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05.05.2011 22:32

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Wall Street-Schluss: Kräftige Abschläge, Entwicklung von US-Dollar und Rohstoffen im Fokus

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street verzeichnete nach gemischten Konjunkturdaten und zahlreichen Unternehmensausweisen am Donnerstag kräftige Abschläge. Daneben stand vor allem die Entwicklung von US-Dollar, Öl und Gold nach der heutigen EZB-Zinsentscheidung im Fokus. Der Dow Jones verlor 1,10 Prozent auf 12.584,17 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,48 Prozent auf 2.814,72 Punkte nachgab. Der S&P 500 fiel um 0,91 Prozent auf 1.335,10 Punkte.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 30. April 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 43.000 auf 474.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 400.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 429.000 auf 431.000 nach oben korrigiert. Indes hat sich die US-Produktivität im ersten Quartal 2011 erhöht. Demnach wuchs die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 1,6 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld lediglich einen Anstieg um 1,0 Prozent prognostiziert, nachdem im vierten Quartal 2010 ein Plus von revidiert 1,2 (vorläufig: 2,6) Prozent ermittelt worden war. Die Lohnstückkosten stiegen im Vorquartalsvergleich um 1,0 Prozent, gegenüber einem Rückgang um revidiert 1,0 (vorläufig: 0,6) Prozent im vierten Quartal.

Bereits gestern standen einige wichtige Quartalsausweise im Blick der Anleger. Die News Corp. (News a) verzeichnete im dritten Fiskalquartal 2010/11 einen Umsatz- und Gewinnrückgang. Dabei wurden die Erwartungen verfehlt. Der Gewinn lag bei 639 Mio. US-Dollar bzw. 24 Cents je Aktie, nach 839 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Das bereinigte EPS wurde mit 26 Cents angegeben. Der Umsatz fiel von 8,79 Mrd. US-Dollar auf 8,26 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz in Höhe von 8,43 Mrd. US-Dollar und einen Gewinn von 28 Cents je Aktie prognostiziert. Die Aktie des Medienkonzerns verteuerte sich leicht. MetLife , der größte Lebensversicherer in den USA, konnte zwar im ersten Quartal den Gewinn steigern. Die Erwartungen wurden geschlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 830 Mio. US-Dollar bzw. 78 Cents pro Aktie, nach 805 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 22 Prozent auf 15,8 Mrd. US-Dollar. Die Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,26 US-Dollar und einen Umsatz von 15,89 Mrd. US-Dollar erwartet. Das Papier ging um 3 Prozent nach unten. Prudential Financial verbesserten sich indes um 0,9 Prozent. Der Lebensversicherer konnte im ersten Quartal 2011 einen Gewinnanstieg verzeichnen. Die Erwartungen wurden übertroffen. Der Nettogewinn lag bei 589 Mio. US-Dollar bzw. 1,20 US-Dollar je Aktie, nach 536 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis belief sich auf 835 Mio. US-Dollar bzw. 1,69 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr von 7,2 Mrd. US-Dollar auf nun 9,2 Mrd. US-Dollar.

Auch heute haben vorbörslich bereits diverse Konzerne ihre Quartalsergebnisse bekannt gegeben. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei die Aktie von General Motors . Der Automobilhersteller konnte im ersten Quartal 2011 dank einer anziehenden Nachfrage und einer verbesserten Kostenkontrolle Umsatz und Ergebnis verbessern. So lag der Umsatz mit 36,2 Mrd. US-Dollar um 15 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter kletterte von 0,9 Mrd. US-Dollar auf nun 3,2 Mrd. US-Dollar oder 1,77 US-Dollar pro Aktie. Damit wurde seit dem Ende der Insolvenz in fünf aufeinander folgenden Quartalen ein positives Ergebnis erzielt. Im aktuellen Ergebnis sind aber positive Sondereffekte in Höhe von 1,5 Mrd. US-Dollar oder 82 Cents je Aktie enthalten. Analysten hatten ein bereinigtes EPS von 91 Cents sowie Umsätze von 35,59 Mrd. US-Dollar prognostiziert. Die Aktie fiel um 3,1 Prozent nach unten.

Estee Lauder (Estée Lauder Companies) wartete im dritten Quartal mit einem Ergebnisanstieg auf. Die Aktie des Kosmetikkonzerns verbesserte sich daraufhin um 1,2 Prozent. CVS Caremark musste im ersten Quartal trotz rekordhoher Umsätze einen Gewinnrückgang hinnehmen. Zurückzuführen war dies auf ein geringeres Bruttoergebnis im Pharmacy Services-Segment. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Indes wurde der Ausblick bestätigt. Die Aktie der Drugstore-Kette verbesserte sich um 1,9 Prozent. Für eine Enttäuschung sorgte der Konsumgüterhersteller Sara Lee . Zwar steigerte man im dritten Quartal das Ergebnis, allerdings revidierte im Anschluss die Jahresprognose nach unten. Das Papier verteuerte sich dennoch um 0,7 Prozent.

Der Krankenversicherer CIGNA (Cigna) steigerte seinen Gewinn im ersten Quartal deutlich. Dabei profitierte man von einer starken Ergebnisentwicklung in sämtlichen Geschäftsbereichen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis klar geschlagen. Zudem wurde die Jahresprognose nach oben korrigiert. Die Aktie kletterte um 2,7 Prozent nach oben. Der Automobilzulieferer Visteon musste indes im ersten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen und verfehlte die Schätzungen der Analysten. Das Papier legte um 0,7 Prozent zu.

Alliant Energy (Alliant Energy) legten um 0,4 Prozent zu, nachdem der Energieversorger seinen Gewinn im ersten Quartal deutlich erhöht hat. Dabei profitierte man unter anderem von Preiserhöhungen, geringeren Kosten und einer stärkeren Strom- und Gasnachfrage. Zudem wurde die Prognose für 2011 leicht angehoben. Der Konkurrent PPL konnte im ersten Quartal trotz leicht rückläufiger Umsatzerlöse einen Gewinnanstieg ausweisen. Der Anteilsschein verschlechterte sich um 0,6 Prozent. Des Weiteren musste Progress Energy im ersten Quartal angesichts geringerer Umsätze einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch geschlagen. Die Jahresprognose wurde indes bestätigt. Der Titel verbilligte sich um 1,1 Prozent.

Im Blick standen heute mit einem Anschlag von 0,4 Prozent auch die Anteilsscheine von DIRECTV (DIRECTV (A)). Der größte Betreiber von Satellitenfernsehen in den USA hat im ersten Quartal einen höheren Gewinn erzielt hat. Dabei profitierte man von einem starken Kundenwachstum. Die Erwartungen wurden damit klar übertroffen. Indes meldete Cablevision Systems , dass sein Gewinn im ersten Quartal deutlich gestiegen ist, was auf ein solides Wachstum im Rainbow- sowie im Kabelgeschäft zurückzuführen ist. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden aber verfehlt. Die Aktie des Kabelnetzbetreibers verschlechterte sich um 3,9 Prozent. Gartner verloren derweil 8,6 Prozent an Wert. Das Marktforschungsinstitut meldete die Geschäftszahlen für das erste Quartal und konnte dabei die Gewinnerwartungen der Analysten treffen.

Die Kaufhauskette Macy`s (Macys) konnte ihre vergleichbaren Umsätze im April um 10,8 Prozent steigern und übertraf damit die Schätzungen der Analysten. Der Titel rückte um 3,7 Prozent vor. Target verteuerten sich derweil um 2,3 Prozent. Der zweitgrößte Discount-Händler in den USA verbesserte im April 2011 zwar seine vergleichbaren Umsätze deutlich, allerdings wurden die Analystenerwartungen knapp verfehlt. JCPenney (J C Penney Company) konnte im April 2011 auch einen Zuwachs bei den Same-Store Sales verbuchen, die Analystenerwartungen wurden aber nicht erreicht. Der Anteilsschein des Einzelhandelskonzerns verschlechterte sich um 5 Prozent.

Der Technologiekonzern Cisco Systems hat eine Straffung seiner Konzernstruktur beschlossen. Den Angaben zufolge beabsichtigt der weltgrößte Netzwerkausrüster, seine Sales-, Services- und Engineering-Organisationen zu straffen und sich künftig auf folgende fünf Wachstumsbereiche zu konzentrieren. Die Cisco-Aktie gewann leicht hinzu. (05.05.2011/ac/n/m)

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