New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street zeigte sich am Dienstag kaum verändert. Im Zentrum des Interesses der Investoren standen vor allem die Quartalszahlen. Das gute Verbrauchervertrauen wurde dagegen kaum wahrgenommen. Der Dow Jones verlor 0,03 Prozent auf 11.977,19 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,06 Prozent auf 2.719,25 Punkte zulegte. Der S&P 500 verteuerte sich um 0,03 Prozent auf 1.291,18 Punkte.
Die Immobilienpreise in den USA sind im November 2010 gegenüber dem Vormonat gesunken. Wie aus dem heute veröffentlichten S&P Case/Shiller Homeprice-Index hervorgeht, reduzierten sich die Häuserpreise in den wichtigsten 20 Städten gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent. Insgesamt hat sich den Angaben zufolge das Preisniveau gegenüber dem Vormonat in 19 der 20 Städte reduziert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde im Berichtzeitraum ein Rückgang der Häuserpreise um 1,6 Prozent ausgewiesen. Das US-Verbrauchervertrauen hat sich laut Conference Board im Januar 2011 verbessert. Demnach kletterte der entsprechende Index auf 60,6 Punkte, nach revidiert 53,3 Punkten (vorläufig: 52,5 Punkte) im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 53,5 Punkten erwartet.
Bereits gestern Abend warteten die Anleger gespannt auf die Quartalsausweise von American Express, Texas Instruments und Amgen. American Express verzeichnete im vierten Quartal 2010 einen Anstieg des Nettogewinns auf 1,1 Mrd. Dollar bzw. 88 Cents je Aktie. Im Vorjahr waren noch 716 Mio. Dollar erwirtschaftet worden. Dieses Ergebnis beinhaltet bereits angekündigte Abgaben in Höhe von 113 Mio. Dollar. Exklusive dieser Kosten lag das angepasste verwässerte EPS bei 94 Cents. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von durchschnittlich 94 Cents erwartet. Die Aktie gab um 2,2 Prozent nach. Ferner hat auch der Halbleiterhersteller Texas Instruments gestern nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2010 bekannt gegeben. So wurde ein Umsatz von 3,53 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Im Vorjahr hatte der Umsatz noch 3,01 Mrd. Dollar betragen. Der Nettogewinn belief sich auf 942 Mio. Dollar bzw. 78 Cents je Aktie, nach 655 Mio. Dollar im vierten Quartal 2009. Analysten hatten im Vorfeld mit einem EPS von 63 Cents bei einem Umsatz von 3,50 Mrd. Dollar gerechnet. Das Papier verbilligte sich um 1,9 Prozent. Des Weiteren verzeichnete der Biotech-Konzern Amgen im vierten Quartal 2010 einen Gewinnanstieg. Das Nettoergebnis belief sich auf 1,02 Mrd. Dollar bzw. 1,08 Dollar je Aktie. Im Vorjahr hatten hier noch 931 Mio. Dollar zu Buche gestanden. Das bereinigte EPS wurde auf 1,17 Dollar beziffert. Analysten hatten im Vorfeld ein Ergebnis von 1,10 Dollar je Aktie prognostiziert. Der Titel verlor 0,2 Prozent an Wert. Schließlich konnte CSX den Gewinn im vierten Quartal deutlich steigern, womit die Erwartungen übertroffen wurden. Dabei profitierte man von steigenden Autotransporten und einer Kostenkontrolle. Für das laufende Geschäftsjahr wird zudem ein Rekordergebnis in Aussicht gestellt. Der Anteilsschein legte um 3,8 Prozent zu.
Heute gab es dann ebenfalls zahlreiche weitere Quartalsausweise. DuPont (E I DuPont de Nemours and) meldete, dass man im vierten Quartal trotz eines klaren Umsatzanstiegs einen geringeren Gewinn erzielt hat. Zurückzuführen war dies auf Sonderbelastungen. Auf bereinigter Basis konnten die Erwartungen jedoch geschlagen werden. Zudem wurde der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Die Aktie legte 0,3 Prozent zu. Baker Hughes legten indes um 6,5 Prozent zu. Der Ölfeld-Servicedienstleister konnte im vierten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten. Der Speicher- und Technologiekonzern EMC konnte seinen Gewinn im vierten Quartal ebenfalls deutlich steigern, was mit einem Rekordumsatz als Folge einer starken Kundennachfrage zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Der Titel gewann 2,4 Prozent an Wert. 3M gaben um 2,0 Prozent nach. Der Mischkonzern musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Im Anschluss wurde die Prognose für das laufende Fiskaljahr jedoch angehoben. Der Mischkonzern Johnson & Johnson (JohnsonJohnson) musste allerdings im vierten Quartal 2010 infolge mehrerer Rückrufaktionen einen geringeren Gewinn ausweisen. Der Titel verlor 1,8 Prozent an Wert.
Am Ende doch noch positiv aufgenommen wurden die Zahlen von U.S. Steel (United States Steel). Der Stahlkonzern konnte den Verlust im vierten Quartal reduzieren. Die Aktie verteuerte sich nach zwischenzeitlichen Verlusten um 5,3 Prozent. Derweil hat auch der Stahlkocher AK Steel Holding im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet. Zurückzuführen war dies neben Sonderbelastungen vor allem auf gestiegene Rohstoffkosten und die schwache wirtschaftliche Erholung. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch geschlagen. Der Titel rückte um 7,7 Prozent vor. Peabody Energy legten um 2,0 Prozent zu. Der Kohleproduzent konnte seinen Gewinn im vierten Quartal mehr als verdoppeln. Die Erwartungen wurden deutlich geschlagen.
Verizon (Verizon Communications) konnte den Gewinn im vierten Quartal trotz eines leichten Umsatzrückgangs mehr als vervierfachen. Zurückzuführen war dies auf positive Einmaleffekte im Berichtszeitraum und Sonderbelastungen im Vorjahr. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis allerdings verfehlt. Der Anteilsschein der Telefongesellschaft gewann 1,6 Prozent an Wert. Der Haushaltswarenhersteller Kimberly-Clark konnte im vierten Quartal 2010 trotz kaum veränderter Gewinne die Erwartungen schlagen. Zudem kündigte der Konzern eine Erhöhung der Quartalsdividende von 66 Cents auf 70 Cents an. Daneben wurde ein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Mrd. Dollar bekannt gegeben. Außerdem will Kimberly-Clark im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms sechs Werke schließen. Die Aktie gewann in der Folge 2,6 Prozent.
Der Versicherungskonzern Travelers Cos. (Travelers Companies) musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Aktie legte um 1,1 Prozent zu. Der Vermögensverwalter BlackRock konnte im vierten Quartal mit einem deutlichen Gewinnplus aufwarten und die Analystenerwartungen übertreffen. Das Papier gab um 1,1 Prozent nach.
Harley-Davidson (Harley-Davidson) verteuerten sich um 8,1 Prozent. Der Motorradhersteller konnte im vierten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisanstieg aufwarten. Sherwin-Williams legten um 3,4 Prozent zu. Der größte Farbenhersteller in den USA wies im vierten Quartal 2010 bei steigenden Umsätzen einen höheren Gewinn aus. Massiv unter Druck gerieten die Papiere von Tellabs . Der Telekommunikationsausrüster musste im vierten Quartal einen Verlust ausweisen und verfehlte die Analystenerwartungen. Die Aktie brach um über 19 Prozent ein. Corning verteuerten sich um 8,0 Prozent. Der Technologiekonzern hat im vierten Quartal einen kräftigen Umsatz- und Ergebniszuwachs erzielt.
Im Blick stehen zudem heute auch die Aktien der News Corp. (News a). Dem Medienkonzern könnte Presseberichten zufolge eine eingehende Prüfung der britischen Wettbewerbsaufseher für seine angestrebte Übernahme des Satellitenfernsehanbieters BSkyB (British Sky Broadcasting Group) ins Haus stehen. Der Anteilsschein der News Corp. verschlechterte sich um 0,8 Prozent. (25.01.2011/ac/n/m)