New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Freitag kräftige Abschläge hinnehmen. Im Fokus standen erneut enttäuschende ausgefallene Konjunkturdaten.
Demnach hat sich die Arbeitslosenquote im Dezember auf 7,2 Prozent erhöht. Das ist der höchste Stand seit Januar 1993. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 7,0 Prozent gerechnet. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 524.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten einen etwas deutlicheren Stellenabbau erwartet. Im Gesamtjahr 2008 sank die Beschäftigtenzahl um annähernd 2,6 Millionen. Dies ist der stärkste Rückgang seit 1945.
Der Dow Jones verlor am Ende 1,64 Prozent auf 8.599,18 Punkte, der S&P 500 gab 2,13 Prozent auf 890,35 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 2,81 Prozent auf 1.571,59 Punkte.
Die Aktie von Chevron verlor fast 2 Prozent. Wie der zweitgrößte US-Ölkonzern am Vorabend mitgeteilt hat, rechnet er für das vierte Quartal angesichts der zuletzt erheblich gesunkenen Öl- und Gaspreise mit einem deutlichen Gewinnrückgang. Eine Aufstufung der Großbank JPMorgan spielt heute eine eher untergeordnete Rolle.
Titel der Citigroup büßten fast 6 Prozent ein. Das Finanzinstitut bezifferte sein Engagement beim zusammengebrochenen Petrochemiekonzern LyondellBasell zuletzt auf rund 2 Mrd. Dollar. In diesem Zusammenhang kündigte die Citigroup eine hohe Sonderbelastung an.
Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge nähert sich die Suche des Internet-Medienkonzerns Yahoo! nach einem neuen CEO dem Ende, wobei eine Entscheidung frühestens nächste Woche fallen könnte. Der Wert reagierte positiv auf den Artikel und verzeichnete ein Plus von einem halben Prozent.
Die Aktie des Baukonzerns KB Home, der seinen Verlust im vierten Quartal trotz eines dramatischen Umsatzeinbruchs deutlich reduziert hat, sackte indes um annähernd 3 Prozent ab.
Nicht viel besser ist es um Titel des Elektronikhändlers Best Buy bestellt. Der Konzern hat zuvor seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr eingegrenzt und eine Sonderbelastung für das Schlussquartal angekündigt. Außerdem wurde bekannt, dass seine vergleichbaren Umsätze im Dezember um 6,5 Prozent gesunken sind. Die Aktie büßte über 5 Prozent ein.
Der US-Elektronikhändler Circuit City Stores, der im November einen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt hat, befindet sich zurzeit in Verhandlungen mit zwei interessierten Parteien, um die Bedingungen für eine Transaktion zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs festzulegen. Am Ende gewann der Titel rund 90 Prozent. (09.01.2009/ac/n/m)