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22.04.2010 22:10

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Wall Street-Schluss: Leichte Zugewinne nach Obama-Rede zu Finanzmarktreform

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New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Aktienmärkte konnten am Donnerstag mit leichten Zugewinnen aus dem Handel gehen. Zuvor hatten einige negativ ausgefallene Geschäftszahlen und Griechenland für schlechte Stimmung gesorgt. So hatte Eurostat ein höheres Staatsdefizit ausgewiesen, als bislang bekannt. In der Folge senkte Moody's das Rating für griechische Staatsanleihen auf "A3" herab. Daraufhin stiegen die Verzinsungen von griechischen Staatsanleihen auf neue Höchststände. Positive Impulse kamen dann am Abend von US-Präsident Obama. In seiner Rede zur Finanzmarktreform forderte er die Banken auf sich zu beteiligen und gegen eine neue Krise zu kämpfen. Am Ende legte der Dow Jones um 0,09 Prozent auf 11.134,60 Punkte zu, während der Nasdaq Composite 0,58 Prozent auf 2.519,07 Zähler zulegte. Der S&P 500 schloss mit einem Plus von 0,23 Prozent bei 1.208,67 Punkten.

Vor US-Börseneröffnung wurde außerdem ein Rückgang bei der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 24.000 auf 456.000, während Volkswirte im Vorfeld sogar einen Rückgang auf 450.000 prognostiziert hatten. Daneben wurde vor Börseneröffnung für März ein Anstieg der US-Erzeugerpreise veröffentlicht. Binnen Monatsfrist erhöhten sich die Preise um 0,7 Prozent. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise wuchsen die Preise in der Kernrate um 0,1 Prozent an. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen von 0,5 bzw. 0,1 Prozent prognostiziert. Die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe bestehender Häuser hat sich im März 2010 verbessert. So verbesserte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 6,8 Prozent auf 5,35 Millionen, während Volkswirte einen Wert von 5,29 Millionen erwartet hatten.

Nachbörslich richtete sich das Interesse auf die Quartalszahlen des Internetkonzerns eBay , das mit seinen Geschäftszahlen zwar die Analystenschätzungen übertreffen konnte. Aufgrund des schwachen Ausblicks waren nachbörslich jedoch Abschläge auszumachen. Am Ende büßte der Titel rund 6 Prozent ein.

Auch am heutigen Handelstag richtet sich das Interesse der Marktteilnehmer auf die laufende Berichtssaison. PepsiCo , der zweitgrößte Softdrink-Konzern der Welt, meldete, dass der Gewinn im ersten Quartal angesichts höherer Umsätze um 26 Prozent gestiegen ist, was vor allem mit der Übernahme ihrer Abfüllunternehmen und einem internationalen Wachstum zusammenhängt. Die Ergebniserwartungen wurden damit übertroffen. Zudem wurde der Jahresausblick bestätigt. Die Aktie tendierte schwächer und verlor rund 2 Prozent.

Bei Hershey (Hershey Foods) wurde im ersten Quartal ein Gewinnsprung ausgewiesen, zudem wurde die Gewinnprognose für das Gesamtjahr nach oben korrigiert. Aktuell kann der Wert ein deutlicheres Plus vorweisen. Anleger honorierten die starken Zahlen mit einem Aufschlag von 7 Prozent. Ebenfalls gefragt sind Anteilsscheine des Industriekonzerns Danaher , der im ersten Quartal dank der zuletzt gesehenen konjunkturellen Aufwärtsbewegung ein Ergebnisplus vorweisen konnte und dabei die Analystenschätzungen übertreffen konnte. Zu Handelsende stand hier ein Plus von mehr als 3,8 Prozent zu Buche.

Der Tabakkonzern Philip Morris (Philip Morris International) konnte im Auftaktquartal einen Ergebnisanstieg vorweisen, verfehlte jedoch die Analystenschätzungen. Dies wird mit einem Minus von mehr als 3 Prozent quittiert. Besser machte es der Konkurrent Reynolds American , der die Analystenschätzungen im ersten Quartal übertreffen konnte und die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigte. Am Ende gab der Wert 1,6 Prozent ab.

Der Rüstungskonzern Raytheon (Raytheon b) musste für das erste Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen, wobei die Aktie Abschläge von fast 1 Prozent zu verzeichnen hat. Ebenfalls rund 1 Prozent verloren Aktien der Telefongesellschaft Verizon Communications . Der Konzern musste für das erste Quartal trotz gestiegener Umsätze einen Gewinneinbruch hinnehmen, konnte dabei allerdings die Erwartungen erfüllen.

Der Haushaltswarenhersteller Kimberly-Clark verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinnrückgang, was vor allem auf gestiegene Rohstoffpreise zurückzuführen war. Am Ende tendierte die Aktie rund 1,3 Prozent leichter. Der Technologiekonzern L-3 Communications (L-3 Communications Titan) verbuchte im ersten Quartal einen Ergebnisanstieg und hob im Anschluss die Ergebnisprognose an. Dennoch musste die Aktie rund 0,8 Prozent abgeben.

Deutliche Zugewinne kann die Aktie des Telefonkonzerns Qwest (Qwest Communications International) vermelden, nachdem die Telefongesellschaft CenturyTel ein Übernahmeangebot via Aktientausch im Gesamtwert von 10,6 Mrd. Dollar vorgelegt hatte. Qwest konnte rund 2,7 Prozent zulegen, während CenturyTel Abschläge von über 3 Prozent hinnehmen musste. (22.04.2010/ac/n/m)

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