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21.11.2011 22:19

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Wall Street-Schluss: Kräftige Abschläge, Schuldenkrise belastet

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New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem sich die wichtigsten US-Indizes uneinheitlich in das Wochenende verabschiedet hatten, ging es am heutigen Montag deutlich nach unten. Als Belastungsfaktor erwies sich dabei die Schuldenkrise in den USA. Offenbar sind die Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten über die Eindämmung der Staatverschuldung gescheitert. Zudem belasteten auch die Euro-Krise und die Sorgen um eine Herabstufung Frankreichs. Der Dow Jones verschlechterte sich um 2,11 Prozent auf 11.547,31 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,92 Prozent auf 2.523,14 Zähler fiel. Der S&P 500 sank um 1,86 Prozent auf 1.192,98 Punkte.

Auf der Konjunkturseite ermittelte die Federal Reserve Bank of Chicago für Oktober 2011 einen Zuwachs beim National Activity Index gegenüber dem Vormonat. Wie heute mitgeteilt wurde, hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -0,13 Punkte verbessert, nachdem für September ein Wert von revidiert -0,20 Punkten ausgewiesen worden war. Im Drei-Monats-Durchschnitt, der monatliche Schwankungen ausgleicht, wurde beim CFNAI ein Wert von -0,27 Punkten ermittelt, nach revidiert -0,16 Zählern im September. Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist im Oktober 2011 gestiegen. So erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent auf 4,97 Millionen. Volkswirte hatten hingegen mit einer Abnahme auf 4,85 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im September auf 4,90 Millionen belaufen hatte. Gegenüber dem Vorjahresmonat wurde bei der Verkaufszahl bestehender Häuser ein Plus von 13,5 Prozent ausgewiesen.

Auf der Unternehmensseite stehen drei Übernahmen im Blickpunkt der Anleger. Einerseits meldete das Pharma- und Biotechnologieunternehmen Gilead Sciences , dass es Pharmasset , einen Entwickler oraler Therapeutika zur Behandlung von Hepatitis C, für rund 11 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Im Rahmen der Transaktion erhalten Pharmasset-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine 137,00 US-Dollar in bar. Der Übernahme, die im ersten Quartal 2012 abgeschlossen werden soll, hat das Pharmasset-Board bereits zugestimmt. Bis 2014 wird die Transaktion voraussichtlich das Ergebnis von Gilead schmälern, wobei ab 2015 mit einem Ergebnisbeitrag gerechnet wird. Während Gilead rund 9,1 Prozent leichter tendierten, schossen Pharmasset um fast 85 Prozent nach oben.

Zudem teilte der Versicherungskonzern Alleghany mit, dass er mit dem Rückversicherer Transatlantic Holdings einen Zusammenschluss vereinbart hat. Im Rahmen der Transaktion erhalten Transatlantic-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine insgesamt 59,79 US-Dollar in Form von Aktien und Bargeld. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich damit auf rund 3,4 Mrd. US-Dollar. Anteilsscheine von Alleghany büßten gut 6,7 Prozent ein, Titel von Transatlantic Holdings rückten dagegen um knapp 0,9 Prozent vor.

Der Baukonzern Toll Brothers wird die CamWest Development LLC, eine der größten privaten Baugesellschaften im pazifischen Nordwesten der USA, übernehmen. Den Angaben zufolge bietet CamWest u.a. luxuriöse Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Reihenhäuser an, wobei der Verkaufspreis der Objekte in der Regel zwischen 300.000 und 700.000 US-Dollar liegt. Das Unternehmen wurde 1989 gegründet und hat bisher mehr als 2.800 Eigenheime fertiggestellt. Für das Kalenderjahr 2011 rechnet CamWest mit rund 180 fertiggestellten Eigenheimen und Umsätzen von ca. 90 Mio. US-Dollar. Die Aktie von Toll Brothers gewann 0,4 Prozent.

Indes musste der Nahrungsmittelkonzern Tyson Foods im vierten Geschäftsquartal trotz eines Rekordumsatzes einen kräftigen Ergebnisrückgang verbuchen. Hierfür waren höhere Einkaufspreise verantwortlich. Die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt. Die Aktie legte vor diesem Hintergrund leicht zu.

Papiere von Western Digital verteuerten sich um 0,3 Prozent. Der Festplattenhersteller gab heute bekannt, dass ein Schiedsgericht in Minnesota im Rahmen eines entsprechenden Verfahrens gegen das Unternehmen entschieden hat. Den Angaben zufolge wurde dem Konkurrenten Seagate Technology dabei eine Zahlung von 525 Mio. US-Dollar durch Western Digital zugesprochen. Seagate hatte Western Digital und einem Mitarbeiter, der einst bei Seagate beschäftigt war, vorgeworfen, vertrauliche Informationen und Geschäftsgeheimnisse unterschlagen zu haben. Titel von Seagate stiegen um 0,9 Prozent. (21.11.2011/ac/n/m)

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