Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Dienstag mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel gehen. Kurz vor der Weihnachtspause belasteten enttäuschende Konjunkturdaten.
Das US-BIP ist im dritten Quartal nach endgültigen Berechnungen um 0,5 Prozent geschrumpft. Jedoch hatten Volkswirte dies bereits im Vorfeld erwartet.
Zudem wurde die Zahl der erteilten Baugenehmigungen für November leicht nach unten revidiert. Daneben ist die Zahl der Verkäufe neuer Häuser in den USA im November 2008 leicht zurückgegangen. Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Eigenheime ist laut der National Association of Realtors im November 2008 gefallen.
Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich laut der Universität Michigan im Dezember 2008 verbessert. So lag der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens bei 60,1 Punkten, nachdem zuvor auf vorläufiger Basis ein Plus von 59,1 Punkten ermittelt worden war. Volkswirte waren hingegen von einem Wert von 58,5 Punkten ausgegangen, nach 55,3 Punkten im Vormonat November.
Der Dow Jones verlor am Ende 1,18 Prozent auf 8.419,49 Punkte, der S&P 500 gab 0,97 Prozent auf 863,16 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 0,71 Prozent auf 1.521,54 Punkte.
Die Aktien der angeschlagenen US-Autobauer GM und Ford gehörten zu den größten Verlierern an der Wall Street. Hintergrund der drastischen Kursverluste war die Herabstufungen der Ratings durch die US-Rating-Agenturen Standard & Poor's Ratings Services und Moody's Investors Service am gestrigen Montag. Die GM-Aktie verlor knapp 15 Prozent. Bei Ford ging es über 15 Prozent abwärts.
Die Papiere von American Greetings brachen um rund 35 Prozent ein. Der Grußkartenhersteller musste einen deutlichen Quartalsverlust ausweisen.
Ferner verloren General Dynamics und Northrop Grumman mehr als ein Prozent. Die US-Rüstungskonzerne haben den Zuschlag für einen milliardenschweren Großauftrag der US-Navy erhalten.
Der Linux-Anbieter Red Hat meldete gestern nach US-Börsenschluss für das abgelaufene dritte Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg. Am Ende legten die Aktien 8,5 Prozent zu.
Der Industriekonzern Textron hat gestern Abend seine Ergebnisprognose für das Schlussquartal nach unten revidiert und im Anschluss den Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt. Die Aktie verlor mehr als 20 Prozent.
Der IT-Dienstleister Unisys hat gestern Abend weitere Restrukturierungen angekündigt. Demnach will der Konzern weltweit insgesamt 1.300 Stellen streichen. Daneben sind weitere Maßnahmen, wie etwa die Zusammenlegung einzelner Niederlassungen, eine striktere Ausgabenkontrolle sowie weitere Einsparungen in verschiedenen Bereichen des Konzerns geplant. Die Aktie sprang um 45 Prozent nach vorne. (23.12.2008/ac/n/m)