New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street musste am Dienstag deutliche Abschläge hinnehmen. Hintergrund sind neben Sorgen vor einer weltweiten Konjunkturdelle vor allem schwache Daten aus dem Immobiliensektor. Der Dow Jones Industrial Average verlor 1,32 1,03 Prozent auf 10.040,45 Zähler. Für den S&P 500 ging es um 1,45 Prozent nach unten auf 1.051,87 Stellen. Der NASDAQ Composite kam um 1,66 Prozent zurück auf 2.123,76 Punkte.
Die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe bestehender Häuser hat sich im Juli 2010 laut NAR deutlich verringert. Demnach ist die Zahl gegenüber dem Vormonat um 27,2 Prozent auf 3,83 Millionen gesunken, während Volkswirte einen Wert von 4,72 Millionen erwartet hatten. Für den Vormonat war eine Zahl von revidiert 5,26 Millionen (vorläufig: 5,37 Millionen) ausgewiesen worden. Gegenüber dem Vorjahreswert von 5,14 Millionen wurde im Berichtsmonat ein Minus von 25,5 Prozent ermittelt.
Um den kanadischen Düngemittelhersteller Potash könnte möglicherweise eine Übernahmeschlacht entbrennen. Presseangaben zufolge prüft auch der britisch-australische Minenkonzern Rio Tinto gemeinsam mit einem chinesischen Konzern ein Übernahmeangebot für Potash. Am Montag hatten die Kanadier erneut die feindliche Übernahmeofferte von BHP Billiton in Höhe von 130 US-Dollar je Aktie als unzureichend zurückgewiesen und erklärt, dass man sich in Verhandlungen mit anderen Kaufinteressenten befinde. Als mögliche Kandidaten für ein Übernahmeangebot im Rahmen eines Konsortiums kommen dem Artikel zufolge auch der kanadische Düngemittelkonzern Agrium , der US-Wettbewerber Mosaic (The Mosaic) sowie der Saatgut- und Agrarchemiekonzern Monsanto in Betracht. Die Aktie von Potash gab 0,7 Prozent ab. Agrium verloren gut 3,9 Prozent. Mosaic und Monsanto büßten 2,8 bzw. 2,4 Prozent ein.
Die Schnellrestaurantkette Burger King musste das vierte Geschäftsquartal infolge sinkender Umsätze und steigender Kosten für Zutaten mit einem Ergebnisrückgang abschließen. Wie der Konzern bekannt gab, sanken die Erlöse leicht auf 623 Mio. Dollar. Bei den vergleichbaren Filialumsätzen wurde aufgrund einer schwachen Entwicklung in Kanada und den USA ein Rückgang um 0,7 Prozent ausgewiesen. Das Nettoergebnis schrumpfte von 58,9 Mio. Dollar bzw. 43 Cents je Aktie auf nun 49 Mio. Dollar bzw. 36 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 34 Cents sowie einen Umsatz von 635,2 Mio. Dollar erwartet. Die Aktie von Burger King gewann 1,7 Prozent hinzu.
Der Medizintechnikhersteller Medtronic konnte im ersten Fiskalquartal einen deutlichen Gewinnanstieg ausweisen. Die Umsatzerlöse sanken aufgrund des schwachen Gesundheitsmarkts um 4 Prozent auf 3,77 Mrd. Dollar. Das Nettoergebnis kletterte indes um 87 Prozent auf 830 Mio. Dollar bzw. 76 Cents je Aktie. Das Vorjahresergebnis war dabei durch Restrukturierungskosten und Rechtsstreitigkeiten belastet worden. Bereinigt um Sondereffekte belief sich das EPS im Berichtszeitraum auf 80 Cents, während Analysten zuvor 81 Cents je Aktie bei Umsätzen von 3,95 Mrd. Dollar erwartet hatten. Medtronic brachen angesichts eines äußerst schwachen Ausblicks um fast 11 Prozent ein.
Wie der Einzelhändler Big Lots erklärte, konnte er seinen Umsatz im zweiten Quartal leicht auf 1,14 Mrd. Dollar steigern. Beim Nettoergebnis wurde ein Anstieg auf 38,9 Mio. Dollar bzw. 48 Cents je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 28,4 Mio. Dollar bzw. 34 Cents erzielt hatte. Analysten hatten ein EPS von 47 Cents bei Umsatzerlösen von 1,15 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr hat der Konzern seinen Ausblick angehoben. Big Lots verloren dennoch fast 3 Prozent. Barnes & Noble (BarnesNoble), der größte Buchhändler der Welt, gab bekannt, dass man im ersten Quartal einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn ausweisen musste, was auf einen Rückgang der vergleichbaren Umsätze bei den gleichnamigen Filialen sowie auf Kosten für die Entwicklung des NOOK eBook Reader zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis verfehlt. Der Wert sackte mit zusätzlichem Blick auf den gesenkten Ausblick um 2,3 Prozent ab. (24.08.2010/ac/n/m)