Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Montag kräftige Abschläge hinnehmen. Nach der kleinen Kursrallye am Freitag verzeichnete die Wall Street damit zum Wochenbeginn wieder Verluste. Besonders negative Kommentare zur Banken- und Immobilienkrise belasteten die Stimmung. So hatte der weltweit führende Rückversicherer Swiss Re Milliardenabschreibungen angekündigt. Die Investmentbank Goldman Sachs wiederum stellte bei der Großbank Citigroup weitere Abschreibungen in Milliardenhöhe in Aussicht.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 1,66 Prozent bei 12.958,44 Zählern. Der S&P 500 gab 1,75 Prozent auf 1.433,27 Zähler nach. Der Nasdaq Composite wiederum schloss 1,66 Prozent leichter und ging bei 2.593,38 Punkten aus dem Handel.
Im Fokus standen wieder einmal die Finanzwerte. Papiere der Citigroup gaben fast 6 Prozent. Zuvor hatte Goldman Sachs die Aktie auf Sell herabgestuft, nachdem auch dort weitere Milliardenabschreibungen drohen. In der Folge gaben auch andere Finanztitel deutlich nach.
Die Aktie von Lowe's verlor heute knapp 8 Prozent. Die zweitgrößte Baumarktkette in den USA hat heute besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen auf den Tisch gelegt. Der Ausblick auf das laufende Quartal und das Gesamtjahr enttäuschte jedoch erheblich.
Bei Xerox ging es hingegen knappe 2 Prozent nach oben. Der Hardware-Hersteller und einer der weltgrößten Druckerhersteller bekräftige heute seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2007. Zudem erwartet der Konzern einen höheren Gewinn in 2008 und 2009. Schließlich wird man am 31. Januar 2008 erstmals seit sechs Jahren wieder eine Dividende auszahlen.
Papiere von Campbell Soup gaben deutlich ab, nachdem der Nahrungsmittelkonzern einen Quartalsgewinn präsentiert hat, der leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.
Daneben knickten Titel des Chemiekonzerns Valspar um gut 6 Prozent ein. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Quartal mehr als prognostiziert verdient. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Valspar allerdings ein Ergebnis, das unter den Erwartungen liegt.
Das Biotechnologieunternehmen Celgene kündigte am Wochenende die Übernahme von Pharmion für rund für 2,9 Mrd. Dollar an. Das Papier von Pharmion konnte daraufhin 32 Prozent zulegen, während Titel von Celgene mehr als ein Prozent abgaben.
Anteilsscheine von EchoStar gewannen rund 19 Prozent. Die Titel profitierten von einer Aufstufung der Citigroup und vor allem von einem ein Bericht der Finanzzeitung "Barron's", wonach die Telefongesellschaft AT&T noch vor Jahresende ein Übernahmeangebot für den zweitgrößten Satellitenfernsehanbieter in den USA vorlegen will. Das Papier von AT&T verlor dagegen rund 4,5 Prozent.
Die Supermarktkette Great Atlantic & Pacific Tea geht davon aus, die Übernahme von Pathmark Stores Anfang Dezember abzuschließen. Den Angaben zufolge wurden die entsprechenden Unterlagen vergangene Woche bei der Federal Trade Commission (FTC) eingereicht. In diesem Zusammenhang hat sich das Unternehmen auch hinsichtlich erforderlicher Desinvestitionen mit der FTC geeinigt. Die Aktie gab heute leicht nach. (19.11.2007/ac/n/m)