New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentierten sich am Montag mit kräftigen Zugewinnen. Gestützt von überraschend starken Quartalszahlen des Technologiekonzerns IBM konnten die US-Indizes mit guter Laune in die neue Woche starten.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Plus von 1,36 Prozent bei 12.778,15 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.416,25 Zähler und damit 1,09 Prozent fester. Der Nasdaq Composite wiederum schloss 1,57 Prozent fester und ging bei 2.478,30 Punkten aus dem Handel.
Papiere von IBM zählten zu den größten Favoriten. Völlig überraschend hat der Technologiekonzern heute vorläufige Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorgelegt und die Erwartungen der Analysten dabei weit in den Schatten gestellt. Infolge dessen schob sich der Wert um 5,5 Prozent nach vorne.
Daneben standen erneut die Finanzwerte im Fokus. Papiere der Citigroup legten 1,5 Prozent zu. Medienberichten zufolge steht die Bankgesellschaft kurz davor, sich eine Finanzspritze in Höhe von bis zu 14 Mrd. Dollar zu sichern. Ein Großteil der Summe käme dabei aus China. Daneben wurden auch Berichte über Abschreibungen in Höhe von 24 Mrd. Dollar und den Abbau von mehreren tausend Stellen laut.
Laut einem Bericht der "Financial Times" will auch die Investmentbank Merrill Lynch rund 4 Mrd. Dollar über eine zweite Kapitalerhöhung erhalten. Für den Wert geht es daraufhin um mehr als 2 Prozent nach oben.
Die Bankgesellschaft Sovereign Bancorp wird im vierten Quartal eine Sonderbelastung in Höhe von 1,58 Mrd. Dollar in Zusammenhang mit einer sinkenden Kreditqualität und einem schwierigen Hypothekenumfeld verbuchen. Zudem wird die Sovereign Bancorp im Schlussquartal Rückstellungen für Kreditausfälle in Höhe von 738 Mio. Dollar bilden, nach 650 Mio. Dollar im Vorquartal. Die Aktie verlor am Ende mehr als 5 Prozent.
Daneben rutschten Anteilsscheine von Sears um über 5 Prozent ab. Der Einzelhandelskonzern schockte seine Anleger mit einem schwachen Ausblick. Demnach könnte der Gewinn pro Aktie im vierten Quartal um bis zu 51 Prozent einbrechen, während Analysten einen deutlich geringeren Ergebnisrückgang erwarten. Die Experten der Credit Suisse reagierten prompt und stuften den Titel von "outperform" auf "underperform" und senkten zugleich das Kursziel von 140 auf 70 Dollar.
Angesichts einer drastischen Gewinnwarnung brachen Titel von Harman um 37 Prozent ein. Der Spezialist für hochwertige Audiosysteme rechnet nun mit einem Ergebnis von 3,00 bis 3,10 Dollar pro Aktie. Die Prognose berücksichtigt dabei keine Kosten nach Steuern in Zusammenhang mit der ursprünglich geplanten Übernahme des Unternehmens, wohl aber das Aktienrückkaufprogramm von Harman.
Der transatlantische Börsenbetreiber NYSE Euronext beabsichtigt, das private Unternehmen Wombat Financial Software für 200 Mio. Dollar in bar zu übernehmen. Die Akquisition des Anbieters von High-Speed Marktdaten- und Messaging-Plattform soll Anfang des zweiten Quartals abgeschlossen sein und voraussichtlich in 2009 das Konzernergebnis steigern. Die Aktie reagierte mit Zugewinne von 1,5 Prozent auf die Meldung.
Die Wettbewerbsbehörde der Europäischen Union hat zwei neue Verfahren wegen Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung gegen den Software-Hersteller Microsoft eingeleitet. Dabei geht es im einen Verfahren um das Office-Paket, eine Reihe von Server-Produkten sowie das so genannte .NET Framework. Das zweite Verfahren betrifft den Web-Browser Internet Explorer. Die Microsoft-Aktie gewann am Ende mehr als ein Prozent hinzu. (14.01.2008/ac/n/m)