New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Aktienmärkte gingen am Donnerstag mit leichten Abschlägen aus dem Handel. Im Fokus standen dabei die heute vorgelegten Daten vom Arbeitsmarkt. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche um 34.000 auf 324.000 gesunken, während Volkswirte einen Rückgang auf 325.000 Erstanträge prognostiziert hatten. Die am Abend veröffentlichten Daten zu den Verbraucherkrediten konnten ebenfalls keine positive Stimmung aufkommen lassen.
Der Dow Jones Industrial Average schloss am Ende mit einem Minus von 0,25 Prozent bei 12.278,41 Zählern. Der S&P 500 gab 0,40 Prozent auf 1.407,29 Zähler ab. Der Nasdaq Composite wiederum ging mit einem Minus von 0,74 Prozent auf 2.427,69 Punkte aus dem Handel.
Papiere von Eli Lilly gaben rund 1,5 Prozent ab. Der Pharmakonzern teilte heute mit, dass er an seinen Prognosen für 2006 festhält, jedoch konnte der Ausblick auf das kommende Jahr nicht überzeugen.
Beim Tabakkonzern Altria Group sorgten heute die branchenweiten Übernahmephantasien für Aufschläge von rund einem halben Prozent. Die "Financial Times" hatte heute über die Übernahme der britischen Gallaher Group durch Japan Tobacco berichtet. In der Folge rückten auch andere Wettbewerber in den Blickpunkt der Anleger, die Konkurrenzangebote abgeben könnten.
Bei Boeing ging es heute trotz eines weiteren Auftrags über ein Prozent nach unten. Nachdem die Deutsche Lufthansa gestern 20 Maschinen geordert hatte, stand heute ein Auftrag der britischen Fluglinie First Choice Airways über zwei Maschinen vom Typ Boeing 787-8 Dreamliner an. Am modifizierte schließlich die bankrotte Delta Air Lines ihre bisherigen Order. Dabei wird die drittgrößte US-Airline fünf Aufträge für Maschinen vom Typ 737-200ER in Maschinen vom Typ 777-200LR ändern. Zusätzlich hat Delta Air Lines zehn Maschinen vom Typ 737-700 geordert. Wie Delta Air Lines weiter erklärte, werden 38, bereits bestellte, Maschinen vom Typ 737-800 nach ihrer Auslieferung verkauft.
Der Immobilienfinanzierer Fannie Mae stand heute eine Investoren- und Analystenkonferenz auf der Agenda. Am späten Mittwoch hatte Fannie Mae die mehrjährige Bilanzüberprüfung mit einer Berichtigung über 6,3 Mrd. Dollar abgeschlossen. Demnach wurden zwischen 2001 und 2004 die Gewinne um diese Summe zu hoch ausgewiesen. Da die Fertigstellung der Bilanz für 2005 ebenfalls auf dem Weg ist, konnte die Aktie rund 2 Prozent zulegen.
Anteilsscheine von Coca-Cola profitieren von einer Kurszielanhebung durch die Bank of America und lagen mit 0,7 Prozent im Plus. Der Konzern gab heute ferner die Ernennung von Muhtar Kent mit sofortiger Wirkung zum President und COO bekannt.
Aktien des Ölkonzerns Chevron gaben heute leicht nach. Zuvor hatte der zweitgrößte US-Ölkonzern mitgeteilt, dass er seine Investitionen in Kapital- und Explorationsprojekte im kommenden Jahr um rund 20 Prozent auf 19,6 Mrd. Dollar ausweiten will. Außerdem kündigte der Konzern ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über 5 Mrd. Dollar mit einer Laufzeit von drei Jahren an.
Im Einzelhandelssektor stand heute die Drugstore-Kette Rite Aid im Fokus. Nach Bekanntgabe der vergleichbaren Umsätze für November gab die Aktie 2 Prozent nach. Die drittgrößte Drugstore-Kette in den USA meldete einen Anstieg der Same-Store Sales im November um 2,9 Prozent. Analysten waren im Vorfeld von einem Wachstum der so genannten Same-Store Sales von 3,2 Prozent ausgegangen.
Ein Kursplus von 1,5 Prozent konnten Titel von UTi Worldwide einfahren. Der Logistikkonzern konnte seinen Gewinn im dritten Quartal wie erwartet steigern, teilte zugleich aber mit, dass man einige vorherige Ergebnisse korrigieren muss. Nach der Vorlage von Geschäftszahlen tendierten zudem Anteilsscheine des Herstellers von Badprodukten Jacuzzi Brands ein Prozent leichter. (07.12.2006/ac/n/m)