New York (aktiencheck.de AG) - Nach unterschiedlichen Vorzeichen im Tagesverlauf präsentierten sich die US-Börsen auch zum Handelsschluss uneinheitlich. Der Dow Jones verlor 0,22 Prozent auf 11.697,31 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,28 Prozent auf 2.709,89 Punkte zulegte. Der S&P 500 notierte bei 1.273,85 Punkten und damit 0,21 Prozent leichter als am Vortag.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 01. Januar 2011 nach Angaben des US-Arbeitsmarktministeriums verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 18.000 auf 409.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 405.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 388.000 auf 391.000 nach oben korrigiert.
Die Europäische Kommission schiebt die Entscheidung über die von Intel geplante Akquisition von McAfee hinaus. Wie die Kommission erklärte, wird sie bis zum 26. Januar eine Entscheidung fällen, während ursprünglich der 12. Januar anvisiert worden war. Zuvor hatte Intel, die den Anbieter von Computersicherheits-Software und -Services für 7,68 Mrd. Dollar übernehmen will, auf kartellrechtliche Bedenken der Kommission reagiert und Zugeständnisse gemacht. Da die U.S. Federal Trade Commission die Übernahme bereits abgesegnet hat, hofft Intel, die Transaktion in der ersten Jahreshälfte 2011 abschließen zu können. Während Intel um 0,8 Prozent nachgab, legte McAfee um 1,9 Prozent zu. Zahlen gab es heute von Constellation Brands (Constellation Brand a). Der weltgrößte Weinhersteller konnte seinen Gewinn im dritten Geschäftsquartal (per 30. November) vergrößern und hat den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. So verringerte sich der Umsatz um 2 Prozent auf 966,4 Mio. Dollar. Der Nettogewinn wuchs von 44,1 Mio. Dollar auf nun 139,3 Mio. Dollar bzw. 65 Cents je Aktie. Vor Sondereffekten wurde ein Gewinn bei 66 Cents je Aktie erzielt, während Analysten zuvor nur ein EPS von 62 Cents erwartet hatten. Für das laufende Gesamtjahr stellt Constellation Brands inzwischen ein EPS von 1,80 bis 1,85 (ursprünglich: 1,63 bis 1,78) Dollar in Aussicht. Das Papier verschlechterte sich um 8,3 Prozent.
Der Einzelhandelskonzern J. C. Penney (J C Penney Company) konnte im Dezember 2010 einen Zuwachs bei den Same-Store Sales erzielen. So sind die vergleichbaren Umsätze um 3,7 Prozent gestiegen. Analysten waren im Vorfeld lediglich von einer Zunahme der Same-Store Sales um 3,3 Prozent ausgegangen. Der Gesamtumsatz in den fünf Wochen zum 01. Januar 2011 erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 2,96 Mrd. Dollar. Die Aktie verbilligte sich um 1,5 Prozent. Gap musste hingegen im Dezember 2010 einen Rückgang der vergleichbaren Umsätze ausweisen. So sind die Same-Store Sales der Bekleidungskette um 3,0 Prozent gefallen. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Anstieg um 2,6 Prozent gerechnet. Der Gesamtumsatz des Konzerns in den fünf Wochen zum 01. Januar 2011 blieb mit 2,0 Mrd. Dollar im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der Anteilsschein gab 6,9 Prozent nach. Im Gegensatz hierzu sind die vergleichbaren Umsätze des Einzelhandelskonzerns Saks im Dezember 2010 deutlich angewachsen. Demnach kletterten die Same-Store Sales um 11,8 Prozent, während Analysten im Vorfeld nur von einem Zuwachs um 3,9 Prozent ausgegangen waren. Das Papier legte 4,4 Prozent zu. Schließlich konnte die Bekleidungskette TJX Cos. (TJX Cos) ihre vergleichbaren Umsätze im Dezember 2010 überraschend steigern und hob zudem die Ergebnisprognose an. Für das vierte Quartal prognostiziert der Konzern nun ein EPS-Ergebnis von 0,97 bis 1,01 Dollar (zuvor: 89 bis 94 Cents). Analysten sehen hier ein EPS-Ergebnis von 93 Cents. Der Anteilsschein verteuerte sich um 5,8 Prozent.
Zahlen gibt es heute auch vom Möbelhändler Pier 1 Imports . Der Konzern konnte seine Same Store Sales im Dezember 2010 dank einer wachsenden Nachfrage deutlich steigern. So lagen die vergleichbaren Filialumsätzen bei Niederlassungen, die mehr als ein Jahr geöffnet waren, in den fünf Wochen bis zum 01. Januar 2010 um 10,3 Prozent über dem Vorjahreswert, nach einem Plus von 8,6 Prozent im Dezember 2009. Für das vierte Quartal geht der Konzern inzwischen von einer Handels-Marge von mindestens 57,5 Prozent aus, während zuvor nur 57,0 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. Der Titel verbesserte sich um 1,2 Prozent. Kohl`s meldete unterdessen ein Umsatzwachstum für Dezember. Demnach stieg der Gesamtumsatz in den fünf Wochen bis zum 1. Januar 2010 um 5,9 Prozent auf 3,19 Mrd. Dollar. Die Same-Store Sales zeigten eine Verbesserung von 3,9 Prozent. Die Aktie verlor 3,4 Prozent. (06.01.2011/ac/n/m)