New York (aktiencheck.de AG) - Nach einem starken Start mussten die US-Börsen heute einen Teil ihrer Gewinne wieder abgeben. Der Dow Jones legte zuletzt 0,65 Prozent auf 10.927,07 Punkte zu. Der Nasdaq Composite gewann 0,19 Prozent auf 2.402,58 Zähler, und der S&P 500 zog um 0,74 Prozent auf 1.178,10 Punkte an.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 27. März 2010 weiter verbessert. Laut US-Arbeitsministerium am Donnerstag verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 6.000 auf 439.000, während Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 440.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 442.000 auf 445.000 nach oben korrigiert. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt schrumpfte um 6.750 auf 447.250 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung. Die Bauausgaben in den USA sind unterdessen im Februar 2010 gefallen. Dies teilte das US-Handelsministerium in Washington mit. Demnach reduzierten sich die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang um 1,0 Prozent prognostiziert. Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA haben sich im März verbessert. Wie das Institut for Supply Management mitteilte, stieg der ISM-Index von 56,5 Zählern im Vormonat auf nun 59,6 Zähler. Damit wurde der höchste Wert seit Juli 2004 erreicht. Volkswirte waren von einem Wert von 57,0 Punkten ausgegangen.
Der Anteilschein von Boeing (The Boeing) legte ein halbes Prozent zu. Der Flugzeughersteller geht im Zuge der jüngst verabschiedeten US-Gesundheitsreform von Einmalbelastungen für das erste Quartal aus. So erwartet man für das erste Quartal Einmalbelastungen in Höhe von 150 Mio. Dollar bzw. 20 Cents je Aktie. In diesem Zusammenhang verwies Boeing auf die steuerliche Nicht-Abzugsfähigkeit von Rabatten bei verschreibungspflichtigen Medikamenten an Pensionäre ab dem Jahr 2013. Dafür müssen schon jetzt Vorsorge in der Bilanz gebildet werden. Wie der Konzern weiter bekannt gab, hat die australische Fluggesellschaft Virgin Blue insgesamt bis zu 105 Maschinen vom Typ 737 bestellt. Finanzielle Einzelheiten des Auftrags wurden nicht veröffentlicht.
Der Automobilkonzern Ford Motor konnte im ersten Quartal einen deutlichen Absatzanstieg in China verzeichnen. Wie der Konzern verkündete, wurden im Berichtszeitraum 153.362 Fahrzeuge abgesetzt, was einem Plus von 84 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Außerdem hat der Konzern seine US-Absatzzahlen für den Monat März veröffentlicht. So wurden im März 2010 insgesamt 183.783 Fahrzeuge in den USA abgesetzt. Damit lag das Absatzvolumen 39,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Papier klettert hieraufhin ein halbes Prozent nach oben. Der Autobauer General Motors (GM) - Motors Liquidation - konnte derweil im Monat März den US-Absatz gegenüber dem Vorjahr um 20,6 Prozent auf 188.546 Fahrzeuge steigern. Die Aktie von GM gab 1 Prozent ab.
Der IT-Dienstleister Computer Sciences hat seine Gesamtjahresprognose erhöht. Wie der Konzern mitteilte, rechnet er nun für das Geschäftsjahr 2009/10 mit einem Ergebnis je Aktie im Bereich von 5,05 Dollar bis 5,15 Dollar. Zuvor hatte Computer Sciences ein EPS von 4,80 Dollar bis 5,00 Dollar in Aussicht gestellt. Der Gesamtjahresumsatz wird indes unverändert bei 16 Mrd. Dollar bis 16,5 Mrd. Dollar gesehen. Das Papier von Computer Sciences gab um 0,4 Prozent nach.
Die Aktie der Borders Group schnellte um fast 50 Prozent in die Höhe. Der zweitgrößte Buchhändler in den USA verbuchte im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg und konnte damit die Analystenschätzungen übertreffen. Die Umsatzerlöse lagen mit 946,5 Mio. Dollar zwar unter dem Vorjahreswert von 1,09 Mrd. Dollar. Dank deutlich rückläufiger Kosten und einer geringeren Steuerbelastung verbesserte sich der Nettogewinn jedoch auf 59,9 Mio. Dollar bzw. 91 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 29,6 Mio. Dollar bzw. 49 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,00 Dollar sowie einen Umsatz von 933,3 Mio. Dollar erwartet.
Der Gebrauchtwagenhändler CarMax konnte im vierten Geschäftsquartal dank einer steigenden Nachfrage ein kräftiges Gewinnwachstum erzielen. Unternehmensangaben zufolge erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 24,5 Prozent auf 1,83 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn kletterte von 37,5 Mio. Dollar bzw. 17 Cents je Aktie auf 75,4 Mio. Dollar bzw. 33 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor nur lediglich ein EPS von 25 Cents sowie einen Umsatz von 1,76 Mrd. Dollar erwartet. Die CarMax konnte nach Zahlen über 3 Prozent hinzugewinnen.
(01.04.2010/ac/n/m)