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12.04.2011 22:21

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Wall Street-Schluss: Kräftige Abschläge, Alcoa nach Zahlen im Fokus

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street musste am Dienstag mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel gehen. Alcoa hatte gestern nach Börsenschluss die Berichtssaison eröffnet und nur zum Teil überzeugt. Der Dow Jones fiel um 0,95 Prozent auf 12.263,58 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,96 Prozent auf 2.744,79 Punkte nachgab. Der S&P 500 verschlechterte sich um 0,78 Prozent auf 1.314,16 Punkte.

Das US-Handelsbilanzdefizit hat sich im Februar 2011 um 2,6 Prozent auf 45,8 Mrd. US-Dollar reduziert, während Volkswirte 45,7 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Im Januar wurde ein Passivsaldo von 47,0 Mrd. US-Dollar verbucht. Hierbei schrumpften die Exporte um 1,4 Prozent auf 165,1 Mrd. US-Dollar. Die Importe gingen um 1,7 Prozent auf 210,9 Mrd. US-Dollar zurück. Indes haben sich die US-Außenhandelspreise im März 2011 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Demnach stiegen die Ausfuhrpreise um 1,5 Prozent, nach einem Plus von 1,4 Prozent im Februar. Bereinigt um Agrargüter lagen die Exportpreise um 1,3 Prozent über dem Vormonatsniveau, während sie im vorangegangenen Monat um 1,0 Prozent zugelegt hatten. Die Einfuhrpreise verzeichneten einen Anstieg um 2,7 Prozent, nach 1,4 Prozent im Februar. Ferner kletterten die um Ölimporte bereinigten Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent, nachdem im Februar ein Plus von 0,5 Prozent ausgewiesen worden war. Das US-Haushaltsdefizit belief sich im März 2011 auf 188 Mrd. US-Dollar, womit den 30. Monat in Folge rote Zahlen ausgewiesen wurden. Das Defizit liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert von rund 65 Mrd. US-Dollar.

Im Blick steht heute der bereits gestern nach Börsenschluss erfolgte Quartalsausweis von Alcoa . Der weltweit größte Aluminiumhersteller hat die Zahlen für das erste Quartal 2011 veröffentlicht und damit den Startschuss für die neue Berichtssaison gegeben. Alcoa verzeichnete hierbei wieder einen Gewinn und konnte die Erwartungen übertreffen. Zudem bekräftigte der Konzern seinen Ausblick. So belief sich der Nettogewinn auf 308 Mio. US-Dollar bzw. 27 Cents je Aktie, nach einem Nettoverlust von 201 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft belief sich auf 28 Cents je Aktie. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Berichtsquartal von 4,89 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf nun 5,96 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 27 Cents je Aktie und Erlöse von 6,07 Mrd. US-Dollar erwartet. Der Titel verbilligte sich um rund 6 Prozent.

Auch heute gab es einen Quartalsausweis. Fastenal verbesserte die Umsatzerlöse im ersten Quartal um 23 Prozent auf 640,6 Mio. US-Dollar. Beim Nettogewinn wurde ein deutlicher Anstieg auf 79,8 Mio. US-Dollar bzw. 54 Cents je Aktie verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 56,0 Mio. US-Dollar ausgewiesen hatte. Analysten hatten zuvor ein EPS von 51 Cents sowie einen Umsatz von 629,0 Mio. US-Dollar erwartet. Die Aktie des Baustoffhändlers gab um 4,4 Prozent nach.

Der US-Autobauer Ford erwartet im Zuge der Erdbebenkatastrophe in Japan mögliche Belastungen für das Konzernergebnis. So sei es bislang in Zusammenhang mit den Auswirkungen der verheerenden Naturkatastrophe in Japan zwar noch zu keinen nennenswerten Lieferengpässen für die Automobilsparte des US-Konzerns gekommen. Für den Zeitraum von Ende April bis Mai diesen Jahres könnte es nach Einschätzung von Ford Motor bei einigen Produktionsniederlassungen bzw. Joint Ventures des Konzerns in der Region Asien/Pazifik zu Lieferengpässen bei verschiedenen Produkten und Komponenten kommen. Die Ford-Aktie gewann dennoch 0,3 Prozent.

Der US-Kreditkartenanbieter MasterCard hat sein Aktienrückkaufprogramm weiter aufgestockt. Demnach hat das Board of Directors den Konzern zum Erwerb weiterer Anteilsscheine im Gesamtwert von bis zu 1 Mrd. US-Dollar ermächtigt. Damit erhöht sich das gesamte Rückkaufvolumen des Konzerns auf insgesamt 2 Mrd. US-Dollar. Die Aktie von MasterCard verlor 1,4 Prozent.

Citigroup (Citigroup) verbesserten sich um 0,4 Prozent. Die Großbank will sich von einem Teil ihrer Beteiligung an dem Finanzdienstleister Primerica trennen. Des Weiteren hat der Halbleiter-Hersteller Infineon (Infineon Technologies) Patentklage gegen seinen US-Konkurrenten Atmel eingereicht. Dabei klagt Infineon auf Schadenersatz und fordert eine dauerhafte Unterlassungs-Verfügung gegen die Verletzung von elf US-Patenten im Besitz von Infineon. Außerdem beantragt man ein Feststellungsurteil zur Nichtverletzung und Unwirksamkeit von drei US-Patenten im Besitz von Atmel. Eine entsprechende Klage wurde beim US-Bezirksgericht in Delaware eingereicht. Die Papiere von Atmel gaben um über 5 Prozent nach.

Die Aktie von Cisco Systems gab um 0,2 Prozent nach, nachdem der Technologiekonzern Restrukturierungen in seiner Konsumelektronik-Sparte angekündigt hat. Extreme Networks brachen schließlich um 14,8 Prozent ein, nachdem der auf Netzwerktechnik für Mobilfunkanbieter spezialisierte Konzern am Montagabend nach Börsenschluss eine enttäuschende Umsatzprognose für das dritte Quartal veröffentlicht hat. So erwartet man für das dritte Quartal einen Umsatz im Bereich von 75,5 bis 76,5 Mio. US-Dollar. Unter anderem machte der Konzern Auftragsverschiebungen einiger Großkunden für die schwächer als erwartete Umsatzentwicklung verantwortlich. Analysten gehen für das laufende Quartal von einem EPS von 6 Cents sowie einem Umsatz von 83,9 Mio. US-Dollar aus. (12.04.2011/ac/n/m)

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