Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen schlossen am Freitag mit kräftigen Abschlägen. Im Blickpunkt standen dabei die Finanzwerte, nachdem Verstaatlichungsgerüchte die Runde machten. Eine Erklärung wonach die Obama-Administration weiter an einem Privatbankensystem festhält, half nur kurzzeitig. In der Folge konnte der
Goldpreis die 1.000 Dollar-Marke knacken.
Die US-Verbraucherpreise sind im Januar 2009 gestiegen. Demnach erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 0,3 Prozent, während im Dezember eine Preisabnahme von 0,8 Prozent ausgewiesen worden war. Volkswirte hatten hier zuvor einen Preisanstieg von 0,3 Prozent erwartet.
Der Dow Jones verlor am Ende 1,34 Prozent auf 7.365,67 Punkte, der S&P 500 gab 1,14 Prozent auf 770,05 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 0,11 Prozent auf 1.441,23 Punkte.
Der Finanzsektor setzte seine Talfahrt trotz zwischenzeitlicher Verbesserungen angesichts der unsicheren Zukunftsaussichten weiter fort. Unter anderem verloren Citigroup über 22 Prozent und Bank of America ebenfalls rund 3,5 Prozent.
Unterdessen hat der schwedische Autohersteller Saab einen Insolvenzantrag gestellt. Der Aktie des Mutterkonzerns GM bekommt die Meldung schlecht. Am Ende war hier ein Abschlag von 11,5 Prozent auszumachen. Ford-Papiere fielen um knapp 3 Prozent zurück.
Wenig gute Nachrichten kamen auch von Lowe's. Die zweitgrößte Baumarktkette in den USA hat im Schlussquartal einen Ergebnisrückgang hinnehmen müssen und die Erwartungen verfehlt. Die Anleger quittierten das enttäuschende Zahlenwerk mit einem Minus von fast 7 Prozent.
Daneben teilte der Einzelhandelskonzern JCPenney mit, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 51 Prozent gesunken ist, was mit deutlich rückläufigen Verbraucherausgaben angesichts des Wirtschaftsabschwungs zusammenhängt. Die Erwartungen wurden indes geschlagen. Allerdings ist der Ausblick auf das erste Quartal schwach. Der Titel reagierte mit einem Plus von rund einem Prozent.
Der Software-Konzern Intuit musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen, konnte dabei jedoch auf bereinigter Basis die Erwartungen der Analysten übertreffen. Beim Umsatz musste der auf Steuersoftware spezialisierte Konzern ebenfalls einen Rückgang hinnehmen. Die Aktie konnte gegen den Trend fast 13 Prozent zulegen. (20.02.2009/ac/n/m)