New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Dienstag kräftige Abschläge hinnehmen. Nachdem die Wall Street gestern mit kräftigen Gewinnen geschlossen hatte, weist sie heute vor dem Hintergrund schlechter Unternehmensprognosen und angesichts der jüngsten Restrukturierungsmaßnahmen beim japanischen Sony-Konzern rote Vorzeichen auf.
Der Dow Jones verlor am Ende 2,72 Prozent auf 8.691,33 Punkte, der S&P 500 gab 2,31 Prozent auf 888,67 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 1,55 Prozent auf 1.547,34 Punkte.
Kroger, der größte Lebensmittelhändler in den USA, hat im dritten Quartal einen geringeren Gewinn erzielt, was vor allem mit Hurrikan-Kosten zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch geschlagen. Die Jahresplanung wurde indes erhöht. Die Aktie verlor fast 7 Prozent.
Der US-Pharmakonzern Merck & Co. hat einen Ausblick für das aktuelle und kommende Geschäftsjahr vorgelegt. Die Aktie verlor 2,5 Prozent.
Topmanager der angeschlagenen US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac waren scheinbar schon frühzeitig über die Risiken der von ihnen vergebenen Hypotheken informiert. Beide Aktien verloren knapp 6 Prozent.
Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines gab heute bekannt, dass sie mit American Express eine bestehende Partnerschaft um mehrere Jahre verlängert hat. Die Delta-Aktie gab 1,4 Prozent nach, American Express verloren 4,7 Prozent.
Die AutoZone, die größte Autoteilekette in den USA, musste für das erste Quartal einen leichten Ergebnisrückgang vorweisen. Dennoch gewann die Aktie 7 Prozent.
Broadcom hat die Umsatzprognosen für das laufende Quartal nach unten revidiert. Auch hier überzeugte die Meldung und die Aktie legte 7 Prozent zu.
Der US-Logistikkonzerns FedEx hat gestern nach Börsenschluss seine Prognosen für das Fiskaljahr 2009 nach unten korrigiert. Derzeit verlor die Aktie rund 14,5 Prozent.
Texas Instruments gab gestern nach US-Börsenschluss bekannt, dass sie ihre Prognosen für das vierte Quartal angesichts einer geringeren Chip-Nachfrage deutlich nach unten korrigiert hat. Am Ende ging es bei Texas Instruments knapp 5 Prozent nach oben.
National Semiconductor verbuchte im zweiten Fiskalquartal 2008/09 angesichts geringerer Umsatzerlöse einen Ergebnisrückgang. Bis zum Abend ging es hier 13 Prozent nach oben.
Das größte amerikanische Steuerberatungsunternehmen H&R Block meldete gestern nach US-Börsenschluss, dass es im zweiten Fiskalquartal 2008/09 einen deutlich geringeren Verlust erwirtschaftet hat, was vor allem auf den Verkauf seiner Hypothekensparte zurückzuführen ist. Erneut wurde der Ausblick auf das Gesamtjahr bestätigt. Die Aktie verlor 3,7 Prozent.
Der angeschlagene US-Automobilhersteller Ford befindet sich nach Angaben von "National Business Daily" in Verhandlungen über den Verkauf seiner Marke Volvo an den chinesischen Partner Changan Automobile Group. Bis zum Abend ging es 4,4 Prozent abwärts. (09.12.2008/ac/n/m)