New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Quartalszahlen zeigte sich die Wall Street am Dienstag im Minus. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gab am Ende 0,36 Prozent ab auf 10.636,38 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) kam um 0,48 Prozent zurück auf 1.120,46 Stellen. Der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) lag mit 0,52 Prozent im Minus bei 2.283,52 Punkten.
Die persönlichen Einkommen und Ausgaben in den USA sind im Juni unverändert geblieben. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Zuwachs von 0,1 Prozent bei den Einkommen und einen unveränderten Wert bei den Konsumausgaben prognostiziert. Die Zahl der anstehenden Hausverkäufe in den USA ist im Juni 2010 zurückgegangen. Demnach sank der entsprechende Index gegenüber dem Vormonat um 2,6 Prozent, wohingegen Volkswirte im Schnitt einen Rückgang um 5,0 Prozent prognostiziert hatten. Im Vormonat wurde ein Minus von 30,0 Prozent ausgewiesen. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert wurde im Berichtsmonat ein Minus von 18,6 Prozent ermittelt. Der Auftragseingang für Industriegüter ist im Juni 2010 zurückgegangen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um revidiert 1,2 Prozent (vorläufig: -1,0 Prozent) unter dem Vormonatsniveau. Für den Vormonat war ein Minus von 0,7 Prozent ausgewiesen worden. Beim US-Auftragseingang für Industriegüter wurde für den Berichtsmonat ein Minus von 1,2 Prozent ermittelt, während Volkswirte hier ein Minus von 0,5 Prozent erwartet hatten. Für den Vormonat wurde hier ein Minus von 1,8 Prozent ausgewiesen.
Der weltgrößte Pharmahersteller Pfizer konnte im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg ausweisen. Die Erlöse lagen mit 17,33 Mrd. Dollar deutlich über dem Vorjahreswert von 10,98 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn wurde auf 2,48 Mrd. Dollar bzw. 31 Cents je Aktie beziffert, nach einem Überschuss von 2,26 Mrd. Dollar bzw. 34 Cents je Aktie im Vorjahr. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Gewinn je Aktie bei 62 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 52 Cents sowie einen Umsatz von 16,65 Mrd. Dollar erwartet. Pfizer legten 5,2 Prozent zu.
Titel des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble (ProcterGamble) gaben 3,4 Prozent ab. Der Konsumgüterkonzern hat seinen Umsatz im vierten Quartal auf 18,93 Mrd. Dollar gesteigert, nach 18,08 Mrd. Dollar im Vorjahr. Beim Nettogewinn wurde hingegen ein Rückgang auf 2,19 Mrd. Dollar bzw. 71 Cents je Aktie verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 2,47 Mrd. Dollar bzw. 80 Cents je Aktie ausgewiesen hatte. Analysten hatten zuvor ein EPS von 73 Cents bei Umsatzerlösen von 19,10 Mrd. Dollar erwartet.
Der größte US-Chemiekonzern Dow Chemical hat im zweiten Quartal einen kräftigen Ergebnisanstieg verbucht. Der Umsatz lag mit 13,62 Mrd. Dollar über dem Vorjahreswert von 11,32 Mrd. Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 566 Mio. Dollar bzw. 50 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 486 Mio. Dollar bzw. 47 Cents je Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 54 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 56 Cents sowie einen Umsatz von 13,69 Mrd. Dollar erwartet. Dow Chemical kamen daraufhin um rund 10 Prozent zurück.
Anteile des Kreditkartenanbieters MasterCard notierten 0,8 Prozent schwächer. Der Konzern konnte im zweiten Quartal dank Kosteneinsparungen und eines wachsenden Konsums der Kunden Umsatz und Ergebnis steigern. Die Erlöse stiegen um knapp 7 Prozent auf 1,37 Mrd. Dollar. Ferner kletterte der Nettogewinn von 349 Mio. Dollar bzw. 2,67 Dollar je Aktie auf nun 458 Mio. Dollar bzw. 3,49 Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 3,33 Dollar bei Umsätzen von 1,38 Mrd. Dollar erwartet. Der transatlantische Börsenbetreiber NYSE Euronext gab bekannt, dass er im zweiten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust ausweisen konnte. Dabei hatte das Vorjahresergebnis unter Sonderbelastungen zu leiden. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Der Wert gewann leicht hinzu. Wie der Bürohändler OfficeMax mitteilte, hat er im zweiten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet, nach einem Verlust im Vorjahr. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Jedoch wurde ein schwacher Ausblick gegeben. Der Wert sackte daraufhin um fast 13 Prozent ab.
Der Agrarkonzern Archer Daniels Midland meldete, dass er seinen Gewinn im vierten Quartal deutlich gesteigert hat, was mit einer erhöhten Nachfrage und verbesserten Margen zusammenhängt. Die Ergebniserwartungen der Analysten wurden damit deutlich geschlagen, während die Umsatzschätzungen verfehlt wurden. Die Aktie von Archer Daniels Midland gewann 0,6 Prozent. Wie Molson Coors Brewing (Molson Coors Brewing Company (MCBC)), einer der größten Bierkonzerne der Welt, bekannt gab, konnte man sein Ergebnis im zweiten Quartal aufgrund eines deutlichen Umsatzwachstums um 27 Prozent steigern. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Demnach lag der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen bei 237,8 Mio. Dollar, nach 187,3 Mio. Dollar im Vorjahr. Der Gewinn vor Einmaleffekten lag bei 1,25 Dollar (Vorjahr: 1,11 Dollar) pro Aktie. Der Umsatz kletterte um 10,6 Prozent auf 883,3 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,20 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 876,3 Mio. Dollar ausgegangen. Der Wert legte 1,6 Prozent zu.
Ford Motor (Ford Motor) hat im Juli 2010 etwas mehr Fahrzeuge in den USA verkauft als im Vorjahreszeitraum. Der zweitgrößte amerikanische Automobilhersteller konnte den Absatz im Berichtsmonat um 3,1 Prozent auf 170.411 Fahrzeuge ausweiten. Bei der wichtigsten Konzernmarke Ford stieg der Absatz um 8,1 Prozent auf 153.603 Einheiten. Bei Lincoln verbuchte man einen Rückgang um 16,3 Prozent auf 5.586 Fahrzeuge. Bei der Marke Mercury, die zum Jahresende eingestellt werden soll, sank der Absatz um 31,2 Prozent auf 6.903 Einheiten. Die Ford-Aktie verlor knapp 2 Prozent. (03.08.2010/ac/n/m)