New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten am Mittwoch mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel gehen. Im Fokus standen angesichts fehlender Konjunkturdaten Berichte um weitere Finanzhilfen durch die Obama-Administration. Für gute Laune sorgten vor allem Quartalszahlen, allen voran IBM.
Der Dow Jones gewann am Ende 3,51 Prozent auf 8.228,10 Punkte, der S&P 500 legte 4,35 Prozent auf 840,24 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Plus von 4,60 Prozent auf 1.507,07 Punkte.
Der Technologiekonzern IBM hat am Vorabend seine Ergebnisse für das vierte Quartal auf den Tisch gelegt. Der Umsatz sank um gut 6 Prozent und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Dagegen konnte der Gewinn unerwartet deutlich um 12 Prozent gesteigert werden. Daneben lieferte der Konzern einen positiven Ausblick. Die Anleger honorierten das Zahlenwerk mit einem Plus von 11,5 Prozent.
Der Mischkonzern United Technologies hat im vierten Quartal trotz der schlechten konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Ergebnisanstieg verbucht und seinen Ausblick bekräftigt. Dem ungeachtet verlor der Wert 0,2 Prozent.
Im Finanzsektor ging es weiterhin hoch her. Die Bank of New York Mellon meldete am Vorabend, dass ihr Gewinn im abgelaufenen Quartal um fast 95 Prozent eingebrochen ist. Im jüngsten Ergebnis sind dabei hohe Sonderbelastungen enthalten. Der Titel rückte um über 22 Prozent vor.
Die U.S. Bancorp, die sechstgrößte Bankgesellschaft in den USA, musste im abgelaufenen Quartal einen unerwartet heftigen Ergebnisrückgang hinnehmen. Am Ende ging es hier fast 5 Prozent nach oben. Titel des Kreditinstituts Northern Trust, das im vierten Quartal ein unerwartet kräftiges Gewinnwachstum vorweisen konnte, zogen daneben um fast 31 Prozent an.
Die Aktie der Bank of America konnte heute rund 31 Prozent zulegen. Zuvor hatte das Management eine große Zahl an Aktien erworben. CEO Ken Lewis allein hat 200.000 Aktien erworben.
Bei Papieren von UAL war indes ein Abschlag von rund 6 Prozent auszumachen. Die Muttergesellschaft der zweitgrößten US-Fluglinie United Air Lines meldete zuvor, dass sie im vierten Quartal einen milliardenschweren Verlust erwirtschaftet hat. Wie der Konzern weiter mitteilte, wird er seine Belegschaft bis Ende 2009 um weitere rund 1.000 Mitarbeiter reduzieren.
Anteilsscheine von AMR brachen um fast 24 Prozent ein. Die Muttergesellschaft der Fluglinie American Airlines hat ihren Verlust im vierten Quartal ausgeweitet, auf bereinigter Ebene die Erwartungen jedoch erfüllen können. Die Umsatzentwicklung hat allerdings enttäuscht.
Daneben teilte der angeschlagene Automobilkonzern GM mit, dass sein Absatz im vierten Quartal deutlich zurückgegangen ist. Demnach sanken die Verkäufe im Schlussquartal um 26,2 Prozent. Der Wert legte ein knappes Prozent zu. (21.01.2009/ac/n/m)