New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Dienstag mit negativen Tendenzen aus dem Handel gehen. Nach der gestrigen Aufholjagd herrschte heute angesichts von Gewinnmitnahmen und einer drohenden Weltrezession wieder etwas Zurückhaltung vor.
Der Dow Jones verlor am Ende 0,82 Prozent auf 9.310,99 Punkte, der S&P 500 gab 0,53 Prozent auf 998,01 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 3,54 Prozent auf 1.779,01 Punkte.
Finanzwerte standen dabei abermals im Mittelpunkt. Nach dem Vorbild einiger europäischer Staaten wird sich die US-Regierung an einigen bedeutenden Kreditinstituten des Landes beteiligen, um die Auswirkungen der Finanzkrise besser abfedern zu können. Laut US-Präsident George W. Bush will man sich mit 250 Mrd. Dollar in der Branche einkaufen. Presseberichten zufolge hätten sich einige der Kreditinstitute wenig erfreut über die staatliche Einmischung gezeigt, jedoch habe Finanzminister Henry Paulson in einem Meeting am Montagabend auf eine Beteiligung der US-Regierung bestanden und sich schließlich damit durchgesetzt. Auf dem Parkett kam der Plan offensichtlich gut an. Unter anderem gewannen Goldman Sachs rund 11 Prozent, Morgan Stanley knapp 21 Prozent, die Bank of America annähernd 16 Prozent und die Citigroup knapp 18 Prozent.
Der Mischkonzern Johnson & Johnson konnte im dritten Quartal dank der starken Absatzentwicklung im Auslandsgeschäft einen Umsatz- und Ergebnisanstieg vorweisen. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei recht deutlich übertroffen. Für das laufende Fiskaljahr wurden außerdem die Ergebnisprognosen angehoben. Die Aktie gewann in Reaktion auf das Zahlenwerk mehr als 2 Prozent.
Anteilsscheine von PepsiCo brachen hingegen um fast 12 Prozent ein. Der zweitgrößte Softdrink-Konzern der Welt meldete zuvor, dass sein Gewinn im dritten Quartal um rund 10 Prozent gesunken ist, wobei die Erwartungen auf bereinigter Basis verfehlt wurden.
Titel der Supermarktkette SUPERVALU legen trotz enttäuschender Quartalszahlen über 5 Prozent zu. Das Unternehmen verbuchte im zweiten Quartal einen leichten Umsatzanstieg, musste jedoch einen Ergebnisrückgang hinnehmen. Dabei verwies der Konzern auf die anhaltend schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen.
Papiere des Anlagen- und Maschinenbaukonzerns Ingersoll-Rand büßten angesichts einer Gewinnwarnung fast 5 Prozent. Er hat seine Ergebnisprognosen für das dritte Quartal und das Gesamtjahr gesenkt, was auf schwächere Märkte in Nordamerika und Westeuropa zurückgeführt wird.
Der ehemalige Chef der American International Group, Maurice R. Greenberg, wird Angaben der "Financial Times" zufolge demnächst einen alternativen Plan zur Rettung des schwer angeschlagenen US-Versicherungskonzerns vorlegen. Die AIG-Aktie gewann dagegen fast 9 Prozent. (14.10.2008/ac/n/m)