New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street musste am Donnerstag mit leichten Abschlägen aus dem Handel gehen. Zuvor hatten positiven Arbeitsmarktzahlen für einen freundlichen Handelsauftakt gesorgt. Ein neues Erdbeben in Japan lies im Verlauf jedoch die Kurse merklich einknicken. Bis zum Abend konnten sich die Indizes aber wieder leicht davon erholen. Der Dow Jones gab am Ende um 0,14 Prozent auf 12.409,49 Punkte nach, während der NASDAQ Composite um 0,13 Prozent auf 2.796,14 Punkte abgab. Der S&P 500 verschlechterte sich um 0,15 Prozent auf 1.333,51 Punkte.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 2. April 2011 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 10.000 auf 382.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 386.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 388.000 auf 392.000 nach oben korrigiert. Das Volumen der US-Verbraucherkredite ist im Februar 2011 um 7,6 Mrd. Dollar gestiegen. Insgesamt stieg das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite um 3,8 Prozent auf 2,42 Billionen Dollar. Im Januar stiegen die Verbraucherkredite revidiert um 2,2 Prozent, nach einem revidierten Anstieg um 2,3 Prozent im Dezember.
Gefragt waren heute die Aktien von Bed Bath & Beyond (Bed BathBeyond), nachdem der Sanitärausrüster gestern nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2010/11 vorgelegt hat und die Erwartungen klar schlagen konnte. Das Nettoergebnis belief sich auf 283,5 Mio. US-Dollar bzw. 1,12 US-Dollar je Aktie, nach zuvor 226 Mio. US-Dollar. Die Umsatzerlöse konnten von 2,24 Mrd. US-Dollar auf 2,50 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Die vergleichbaren Umsätze erhöhten sich um 8,5 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 97 Cents bei Erlösen von 2,39 Mrd. US-Dollar erwartet. Der Titel verteuerte sich um 10,5 Prozent.
Der Möbelhändler Pier 1 Imports konnte seinen Gewinn im vierten Quartal deutlich steigern. Zurückzuführen war dies auf eine Kostenkontrolle, verbesserte Margen und einen deutlichen Anstieg der vergleichbaren Umsätze. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem wurde ein Wachstumsplan zur weiteren Steigerung von Umsatz und Profitabilität angekündigt. Der Anteilsschein legte um 10,5 Prozent zu. Ferner präsentierte Rite Aid die Geschäftszahlen für das vierte Quartal. Demnach lag der Umsatz der Drugstore-Kette mit 6,46 Mrd. US-Dollar in etwa auf Vorjahresniveau. Bei den vergleichbaren Umsatzerlösen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde ein Anstieg von 0,9 Prozent ausgewiesen. Beim Nettoergebnis konnte der Verlust leicht auf 205,7 Mio. US-Dollar reduziert werden. Beim Ergebnis je Aktie wurde ein Verlust von 24 Cents je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 24 Cents bei einem Umsatz von 6,38 Mrd. US-Dollar erwartet. Der Titel verbesserte sich um 1,9 Prozent. Constellation Brands (Constellation Brand a) verteuerten sich indes um fast 7 Prozent. Der Wein- und Spirituosenkonzern hat im vierten Quartal einen Gewinn erzielt hat, was u.a. auf stärkere Wein-Umsätze in Nordamerika zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Zudem wurde ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 500 Mio. US-Dollar beschlossen. Schließlich musste der Uhrenhersteller Movado (Movado Group) im vierten Quartal zwar angesichts hoher Sonderbelastungen einen größeren Verlust ausweisen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch übertroffen. Zudem wurde ein starker Jahresausblick gegeben. Darüber hinaus will man künftig wieder eine Dividende ausbezahlen. Das Papier von Movado kletterte um über 12 Prozent nach oben.
Der Flugzeughersteller Boeing hat die Auslieferungsdaten für das erste Quartal 2011 veröffentlicht. Demnach hat das Unternehmen in den vergangenen drei Monaten 104 zivile Flugzeuge ausgeliefert, nach 108 Maschinen im Vorjahreszeitraum. Die Aktie von Boeing gewann 0,8 Prozent.
Der Mischkonzern General Electric (General Electric (GE)) kündigte heute den Ausbau seines Solar-Geschäfts an. Demnach will GE mehr als 600 Mio. US-Dollar in die Solar-Sparte investieren. Damit soll unter anderem das größte Solarmodul-Werk in den USA entstehen. Ferner hat GE die vollständige Übernahme des Solar-Spezialisten PrimeStar Solar Inc. angekündigt. GE ist bereits seit drei Jahren an dem Hersteller von Dünnschicht-Solarzellen beteiligt. Die GE-Aktie verlor knapp 1 Prozent.
Diverse Umsatzausweise gab es heute aus dem Einzelhandelsbereich. Der Großhändler Costco Wholesale konnte im März ein deutliches Plus bei den vergleichbaren Umsätzen ausweisen. So verbesserten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, in den fünf Wochen zum 3. April 2011 um 13 Prozent. Bei den Umsatzerlösen auf Konzernebene wurde ein Anstieg um 17 Prozent auf 8,33 Mrd. US-Dollar verzeichnet. Die Aktie rückte um 3,8 Prozent vor. Indes musste Target im März 2011 bei den vergleichbaren Umsätzen einen Rückgang um 5,5 Prozent verbuchen. Analysten waren im Vorfeld von einer Abnahme um 6,4 Prozent ausgegangen. Daneben fiel der Gesamtumsatz in den fünf Wochen zum 3. April 2011 gegenüber der Vorjahresperiode um 4,5 Prozent auf 5,96 Mrd. US-Dollar. Der Anteilsschein des Discount-Händlers verlor 2,6 Prozent an Wert. Auch JC Penney (J C Penney Company) wies einen Rückgang der vergleichbaren März-Umsätze aus. So sind diese um 0,3 Prozent gesunken. Analysten waren im Vorfeld von einer Abnahme um 3,4 Prozent ausgegangen. Die Aktie des Einzelhändlers kletterte um 1,6 Prozent nach oben. Macy`s (Macys) legten um 0,8 Prozent zu, nachdem die Kaufhauskette die vergleichbaren Umsätze im März steigern konnte. Gap verbilligten sich um 1,5 Prozent, nachdem die Bekleidungskette im März einen Umsatzrückgang verzeichnete. Kohl`s musste im März ebenfalls einen Umsatzrückgang ausweisen. Die Aktie des Einzelhändlers legte um 0,9 Prozent zu. (07.04.2011/ac/n/m)