New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street musste am Mittwoch mit Abschlägen aus dem Handel gehen. Vor allem die Sorgen vor der Schuldenkrise in Europa dämpften neben zahlreichen Konjunkturdaten die Stimmung. Der Dow Jones verlor am Ende 0,17 Prozent auf 11.457,47 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,40 Prozent auf 2.617,22 Punkte nachgab. Für den S&P 500 ging es indes um 0,51 Prozent nach unten auf 1.235,23 Zähler.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 10. Dezember 2010 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 2,3 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 0,9 Prozent ausgewiesen worden. Indes ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für November 2010 eine kräftige Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf 10,6 Punkte, während Volkswirte lediglich mit einem Zuwachs auf 3,0 Zähler gerechnet hatten. Für Oktober war ein Wert von -11,1 Punkten ausgewiesen worden. Die US-Verbraucherpreise haben sich ferner im November 2010 nur geringfügig erhöht. Demnach wuchs der Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, während er im Oktober um 0,2 Prozent gestiegen war. Volkswirte hatten eine Preissteigerung von 0,2 Prozent erwartet. Die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate lag um 0,1 Prozent über dem Vormonatsniveau. Indes ist die US-Industrieproduktion ist im November 2010 angewachsen. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger um 0,4 Prozent über seinem Vormonatsniveau, während er im Oktober um revidiert 0,2 Prozent gesunken war. Volkswirte hatten einen um 0,3 Prozent höheren Output prognostiziert. Zudem wuchs die Kapazitätsauslastung der US-Industrie auf 75,2 Prozent, während die Prognose auf 75,0 Prozent gelautet hatte. Im Vormonat hatte die Auslastung bei revidiert 74,9 (vorläufig: 74,8) Prozent gelegen. Schließlich ist das Realeinkommen in den USA ist im November 2010 preis- und saisonbereinigt geschrumpft. So verringerte sich das Realeinkommen gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. Im Oktober war es hingegen um 0,3 Prozent angestiegen.
Chevron (Chevron) gab heute bekannt, dass Anteilseigner und Verwaltungsorgane des Caspian Pipeline Consortium (CPC) einstimmig den 5,4 Mrd. Dollar teuren Ausbau der kaspischen Pipeline beschlossen haben. Den Angaben zufolge wird sich die Kapazität der Pipeline, die Erdöl von West-Kasachstan zu einem Terminal im Schwarzen Meer befördert, durch die Maßnahme von derzeit 730.000 Barrel pro Tag auf 1,4 Millionen Barrel pro Tag erhöhen. Die Aktie verschlechterte sich um 0,4 Prozent. Indes gaben Hewlett-Packard (Hewlett-Packard (HP)) um 0,8 Prozent nach. Der Technologiekonzern hat vom deutschen Energieversorger E.ON (EON) einen Auftrag erhalten. Den Angaben zufolge haben die Hewlett-Packard GmbH und die E.ON IT GmbH ein fünfjähriges Abkommen hinsichtlich Infrastruktur-Technologie-Outsourcing im Wert von 1,4 Mrd. Dollar unterzeichnet. Dabei wird HP für den Energieversorger Data Center Operations sowie Workplace Services zur Verfügung stellen. Im Zuge des Abkommens werden im April 2011 mehr als 1.100 E.ON-Mitarbeiter zu HP wechseln.
Im Blick stehen heute auch die Papiere von Praxair . Der Chemie- und Industriegasekonzern geht für das vierte Quartal von hohen Einmalbelastungen aus. So erwartet er im Zuge von Vergleichen bei Steuerstreitigkeiten mit der Spanischen Regierung im Schlussquartal und für das Gesamtjahr Einmalbelastungen in Höhe von 290 Mio. Dollar bzw. 93 Cents je Aktie. Vor Einmaleffekten wurde die Ergebnisprognose für das Schlussquartal in Höhe von 1,18 bis 1,23 Dollar je Aktie bestätigt. Der Anteilsschein verteuerte sich um 0,6 Prozent. Joy Global legten indes um 6,9 Prozent zu. Der Konzern konnte im vierten Quartal mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. Der Stromerzeuger Dynegy , der zuletzt die Prüfung strategischer Alternativen angekündigt hatte, gab heute bekannt, dass sein Board einem definitiven Abkommen zugestimmt hat, nach dem das Unternehmen für insgesamt rund 665 Mio. Dollar von der Icahn Enterprises LP übernommen wird. Den Angaben zufolge erhalten Dynegy-Aktionäre im Rahmen des Abkommens 5,50 Dollar in bar für jeden ihrer Anteilsscheine. Die Aktie von Dynegy verbesserte sich um 3,3 Prozent.
Yahoo! (Yahoo) verloren 1,1 Prozent an Wert. Das Internet-Unternehmen gab bereits gestern bekannt, dass man im Rahmen einer Restrukturierung 4 Prozent der Belegschaft abbauen wird. Den Angaben zufolge streicht der Konzern demnach rund 600 Arbeitsplätze, vor allem in seiner Product Group. Mit den Kürzungen sollen das Umsatzwachstum und die Margenverbesserung forciert werden. NRG Energy teilte ebenfalls schon gestern Abend mit, dass man über die Tochter NRG Solar das 290 MW Solarprojekt "Agua Caliente" vom Solartechnikkonzern First Solar übernehmen wird. Im Rahmen der Transaktion beabsichtigt NRG, bis zum Jahr 2014 insgesamt bis zu 800 Mio. Dollar in das Projekt zu investieren, hieß es weiter. Während NRG Energy um 0,9 Prozent nachgaben, rückte First Solar um 1,4 Prozent vor. (15.12.2010/ac/n/m)