichtszeitraum indes um 20 Prozent auf 326,7 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 0,35 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 324,9 Mio. Dollar ausgegangen.

R.R. Donnelley & Sons (RR DonnelleySons) hat im vierten Quartal einen Umsatz von 2,58 Mrd. Dollar erzielt, nach 2,80 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 79,5 Mio. Dollar bzw. 0,39 Dollar je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 686,8 Mio. Dollar bzw. 3,35 Dollar je Aktie zu verzeichnen hatte. Vor Einmaleffekten hatte der bereinigte Nettogewinn bei 0,46 Dollar je Aktie gelegen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,43 Dollar bei Umsatzerlösen von 2,51 Mrd. Dollar erwartet. Das Unternehmen kündigte ferner die Übernahme von Bowne & Co. (BowneCo) an. Die Aktien von R.R. Donnelley & Sons sowie Bowne & Co. gewannen 1,32 bzw. rund 60 Prozent.

Die US-Juwelierkette Zale hat im zweiten Geschäftsquartal einen Umsatz von 582 Mio. Dollar erwirtschaftet. Es wurde ferner ein Nettoergebnis von 6,7 Mio. Dollar bzw. 0,21 Dollar je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 31,8 Mio. Dollar bzw. einen Verlust von 1,00 Dollar je Aktie gemeldet hatte. Im Berichtsquartal konnte man vor allem von einer deutlichen Margenverbesserung profitieren, nachdem man die Marketingausgaben drastisch reduziert hatte. Analysten hatten zuvor einen Gewinn von 0,02 Dollar je Aktie sowie einen Umsatz von 587,4 Mio. Dollar erwartet. Die Unternehmensaktie legte 8,59 Prozent zu.

Morgen stehen die Zahlen zu den US-amerikanischen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe für die Vorwoche an. Erwartet werden 425.000 bis 460.000 neue Erstanträge nach zuvor 473.000. Ferner werden die Zahlen zu den US-amerikanischen Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter für Januar 2010 gemeldet. Erwartet wird ein Anstieg der US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im Bereich von 1,5 Prozent im Januar nach 0,3 Prozent im Monat zuvor. (24.02.2010/ac/n/m)

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