New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen verzeichneten heute Verluste und reagierten damit auf schlechte Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt. Das US-Arbeitsministerium meldete überraschend einen Anstieg der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Schwache Zahlen und ein schwacher Ausblick FedEx wirkten sich ebenfalls belastend aus. Der unerwartete Anstieg des Philadelphia-Index und die Zunahme der Frühindikatoren konnten die Stimmung der Investoren nicht aufhellen. Der Dow Jones verzeichnete ein Minus von 1,27 Prozent auf 10.308,26 Punkte. Währenddessen verloren der Nasdaq Composite 1,22 Prozent auf 2.180,05 Punkte und der S&P 500 1,18 Prozent auf 1.096,13 Zähler.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der vergangen Woche überraschend verschlechtert. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 7.000 auf 480.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 465.000 prognostiziert hatten. Der Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich im Dezember 2009 deutlich von 16,7 Punkten im November 2009 auf nun 20,4 Punkte verbessert. Volkswirte waren im Vorfeld von einer Abnahme auf 16 Punkte ausgegangen. Die US-Frühindikatoren sind im November 2009 weiter gestiegen. Auf Monatssicht verbesserte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,9 Prozent, während Volkswirte ein Plus von lediglich 0,7 Prozent prognostiziert hatten.
Die Aktie von Hovnanian Enterprises brach nach enttäuschenden Quartalszahlen um 7,73 Prozent ein, während Titel von Paychex nach Zahlen 2,00 Prozent verloren.
Der Solartechnikkonzern First Solar sieht den Umsatz und das EPS im kommenden Jahr im Bereich von 2,7 Mrd. bis 2,9 Mrd. Dollar bzw. bei 6,05 Dollar bis 6,85 Dollar. Analysten rechnen mit einem Umsatz von 2,4 Mrd. Dollar sowie einem Ergebnis von 6,55 Dollar je Aktie. Ferner will First Solar 365 Mio. Dollar in zwei zusätzliche Fertigungsstätten am Standort Malaysia mit jeweils vier Produktionslinien investieren. Dadurch soll die jährliche Produktionskapazität des Unternehmens um 424 MW gesteigert werden. First Solar verloren im NASDA 100 0,75 Prozent.
Rite Aid , eine der größten Drugstore-Ketten in den USA, konnte ihren Verlust im dritten Geschäftsquartal deutlich reduzieren. Unternehmensangaben vom Donnerstag zufolge verringerten sich die Umsatzerlöse auf 6,35 Mrd. Dollar, nach 6,47 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Daneben sank der Nettoverlust von 243,1 Mio. Dollar oder 0,30 Dollar je Aktie auf nun 83,9 Mio. Dollar bzw. 0,10 Dollar pro Aktie. Analysten hatten durchschnittlich ein EPS von -0,18 Dollar und einen Umsatz von 6,38 Mrd. Dollar prognostiziert. Rite Aid legten fast 16 Prozent zu.
Die Citigroup hat einen Rückschlag auf ihrem Weg erlitten, die erhaltenen Rettungshilfen zurückzuzahlen. Wie gestern bekannt wurde beschloss das US-Finanzministerium, seine Anteile an der Bank vorerst noch zu behalten und damit einen Verlust zu vermeiden, nachdem die Bankgesellschaft bei einer Kapitalerhöhung nur 3,15 Dollar pro Aktie erzielte. Die Regierung hatte im Zuge der milliardenschweren Rettungsaktion für die Citigroup eine Beteiligung von 34 Prozent erhalten und dabei 3,25 Dollar je Aktie gezahlt. Der Anteilschein der Citigroup knickte um 6,96 Prozent ein.
FedEx gaben 6,08 Prozent ab. Der US-Logistikkonzern musste im zweiten Geschäftsquartal aufgrund der schwachen Konjunktur einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. So verringerten sich die Umsatzerlöse auf 8,60 Mrd. Dollar, nach 9,54 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Dies entspricht einem Umsatzminus von 10 Prozent. Der Nettogewinn schrumpfte um 30 Prozent von 493 Mio. Dollar oder 1,58 Dollar je Aktie auf nun 345 Mio. Dollar bzw. 1,10 Dollar pro Aktie. Analysten hatten durchschnittlich 1,06 Dollar beim EPS und 8,46 Mrd. Dollar beim Umsatz prognostiziert. Für das laufende dritte Geschäftsquartal gehen Analysten von einem EPS von 0,84 Dollar bei Umsatzerlösen in Höhe von 8,20 Mrd. Dollar aus. Das Unternehmen selbst stellt einen Gewinn von 0,50 bis 0,70 Dollar pro Aktie in Aussicht.
Der US-Industriekonzern Actuant hat für das erste Geschäftsquartal eine Verringerung der Umsatzerlöse um 18 Prozent auf 305,2 Mio. Dollar gemeldet. Der Nettogewinn lag mit 11,9 Mio. Dollar bzw. 0,17 Dollar je Aktie nahezu auf dem Vorjahresniveau von 11,6 Mio. Dollar bzw. 0,19 Dollar je Aktie. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 0,20 Dollar je Aktie. Analysten hatten ein EPS von 0,16 Dollar sowie einen Umsatz von 292,5 Mio. Dollar erwartet. Im laufenden Fiskaljahr rechnet der Konzern inzwischen mit einem EPS von 0,82 bis 0,97 (bisher: 0,70 bis 0,95) Dollar sowie einen Umsatz von 1,20 bis 1,25 Mrd. Dollar. Die Unternehmensaktie verlor heute 1,02 Prozent.
Die US-amerikanische Coca-Cola Enterprises hat ihre Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2009 erhöht. Den Angaben zufolge rechnet der Konzern für das laufende Geschäftsjahr nun mit einem vergleichbaren Gewinn pro Aktie von 1,56 bis 1,59 Dollar, nach bisher erwarteten 1,54 bis 1,57 Dollar. Analysten sehen hier ein EPS von 1,57 Dollar. Ohne Währungseffekte soll der Umsatz im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen, wobei einschließlich der Währungseffekte mit einem leichten Rückgang gerechnet wird. Für das Geschäftsjahr 2010 prognostiziert der Konzern ein vergleichbares EPS-Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich (vor Währungseffekten). Analysten prognostizieren hier ein EPS von 1,77 Dollar. Der Umsatz soll laut dem Konzern im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen. Darüber hinaus geht der Konzern davon aus, bis Ende 2010 eigene Aktien im Wert von rund 600 Mio. Dollar zurückzukaufen. Die Aktie von Coca-Cola Enterprises legte 1,50 Prozent zu.
Morgen ist der "Dreifacher Hexensabbat" genannte Große Verfallstag, an dem zahlreiche Index-Futures und -Optionen sowie Aktienoptionen und Single-Stock-Futures an den internationalen Terminbörsen auslaufen. (17.12.2009/ac/n/m)