New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Mittwoch mit sehr positiven Tendenzen aus dem Handel. Angesichts des bisherigen Nullzinsniveaus kamen von der Fed-Sitzung keine Impulse für die Märkte. Im Fokus standen daneben erneut die Quartalszahlen, allen vor an AT&T und Boeing.
Der Dow Jones gewann am Ende 2,46 Prozent auf 8.375,45 Punkte, der S&P 500 legte 3,36 Prozent auf 874,09 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Plus von 3,55 Prozent auf 1.558,34 Punkte.
Der Telekommunikationsriese AT&T hat im abgelaufenen Quartal trotz gestiegener Erlöse infolge steigender Kosten weniger verdient. Dabei wurden die Analystenschätzungen ohne die Berücksichtigung von fusionsbedingten Einmaleffekten knapp verfehlt. Die Aktie gab gegen den Trend leicht nach.
Bei Boeing war ein leichtes Plus auszumachen. Dabei ist der Flugzeughersteller im vierten Quartal infolge eines Streiks und Verzögerungen beim Großraumjumbo 747 bei einem unerwartet deutlichen Umsatzrückgang in die Verlustzone gerutscht. Außerdem konnte der Ausblick wenig überzeugen. Zudem wurden massive Stellenstreichungen angekündigt.
Im Technologiesegment richtetn sich die Blicke mitunter auf Sun Microsystems. Der auf die Bereiche Server und Software spezialisierte Konzern hat im abgelaufenen Vierteljahr ohne die Berücksichtigung von Sondereffekten unerwartet gut verdient. Die Anleger honorierten das Zahlenwerk mit einem Plus von rund 22 Prozent.
Bei Yahoo! war ebenfalls ein Aufschlag von gut 8 Prozent auszumachen. Wie der Internetkonzern am Vorabend mitgeteilt hat, musste er im abgelaufenen Quartal einen Verlust hinnehmen. Auf bereinigter Basis konnten die Erwartungen allerdings übertroffen werden.
Die Aktie des Krankenversicherers WellPoint zeigte mit einem Zuwachs von über 4 Prozent klar nach oben. Der Konzern hat im Schlussquartal einen kräftigen Gewinnrückgang verzeichnet. Ohne die Berücksichtigung eines Investment-Verlusts wurden die Erwartungen des Marktes aber nur knapp verfehlt.
Unter den Großbanken zogen in Zusammenhang mit den Spekulationen um die "Bad Bank" unter anderem die Citigroup um über 18 Prozent, die Bank of America um gut 14 Prozent und JPMorgan um über 10 Prozent an. Anteile des Finanzkonzerns Wells Fargo, der im vierten Quartal aufgrund von Sondereffekten ein negatives Ergebnis ausweisen musste, rückten um fast 31Prozent vor.
Titel von ConocoPhillips lagen mit einem Plus von über einem Prozent im Markt. Der Ölkonzern hat im abgelaufenen Quartal einen Verlust von fast 32 Mrd. Dollar angehäuft. Ohne Sonderbelastungen wurde jedoch ein unerwartet hoher Nettogewinn von fast 2 Mrd. Dollar ausgewiesen. (28.01.2009/ac/n/m)