Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen haben sich zum Abend etwas erholt und ihre Tagestiefstände hinter sich gelassen. Dennoch verzeichnete man zu Handelsende Kursverluste. Die Stimmung der Investoren wurde von einem unerwarteten Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und Sorgen hinsichtlich einer Staatspleite Griechenlands getrübt. Der Dow Jones verzeichnete ein Minus von 0,51 Prozent auf 10.321,03 Punkte. Währenddessen gaben der Nasdaq Composite 0,08 Prozent auf 2.234,22 Punkte und der S&P 500 0,21 Prozent auf 1.102,93 Zähler ab.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der vergangenen Woche verschlechtert. So stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 22.000 auf 496.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 460.000 prognostiziert hatten. Der Auftragseingang langlebiger Güter ist im Januar 2010 angezogen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 3,0 Prozent über dem Vormonatsniveau, während Volkswirte eine Zunahme um 1,5 Prozent prognostiziert hatten. Der House-Price-Index (HPI) der FHFA sank im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal auf saisonbereinigter Basis um 0,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresquartal wurde ein Rückgang des Referenz-Index um 1,2 Prozent ausgewiesen.
Die Aktie von GameStop (Gamestop a) gab 7,11 Prozent nach. Catherine Smith gibt ihren Posten als Executive Vice President und Chief Financial Officer auf, um eine Position bei Walmart International zu übernehmen. Robert A. Lloyd, Senior Vice President und Chief Accounting Officer von GameStop, wird ihre Aufgaben als CFO bis auf weiteres übernehmen.
Für Titel der Dr Pepper Snapple Group ging es hingegen 7,11 Prozent aufwärts. Das Unternehmen hat im vierten Quartal einen Nettogewinn von 114 Mio. Dollar bzw. 0,44 Dollar pro Aktie erzielt, verglichen mit einem Verlust von 621 Mio. Dollar bzw. 2,44 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Das Ergebnis vor Einmaleffekten betrug ebenfalls 0,44 Dollar (Vorjahr: 0,39 Dollar) pro Aktie. Der Umsatz verringerte sich um 1,5 Prozent auf 1,36 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,43 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 1,40 Mrd. Dollar ausgegangen.
Safeway (Safeway), der drittgrößte Lebensmittelhändler in den USA, hat im vierten Quartal einen Umsatzrückgang auf 12,69 Mrd. Dollar verzeichnet. Damit lag er um 8,1 Prozent unter dem Vorjahresquartal mit 13,82 Mrd. Dollar. Der Nettoverlust betrug demnach 1,61 Mrd. Dollar bzw. 4,06 Dollar pro Aktie, gegenüber einem Vorjahresgewinn von 338,0 Mio. Dollar bzw. 0,79 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte wäre ein positives EPS von 0,53 Dollar erreicht worden. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,53 Dollar und einem Umsatz von 12,62 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Unternehmensaktie gewann 5,15 Prozent.
Für Cablevision Systems ging es 3,46 Prozent voran. Der Nettogewinn belief sich im vierten Quartal auf 78,4 Mio. Dollar bzw. 0,26 Dollar pro Aktie, nach einem Verlust von 323,2 Mio. Dollar bzw. 1,11 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 5 Prozent auf 2,15 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,36 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 2,10 Mrd. Dollar ausgegangen.
Der US-amerikanische Handheld-Hersteller Palm hat seine Umsatzprognose nach unten revidiert. So werde der Umsatz im dritten Quartal voraussichtlich im Bereich von 285 bis 310 Mio. Dollar liegen, während die Umsatzerlöse auf bereinigter Basis bei 300 bis 320 Mio. Dollar erwartet werden. Analysten gehen für das laufende Quartal von einem Verlust von 25 Cents je Aktie sowie einem Umsatz von 424,7 Mio. Dollar aus. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr in Höhe von 1,6 bis 1,8 Mrd. Dollar werde man nicht erreichen können. Die Unternehmensaktie brach um gut 19 Prozent ein.
Titel des Einzelhändlers Kohl's (Kohl`s) rückten 4,81 Prozent vor. Im vergangenen Quartal lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum mit 431 Mio. Dollar bzw. 1,40 Dollar je Aktie über dem Vorjahreswert von 336 Mio. Dollar bzw. 1,10 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz verbesserte sich auf 5,68 Mrd. Dollar, nach 5,24 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Insgesamt habe man von höheren Marktanteilen sowie erfolgreich umgesetzten Sparmaßnahmen profitieren können, so der Konzern. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,37 Dollar sowie einen Umsatz von 5,67 Mrd. Dollar erwartet.
Die Aktie von Coca-Cola (The Coca-Cola) verlor 3,70 Prozent. Der größte Softdrink-Hersteller der Welt will seine Kontrolle über Produktion und Vertrieb vergrößern und plant deshalb die Übernahme des Nordamerikageschäfts seines größten Abfüllunternehmens Coca-Cola Enterprises . Die Aktionäre von Coca-Cola Enterprises sollen für jede Aktie einen Anteilschein an einer neuen Coca-Cola Enterprises-Gesellschaft, die sich auf Europa konzentriert, erhalten, zuzüglich 10 Dollar pro Aktie. Die Coca-Cola Co. werde ihren 34-Prozentanteil an Coca-Cola Enterprises im Wert von 3,4 Mrd. Dollar abgeben. Die Aktie von Coca-Cola Enterprises sprang um rund 33 Prozent.
Der US-amerikanische Lebensmittelhersteller H.J. Heinz (HJ Heinz) hat im dritten Geschäftsquartal einen Konzernumsatz von 2,68 Mrd. Dollar erzielt, nach 2,38 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Das ist ein Plus von 12,7 Prozent. Ferner schrumpfte der Nettogewinn um 6 Prozent von 242,3 Mio. Dollar bzw. 0,76 Dollar je Aktie auf nun 228,5 Mio. Dollar bzw. 0,72 Dollar pro Aktie. Der bereinigte Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft belief sich auf 0,83 (Vorjahr: 0,76) Dollar je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld lediglich ein EPS von 0,76 Dollar sowie einen Umsatz von 2,66 Mrd. Dollar erwartet. Das Wertpapier von Heinz verlor 0,50 Prozent.
Morgen werden vormittags die Zahlen zu den US-amerikanischen Verkäufen bestehender Häuser für Januar 2010, die Zahlen zum Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Februar 2010 und die endgültigen Zahlen zum Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für Februar 2010 veröffentlicht. (25.02.2010/ac/n/m)