New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Freitag mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel gehen. Im Fokus standen dabei die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser. Zudem hielten sich viele Anleger vor dem langen Wochenende zurück. Am kommenden Montag bleiben die US-Börsen aufgrund des Feiertages "Memorial Day" geschlossen.
Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Eigenheime ist nach Angaben der National Association of Realtors (NAR) im April 2008 weiter geschrumpft. So reduzierte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 1 Prozent auf 4,89 Millionen. Volkswirte hatten mit einem stärkeren Rückgang auf 4,85 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im Februar auf revidiert 4,94 (vorläufig: 4,93) Millionen belaufen hatte. (23.05.2008/ac/n/m)
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 1,16 Prozent bei 12.479,63 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.375,93 Zähler und damit 1,32 Prozent leichter. Der Nasdaq Composite wiederum ging 0,81 Prozent leichter bei 2.444,67 Punkten aus dem Handel.
Die Aktie von Halliburton lag am Ende mit einem Prozent im Minus. Der Ölservicedienstleister will seinen britischen Konkurrenten Expro für rund 1,7 Mrd. Britische Pfund übernehmen. Zuvor hatte Expro bereits einem Übernahmeangebot eines anderen Investorenkonsortiums zugestimmt. Im Handelsverlauf wurde dieses Angebot deutlich erhöht.
Die Bekleidungskette Gap gewährte am Vorabend einen Blick in ihre Bilanzen und konnte dabei durchaus überzeugen. Dennoch gab der Titel knapp 2 Prozent nach.
Anteilsscheine des Software-Herstellers CA lagen nach Zahlen mit rund 3,9 Prozent im Plus. Der Konzern hat im abgelaufenen Quartal wieder einen Gewinn erzielt, allerdings die Erwartungen verfehlt. Dabei schaut der Konzern jedoch überraschend optimistisch in die Zukunft.
Nach einer drastischen Abstufung der Credit Suisse von "outperform" auf "underperform" fielen Papiere von US Airways um fast 20 Prozent zurück. Auch andere Airline-Papiere gaben in diesem Sog deutlich nach.
Die belgische InBev, der größte Brauereikonzern der Welt, plant einem Bericht der "Financial Times" zufolge die Übernahme seines amerikanischen Konkurrenten Anheuser-Busch. Der Zeitung nach plant InBev eine Übernahmeofferte in Höhe von 46 Mrd. Dollar. Die Aktie von Anheuser-Busch gewann bis zum Ende rund 7,6 Prozent. (23.05.2008/ac/n/m)