New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Mittwoch kräftige Abschläge hinnehmen. Angesichts eines Rekordölpreises von 100
Dollar je Barrel leichtes US-Öl sowie einem Allzeithoch bei
Gold fiel der Start ins Neue Jahr negativ aus. Die im Rahmen der Fed-Minutes veröffentlichten Inhalte der letzten Notenbanksitzung halfen dabei nur wenig. Daneben standen auch einige Konjunkturdaten im Fokus.
Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA haben sich im Dezember 2007 weiter verschlechtert. So fiel der ISM-Index von 50,8 Zählern im November auf nun 47,7 Zähler. Damit ist er den sechsten Monat in Folge gefallen und sank unter die Marke von 50 Punkten. Zudem wurde der niedrigste Stand seit April 2003 ausgewiesen. Volkswirte waren lediglich von einer Abnahme auf 50,5 Punkte ausgegangen.
Die Bauausgaben in den USA verzeichneten im November 2007 dagegen einen überraschenden Zuwachs. Nach Angaben des US-Handelsministeriums nahmen die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent zu, wogegen Volkswirte ein Minus von 0,4 Prozent prognostiziert hatten.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 1,67 Prozent bei 13.043,96 Zählern. Der S&P 500 gab um 1,44 Prozent auf 1.447,16 Zähler nach. Der Nasdaq Composite wiederum schloss 1,61 Prozent leichter und ging bei 2.609,63 Punkten aus dem Handel.
Halbleiterhersteller litten unter einem vorsichtigeren Branchenausblick durch die Bank of America. So verloren Texas Instruments rund 3 Prozent und National Semiconductor mehr als 5 Prozent, während die Chiphersteller Intel und AMD um rund 5 Prozent nachgaben.
Der Technologiekonzern IBM gab heute die Übernahme der israelischen Gesellschaft XIV bekannt. Bei der in Tel Aviv ansässigen nicht börsennotierten Gesellschaft handel es sich um einen Anbieter von Speicherlösungen. Die IBM-Aktien verloren mehr als 3 Prozent.
Der Flugzeugbauer Boeing hat von der südkoreanischen Jeju Air einen Auftrag erhalten. Dabei wird der Flugzeugbauer insgesamt fünf Maschinen vom Typ 737-800 an die Fluglinie liefern. Der Listenpreis für die Order wurde auf 370 Mio. Dollar beziffert. Die Boeing-Aktien gaben um 0,9 Prozent ab.
Ferner hat der Erdgasproduzent Chesapeake Energy einen Teil seiner Erdgasreserven an ein Investorenkonsortium veräußert, woraufhin die Titel um 2 Prozent anstiegen.
Die neuntgrößte US-Bankgesellschaft National City kündigte heute ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm in Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise an. Dabei soll das Hypotheken-Vertriebsgeschäft eingestellt werden. Zudem wurde nach einer Entscheidung des Board of Directors die Quartalsdividende um 49 Prozent von zuletzt 41 Cents auf 21 Cents je Aktie reduziert. Die Aktie von National City verlor am Ende über 5 Prozent. (02.01.2008/ac/n/m)