New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen konnten ihre anfänglichen Verluste im Tagesverlauf wettmachen und gingen mit grünen Vorzeichen in den Feierabend. Der Dow Jones gewann 0,28 Prozent auf 11.723,57 Punkte hinzu, während der NASDAQ Composite 0,78 Prozent auf 2.702,20 Punkte zulegte. Der S&P 500 notierte 0,51 Prozent fester bei 1.276,62 Zählern.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 31. Dezember 2010 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 2,3 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 3,9 Prozent ausgewiesen worden. Im Einzelnen kletterte der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 3,9 Prozent, wogegen der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 0,8 Prozent nachgab. Ferner hat sich die US-Beschäftigung nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im Dezember 2010 erhöht. So stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 297.000. Hierbei wuchs die Zahl um 27.000 im Produzierenden Gewerbe und kletterte um 270.000 im Dienstleistungsbereich. Für November war ein revidierter Anstieg um 92.000 (vorläufig: 93.000) ermittelt worden. Schließlich haben sich die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors im Dezember 2010 nach Angaben des Institut for Supply Management (ISM) zum Vormonat stärker entwickelt. So kletterte der ISM-Service-Index auf 57,1 Zähler, nach 55,0 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 55,7 Punkte prognostiziert.
Zahlen gab es heute von der Einzelhandelskette Family Dollar Stores . So wuchs der Gesamtumsatz im ersten Geschäftsquartal um 9,5 Prozent auf 2,00 Mrd. Dollar. Dabei kletterten die Same-store Sales um 6,9 Prozent. Der Nettogewinn verbesserte sich um 9,9 Prozent auf 74,3 Mio. Dollar bzw. 58 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 61 Cents sowie einen Umsatz von 1,98 Mrd. Dollar erwartet. Die Aktie brach um 8,6 Prozent ein. Indes konnte die Drugstore-Kette Walgreen für Dezember 2010 ein Wachstum bei den Same-Store Sales erzielen. So stiegen die vergleichbaren Umsätze um 2,8 Prozent. Analysten waren im Vorfeld von einem Zuwachs um 3,3 Prozent ausgegangen. Der Gesamtumsatz belief sich auf 6,81 Mrd. Dollar, was einer Zunahme um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Der Titel legte 1,3 Prozent zu. Ferner konnte der Großhändler BJ's Wholesale Club (BJ`s Wholesale Club) im Dezember 2010 einen Umsatzanstieg ausweisen. So verbesserten sich die Umsatzerlöse auf Konzernebene im Vorjahresvergleich um 7,3 Prozent auf 1,25 Mrd. Dollar. Die vergleichbaren Umsatzerlöse bei Filialen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, kletterten um 3,8 Prozent. Analysten hatten allerdings mit einem Plus von 4,4 Prozent gerechnet. Zudem kündigte der Konzern an, fünf Filialen zu schließen sowie die Verwaltung und bestimmte Geschäftsbereiche zu restrukturieren. Hierdurch werde das Ergebnis im vierten Quartal (per 29. Januar) um 78 bis 82 Cents geschmälert. Der Anteilsschein verlor 2,1 Prozent an Wert.
Des Weiteren gibt es heute auch Passagierzahlen für Dezember von US Airways (US Airways Group). Die Fluggesellschaft konnte die Zahl der verkauften Sitzmeilen gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,7 Prozent auf 4,74 Milliarden steigern. Die Zahl der angebotenen Sitzmeilen erhöhte sich um 3,7 Prozent auf 5,87 Milliarden. Der Sitzladefaktor zog im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,5 Prozentpunkte auf 80,8 Prozent an. Ferner stieg die Zahl der beförderten Passagiere um 6,6 Prozent auf 4,28 Millionen. Das Papier konnte 5,1 Prozent zulegen.
Der Spezialist für Mobilfunktechnologie Qualcomm (QUALCOMM) plant die Übernahme seines Wettbewerbers Atheros Communications . Wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten, bietet Qualcomm rund 3,1 Mrd. Dollar bzw. 45 Dollar je Atheros-Aktie. Die Qualcomm-Aktie gewann 2,3 Prozent hinzu, das Atheros-Papier zeigte sich 1,2 Prozent stärker.
Der Tabakkonzern Philip Morris gab bekannt, dass er nicht länger versuchen wird, den kolumbianischen Zigarettenhersteller Productora Tabacalera (Protabaco) zu übernehmen. Philip Morris begründet diesen Schritt damit, dass sich Protabaco nicht an die Vorgaben der Behörden halten wollte. Philip Morris hatte insgesamt 452 Mio. Dollar für das private Unternehmen geboten. Die Aktien gaben 0,3 Prozent ab. (05.01.2011/ac/n/m)