New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street konnte am Donnerstag nach positiven Arbeitsmarktdaten mit Aufschlägen aus dem Handel gehen. Der Dow Jones legte 0,36 Prozent zu auf 12.605,32 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,30 Prozent auf 2.823,31 Punkte hinzugewann. Der S&P 500 stieg um 0,22 Prozent auf 1.343,60 Punkte.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 14. Mai 2011 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 29.000 auf 409.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 420.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 434.000 auf 438.000 nach oben korrigiert. Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist im April 2011 gesunken. So verringerte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent auf 5,05 Millionen. Volkswirte hatten mit einer Zahl von 5,23 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im Februar auf revidiert 5,09 (vorläufig: 5,10) Millionen belaufen hatte. Die US-Frühindikatoren sind im April 2011 gefallen. Auf Monatssicht verringerte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,3 Prozent, während Volkswirte einen unveränderten Stand prognostiziert hatten. Für den Vormonat war ein Zuwachs um 0,7 Prozent ausgewiesen worden. Der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich im Mai 2011 unerwartet deutlich verschlechtert. Demnach ist der Index von 18,5 Punkten im Vormonat auf nun 3,9 Punkte gefallen. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Wert von 18,0 Punkten ausgegangen.
Für Furore sorgte heute das Börsendebüt des Business-Netzwerks LinkedIn (ISIN US53578A1088/ WKN A1H82D). Nach einem Ausgabepreis von 45,00 US-Dollar hatte der erste Kurs bei 83,00 US-Dollar gelegen und stieg im Tagesverlauf bis auf 122,70 US-Dollar in der Spitze. Bis zum Abend fiel die Aktie aber wieder unter die 100-US-Dolllar-Marke.
Bereits gestern nach Börsenschluss enttäuschte der Autoteile-Händler Advance Auto Parts mit seinen Ergebnissen für das erste Quartal. So wurden die Erwartungen verfehlt. Der Umsatz belief sich auf 1,9 Mrd. US-Dollar erzielt, nach 1,83 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn erhöhte sich von 109,4 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf 109,6 Mio. US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie wurde mit 1,35 US-Dollar angegeben, nach 1,19 US-Dollar im Vorjahresquartal. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Ergebnis von 1,37 US-Dollar je Aktie und einem Umsatz von 1,92 Mrd. US-Dollar gerechnet. Die Aktie brach um über 10 Prozent ein.
Heute gab es dann bereits wieder eine ganze Reihe an Quartalsausweisen, vornehmlich aus dem Einzelhandelssegment. Sears musste im ersten Quartal einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn ausweisen. Dabei hatte der Konzern unter ungünstigen Wetterverhältnissen, schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen für seine Kunden sowie hohen Vorjahresvergleichszahlen zu leiden. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis verfehlt. Der Nettoverlust belief sich auf 170 Mio. US-Dollar bzw. 1,58 US-Dollar pro Aktie, verglichen mit einem Gewinn von 16 Mio. US-Dollar bzw. 14 Cents pro Aktie im Vorjahr. Das Papier des Einzelhandelskonzerns verschlechterte sich um 2,6 Prozent.
Ross Stores (Ross Stores) verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinnzuwachs. Dabei profitierte man von attraktiven Angeboten und geringeren Beständen. Die Erwartungen wurden damit erfüllt. Jedoch wurde ein schwacher Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. Auch die Jahresprognose bleibt, obwohl sie angehoben wurde, hinter den Marktschätzungen zurück. Der Titel des Einzelhändlers gab um 1,3 Prozent nach. Dollar Tree konnte im ersten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei übertroffen. Der Anteilsschein des Einzelhandelskonzerns rückte daraufhin um fast 3 Prozent vor. Stage Stores gingen indes um 2,8 Prozent nach unten. Die Einzelhandelskette musste im ersten Quartal einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn ausweisen. Der Ausblick fiel verhalten aus.
Williams-Sonoma (Williams-Sonoma) verbilligten sich um 4,8 Prozent, nachdem der Einzelhändler seinen Gewinn im ersten Quartal deutlich steigern konnte. Dabei profitierte man von einem soliden Umsatzwachstum. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde der Jahresausblick angehoben. Children`s Place Retail Stores (Childrens Place Retail Stores) gaben um 0,2 Prozent nach. Der Einzelhandelskonzern wartete im ersten Quartal zwar mit einem Gewinnanstieg auf und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Ausblick fiel allerdings enttäuschend aus. GameStop (Gamestop a) verbesserten sich um 2,4 Prozent. Der größte Videospiele-Händler in den USA steigerte seinen Gewinn im ersten Quartal angesichts eines starken Umsatzwachstums leicht. Dabei profitierte man unter anderem von einer starken Nachfrage nach der Handheld-Konsole 3DS. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt.
Ford Motor (Ford Motor) teilte heute mit, dass man in China, zusammen mit lokalen Partnern, sein erstes Getriebewerk errichten wird. Die Aktie des Automobilkonzerns schloss unverändert. Ferner rückten Thermo Fisher Scientific um 4,2 Prozent vor, nachdem man einen milliardenschweren Zukauf bekannt gegeben hat. So hat Thermo Fisher mit dem Finanzinvestor Cinven eine Vereinbarung zur Übernahme der nicht börsennotierten schwedischen Phadia AB geschlossen. Der Kaufpreis wurde auf insgesamt 2,47 Mrd. Euro beziffert. Die Transaktion soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Dabei erhofft sich Thermo Fisher für das Geschäftsjahr 2012 einen positiven Beitrag für das bereinigte Ergebnis je Aktie im Bereich von 26 bis 30 Cents. Schließlich verlautbarte BlackRock , dass man die verbliebene Beteiligung der Bank of America an dem Vermögensverwalter für rund 2,55 Mrd. US-Dollar zurückkaufen wird. Bis zuletzt hielt die größte US-Bankgesellschaft noch 13.562.878 wandelbare BlackRock-Vorzugsaktien. Nun zahlt BlackRock 187,65 US-Dollar je Aktie und wird die Anteile nach Abschluss der Transaktion einziehen. Während BlackRock um 2,5 Prozent zulegten, verschlechterten sich Bank of America um 0,9 Prozent. (19.05.2011/ac/n/m)