New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten am Freitag mit kräftigen Zugewinnen ins Wochenende gehen. Im Fokus standen dabei vor allem die heute veröffentlichten Konjunkturdaten.
Die Verbraucherpreise haben sich im Mai um 0,7 Prozent und damit stärker als von Volkswirten erwartet erhöht. Bereinigt um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise wuchsen die Lebenshaltungskosten allerdings lediglich um 0,1 Prozent. Volkswirte hatten hier mit einer Preissteigerung von 0,2 Prozent gerechnet. Daneben ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für Juni eine überraschend starke Zunahme bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. Für die Industrieproduktion gab die Fed einen stärker als erwarteten Anstieg bekannt. Darüber hinaus ist das Defizit in der Leistungsbilanz im ersten Quartal geringer als befürchtet angewachsen. Die Verbraucherstimmung der Uni Michigan wies dagegen für Juni 2007 eine unerwartet stark eingetrübte Stimmung der amerikanischen Konsumenten aus.
Der Dow Jones Industrial Average schloss am Ende mit einem Plus von 0,63 Prozent bei 13.639,48 Zählern. Der S&P 500 wiederum legte um 0,65 Prozent auf 1.532,91 Zähler zu. Der Nasdaq Composite ging mit einem Plus von 1,05 Prozent auf 2.626,71 Punkte aus dem Handel.
Im Technologiesegment fielen Papiere von Adobe Systems gegen den Trend 2,7 Prozent zurück. Dabei konnte der Software-Hersteller im zweiten Fiskalquartal 2006/07 Umsatz und Gewinn aufgrund guter Verkaufszahlen von Creative Suite 3 steigern und die Erwartungen schlagen. Der Ausblick enttäuschte aber.
Anteilsscheine des Computerherstellers Apple gewannen dagegen 1,5 Prozent. Der Web-Browser "Safari" für Windows stößt offensichtlich auf breites Interesse und wurde innerhalb von 48 Stunden mehr als eine Million Mal aus dem Netz geladen.
Daneben gaben Aktien des Maschinenbaukonzerns Illinois Tool Works, der im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg verbuchte, ein halbes Prozent nach. Die operativen Umsatzerlöse hatten sich im abgelaufenen Quartal um 15 Prozent verbessert.
Abschläge verbuchten auch Titel des Flugzeugherstellers Boeing. Der CEO des Konzerns James McNerney ist laut einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Monde" zuversichtlich, die neue Passagiermaschine 787 "Dreamliner" planmäßig am 8. Juli auf den Markt zu bringen. Am Ende gab die Aktie 0,8 Prozent nach.
Beim Verlagskonzern Dow Jones & Co. zeichnet sich ein Bieterkampf ab. Wie das "Wall Street Journal" schreibt sucht der britische Wettbewerber Pearson einen Partner um ein Gebot für Dow Jones & Co. abgeben zu können. Damit würde der Herausgeber der Financial Times ein Gegenangebot zu den Übernahmeplänen von Rupert Murdoch und seinem Medienkonzern News Corp. abgeben. Die Aktie von Dow Jones & Co. gewann daraufhin 2,2 Prozent, während es bei News Corp. 0,9 Prozent abwärts ging.
Der Automobilhersteller General Motors will in Tonawanda, im US-Bundesstaat New York, eine neue Fabrik für Dieselmotoren bauen. Dazu will der größte Automobilkonzern in den USA rund 100 Mio. Dollar investieren. Dazu werden weitere 41 Mio. Dollar für Verkaufsfördernde Maßnahmen investiert. Die GM-Aktie gewann in der Folge 3,2 Prozent.
Papiere des Agrarchemie- und Saatgutkonzerns Monsanto preschzen um 2,5 Prozent vor. Der Konzern hat seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2007 erhöht, was mit einer starken Nachfrage nach Mais-Saatgut in den USA und einem guten Ergebnis in der Herbizid-Sparte zusammenhängt.
Der Casinobetreiber Penn National Gaming hat heute dem Übernahmeangebot des von den Finanzinvestoren Fortress Investment Group LLC und Centerbridge Partners LP angeführten Konsortiums zugestimmt. Das Gesamtvolumen der Übernahmeofferte inklusive Konzernverbindlichkeiten in Höhe von 2,8 Mrd. Dollar wurde auf 8,9 Mrd. Dollar beziffert. Die Aktie von Penn National Gaming gewann am Ende mehr als 21 Prozent. (15.06.2007/ac/n/m)