New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen schlossen nach der heutigen Zinsentscheidung der US-Notenbank kaum verändert. Der Dow Jones Industrial Average gewann am Ende 0,07 Prozent auf 10.761,03 Punkte. Der S&P 500 gab daneben um 0,26 Prozent ab auf 1.139,78 Zähler. Der NASDAQ Composite verlor unterdessen 0,28 Prozent auf 2.349,35 Punkte.
Der Offenmarktausschuss FOMC der US-Notenbank Fed hat heute über die Leitzinsen und die aktuelle Wirtschaftsentwicklung beraten. Dabei wurden die Leitzinsen erwartungsgemäß den zwanzigsten Monat in Folge bei 0,0 bis 0,25 Prozent belassen. Der Offenmarktausschuss äußerte dabei seine Sorgen vor deflationären Tendenzen. Insgesamt will man den wirtschaftlichen Ausblick und die finanziellen Entwicklungen weiterhin genau beobachten und die Erholung der Wirtschaft nach Kräften unterstützen. Dazu will man auch inflationäre Entwicklungen bekämpfen. Aussagen über eine mögliche Zinswende wurden nicht getroffen. Die US-Wohnbaubeginne wiesen im August einen saisonbereinigten Zuwachs gegenüber dem vorangegangenen Monat aus. Laut US-Handelsministerium belief sich die Zahl auf 0,598 Millionen Baubeginne. Damit wurden das revidierte Vormonatsniveau um 10,5 Prozent und der entsprechende Vorjahreswert um 2,2 Prozent übertroffen. Die Baugenehmigungen in den USA verzeichneten im August einen saisonbereinigten Zuwachs gegenüber dem Vorjahresniveau. So wurden auf annualisierter Basis insgesamt 0,569 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser erteilt. Damit wurde das Vormonatsniveau 1,8 Prozent übertroffen, aber der entsprechende Vorjahresstand von 0,610 Millionen um 6,7 Prozent verfehlt.
Der Automobilhersteller General Motors - Motors Liquidation Co. und der schweizerische Mischkonzern ABB haben eine nicht-exklusive Absichtserklärung für ein gemeinsames Entwicklungsprojekt unterzeichnet. Ziel sei es, gebrauchte Elektroauto-Batterien nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer im Fahrzeug besser weiter zu verwerten. Anteile der Motors Liquidation Co. gewannen 3,3 Prozent. Aktien von Ford Motor gaben leicht nach. Die Autoteilekette AutoZone konnte Umsatz und Ergebnis im vierten Geschäftsquartal verbessern. So erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,5 Prozent auf 2,45 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn kletterte um 13,9 Prozent auf 268,9 Mio. Dollar bzw. 5,66 Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 5,44 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 2,39 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Aktie von AutoZone lag nach Zahlen mit 1,4 Prozent im Minus.
Der Industriekonzern Textron meldete heute, dass er seine Cessna-Sparte restrukturiert. So wird der Konzern die Produktion in der Sparte zurückfahren und die Belegschaft reduzieren. Gleichzeitig geht Textron weiterhin davon aus, im laufenden Geschäftsjahr ein Ergebnis pro Aktie aus dem laufenden Geschäft vor Sonderbelastungen in Höhe von 55 bis 65 Cents zu erzielen. Der Manufacturing Free Cash-Flow aus dem laufenden Geschäft wird nun bei rund 400 Mio. Dollar (zuvor: 500 bis 550 Mio. Dollar) erwartet. Anteile von Textron legten ein halbes Prozent zu. Papiere von Clorox verloren 1,3 Prozent. Der Hersteller von Reinigungsmitteln meldete heute, dass er seine weltweiten Autopflege-Aktivitäten für 780 Mio. Dollar in bar an eine Gesellschaft von Avista Capital Partners verkaufen wird. Die Aktivitäten, die sich vornehmlich in den USA, Australien, Kanada und Europa befinden, enthalten die Marken Armor All and STP. Im Rahmen der Transaktion erwirbt der Käufer zwei Produktionswerke, eines in den USA und eines in Großbritannien.
Anteile von Carnival gewannen knapp 1,4 Prozent hinzu. Der weltgrößte Kreuzfahrtkonzern meldete, dass sein Gewinn im dritten Quartal gestiegen ist, was mit einer starken Sommersaison zusammenhängt. Die Markterwartungen konnten damit übertroffen werden. Zudem wurde der Jahresausblick angehoben. Der Anteilschein von ConAgra Foods sackte dagegen um 3,6 Prozent ab. Der Lebensmittelhersteller musste im ersten Geschäftsquartal infolge eines verschärften Wettbewerbs einen Gewinnrückgang verzeichnen. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn schrumpfte um 11,8 Prozent auf 146,4 Mio. Dollar bzw. 33 Cents pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS aus dem fortgeführten Geschäft 34 Cents. Der Umsatz lag mit 2,82 Mrd. Dollar um 2,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Für das gesamte Geschäftsjahr geht das Unternehmen von einem EPS-Anstieg um 5 bis 7 (ursprünglich: 8 bis 10) Prozent aus. (21.09.2010/ac/n/m)