New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten am Donnerstag mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel gehen. Im Fokus standen dabei vor allem positiv ausgefallene Konjunkturdaten und der rückläufige Ölpreis.
Das US-Handelsministerium legte seine zweite Schätzung zur Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal 2008 vor und revidierte dabei seine vorläufigen Angaben nach oben. Gegenüber dem Vorquartal wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach um 3,3 Prozent, während vorläufig nur ein Plus von 1,9 Prozent ausgewiesen worden war.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 23. August 2008 verbessert. So sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 10.000 auf 425.000. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 432.000 auf 435.000 nach oben korrigiert. Volkswirte waren zuvor von 427.000 Erstanträgen ausgegangen.
Der Dow Jones gewann am Ende 1,85 Prozent auf 11.715,18 Punkte, der S&P 500 legte 1,48 Prozent auf 1.300,68 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Plus von 1,22 Prozent auf 2.411,64 Punkte.
Im Einzelhandelssektor gewannen Anteilsscheine von Sears über 4 Prozent. Der Einzelhandelsgigant hat im zweiten Quartal aufgrund der schwachen Konsumnachfrage im Inland einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet und die Erwartungen verfehlt. Allerdings stellt man für die zweite Jahreshälfte eine Ergebniserholung in Aussicht.
Dagegen lagen die heute vorgestellten Zahlen des Einzelhändlers Williams-Sonoma über den Schätzungen des Marktes. Angesichts eines enttäuschenden Ausblicks sackte der Wert aber um fast 8 Prozent ab.
Titel der Juwelierkette Tiffany, die im zweiten Quartal dank deutlich gestiegener Umsatzerlöse einen Ergebnisanstieg verzeichnen konnte, rückten um mehr als 10 Prozent vor.
Anteilsscheine des Mitbewerbers Zale lagen nach Ergebnisvorlage mit über 20 Prozent im Plus. Die Juwelierkette musste im vierten Quartal einen Verlust ausweisen, übertraf aber ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten die Erwartungen. Zudem überzeugte der Ausblick.
Der amerikanische Lebensmittelhersteller Del Monte Foods musste im zweiten Quartal einen Verlust ausweisen. Zudem konnte der Umsatz im Berichtszeitraum gesteigert werden. Die Aktie notierte kaum verändert.
Der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae kündigte am späten Mittwochabend eine Veränderung im Konzernmanagement an. Demnach wird David Hisey als neuer CFO des angeschlagenen Finanzkonzerns fungieren. Die Aktie konnte in der Folge mehr als 22 Prozent zulegen.
Nach einem Bericht der "New York Times" plant die US-Investmentbank Lehman Brothers den Abbau von 1.500 Stellen. In der Folge legte der Titel mehr als 7 Prozent zu. (28.08.2008/ac/n/m)