New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die wichtigsten US-Indizes gestern erhebliche Zugewinne verzeichnen konnten, konnte auch am Dienstag ein Kursplus verzeichnet werden. Nach anfänglichen Gewinnmitnahmen und schwachen Konjunkturdaten sorgte die Hoffnung auf QE3 für gute Laune. Zuvor hatten die Fed-Minutes gezeigt, dass bei der letzten Notenbanksitzung noch keine Einigung erzielt werden konnte. Dennoch keimte am Markt die Hoffnung auf, dass bei der nächsten Sitzung doch ein entsprechendes Anleihenaufkaufprogramm beschlossen werden könnte. Der Dow Jones verbesserte sich um 0,18 Prozent auf 11.559,95 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,55 Prozent auf 2.576,11 Punkte zulegte. Der S&P 500 gewann am Ende 0,23 Prozent auf 1.212,92 Punkte.
Die Immobilienpreise in den USA sind im Juni 2011 gegenüber dem Vormonat angestiegen. Wie aus dem heute veröffentlichten S&P Case/Shiller Homeprice-Index hervorgeht, kletterten die Häuserpreise im Berichtsmonat in den wichtigsten 20 Städten gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent, nach einem Plus von 1,0 Prozent im Mai. Dabei hat sich das Preisniveau in 19 der 20 Städte im Vormonatsvergleich verbessert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde im Berichtszeitraum ein Rückgang der Häuserpreise um 4,5 Prozent ausgewiesen. Das US-Verbrauchervertrauen des Conference Board hat sich im August 2011 verschlechtert. Demnach schrumpfte der entsprechende Index auf 44,5 Punkte, nach revidiert 59,2 (vorläufig: 59,5) Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 52,0 Punkten erwartet.
Auch heute haben die Anleger wieder ein paar Quartalsausweise zu verdauen. Winn-Dixie Stores (Winn Dixie Stores) verschlechterten sich um 2 Prozent, nachdem die Supermarktkette am Montag nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal gemeldet hatte. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,62 Mrd. US-Dollar unter dem Vorjahreswert von 1,68 Mrd. US-Dollar. Bei den vergleichbaren Umsatzerlösen wurde bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, ein Anstieg von 3,2 Prozent verzeichnet. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Rückgang auf 7,30 Mio. US-Dollar bzw. 13 Cents je Aktie ausgewiesen, nach 13,80 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag mit 10 Cents je Aktie unter dem Vorjahreswert von 29 Cents. Unter anderem hatte der Konzern im Berichtszeitraum unter dem harten Wettbewerbsumfeld zu leiden gehabt.
Im Zentrum des Interesses der Investoren standen ferner heute die Zahlen von Barnes & Noble (BarnesNoble). Der Buchhändler konnte den Verlust im ersten Quartal verringern. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,42 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 1,40 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Verlust von 56,6 Mio. US-Dollar bzw. 99 Cents je Aktie ausgewiesen, nach zuvor 62,5 Mio. US-Dollar. Ohne die Berücksichtigung von steuerlichen Effekten lag der bereinigte Verlust je Aktie im Berichtszeitraum bei 94 Cents je Aktie. Wie der Konzern weiter ausführte, erwartet man für das laufende Fiskaljahr einen Verlust von 10 bis 50 Cents je Aktie. Der Titel schoss um knapp 15 Prozent nach oben.
Für Dollar General ging es nach den heutigen Zweitquartalszahlen um 5,8 Prozent nach oben. So lag der Umsatz des Einzelhändlers mit 3,58 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 3,21 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 146,0 Mio. US-Dollar bzw. 42 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 141,2 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde beim bereinigten Ergebnis ein Gewinn von 52 Cents je Aktie erreicht, nach zuvor 42 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 49 Cents bei Umsatzerlösen von 3,52 Mrd. US-Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern ein bereinigtes EPS von 2,22 bis 2,30 US-Dollar, nachdem man hier zuletzt ein EPS von 2,20 bis 2,30 US-Dollar in Aussicht gestellt hatte. Für das laufende Fiskaljahr gehen Marktbeobachter von einem EPS von 2,26 US-Dollar aus.
Der Ölgigant Exxon Mobil hat mit dem russischen Ölkonzern Rosneft eine strategische Allianz geschlossen. Dabei werden beide Konzerne im Zuge der Vereinbarung künftig gemeinsam bei Explorationsprojekten in Russland und den USA zusammenarbeiten. Unter anderem werden beide Konzerne weitere Explorationsprojekte bei Öl und Erdgas in den East Prinovozemelskiy-Blöcken 1, 2 und 3 in der Kara See und dem Tuapse Lizenz-Block im Schwarzen Meer vorantreiben und in diesem Zusammenhang rund 3,2 Mrd. US-Dollar investieren. Im Zuge des Abkommens hat Rosneft die Möglichkeit, sich an verschiedenen Öl- und Erdgasprojekten in den Vereinigten Staaten, unter anderem im Golf von Mexiko und in Texas, sowie in anderen Ländern zu beteiligen. Die Aktie von Exxon Mobil verlor 0,3 Prozent.
Eine Nachricht gab es auch von der Akquisitionsfront. Peabody Energy und der in Luxemburg ansässige Stahlkocher ArcelorMittal haben sich mit dem Board des australischen Kohleproduzenten Macarthur Coal auf die Bedingungen für die geplante Übernahme geeinigt. So hat man sich mit dem Board von Macarthur Coal auf eine Barübernahme aller ausstehenden Aktien verständigt. Dabei sollen die Aktionäre des australischen Kohleproduzenten 16 Australische Dollar je Aktie erhalten. Insgesamt wird das Unternehmen damit mit etwa 4,8 Mrd. Australische Dollar bewertet. Die Aktie von Peabody Energy notierte leicht im Plus. (30.08.2011/ac/n/m)