New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten am Dienstag mit leichten Zugewinnen aus dem Handel gehen. Neben den anhaltenden Rekordständen beim
Ölpreis standen auch einige Konjunkturdaten im Fokus.
Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA haben sich im Juni 2008 unerwartet verbessert. So wuchs der ISM-Index von 49,6 Zählern im Mai auf nun 50,2 Zähler. Damit steigt er über der Marke von 50 Punkten. Volkswirte waren hingegen von einer Abnahme auf 48,6 Punkte ausgegangen.
Die Bauausgaben in den USA verzeichneten im Mai 2008 erneut einen Rückgang. Demnach fielen die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten ein Minus von 0,6 Prozent prognostiziert, nach einem Rückgang um revidiert 0,1 (vorläufig: 0,4) Prozent im Vormonat.
Der Dow Jones gewann am Ende 0,28 Prozent auf 11.382,26 Punkte, der S&P 500 legte wiederum 0,38 Prozent auf 1.284,91 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum ein Plus von 0,52 Prozent auf 2.304,97 Punkte.
Im Fokus standen die Automobilwerte. Nach Bekanntgabe der US-Absatzzahlen brachen Ford-Aktien um 7,5 Prozent ein, konnten sich aber bis zum Abend wieder erholen und gingen mit einem Minus von 2 Prozent aus dem Handel. Der zweitgrößte amerikanische Automobilhersteller hatte zuvor einen Absatzeinbruch um 28 Prozent bekannt gegeben. Besonders Pickups und SUVs wurden dramatisch seltener verkauft. Marktführer GM konnte dagegen trotz rückläufiger Absatzzahlen positiv überraschen. In der Folge ging hier um über 2 Prozent aufwärts.
Anteilsscheine der CIT Group stachen mit einem satten Plus von mehr als 29 Prozent ins Auge. Der Finanzdienstleister kündigte zuvor den Verkauf seines Home Lending-Geschäft an Lone Star Funds an. Zudem hat sich der Konzern bereit erklärt, sein Manufactured Housing-Portfolio für rund 300 Mio. Dollar an Vanderbilt Mortgage zu veräußern.
Titel der Bank of America, welche die Übernahme des angeschlagenen Hypothekenfinanzierers Countrywide Financial abgeschlossen hat, fielen leicht zurück.
Die Aktie von Fortune Brands lag mit gut 13 Prozent im Minus, nachdem der Spirituosenhersteller aufgrund der weiterhin schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in den USA und höherer Steuern für Alkoholika in Australien eine Gewinnwarnung ausgesprochen hat.
Dagegen konnten Papiere von Constellation Brands fast 5 Prozent zulegen. Die Anleger honorieren damit die unerwartet starken Quartalszahlen des Wein- und Spirituosenkonzerns.
Anheuser-Busch tendierten ein halbes Prozent leichter. Der belgische Brauereikonzern InBev gab heute bekannt, dass er an seiner Übernahmeofferte, die der US-Brauer als finanziell unangemessen zurückgewiesen hat, festhält.
Der Erfrischungsgetränkekonzern Coca-Cola hat einen neuen CEO. Demnach hat das Board of Directors Muhtar Kent zum neuen CEO bestellt. Am Ende ging es hier fast 2 Prozent abwärts. (01.07.2008/ac/n/m)