New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Indizes mussten am Dienstag allesamt Abschläge verbuchen. Der Dow Jones verlor 0,34 Prozent auf 12.226,64 Punkte ab. Der NASDAQ Composite notierte abschließend mit einem Minus von 0,46 Prozent bei 2.804,35 Punkten. Der S&P 500 gab 0,32 Prozent ab auf 1.328,01 Punkte. Nach Börsenschluss stehen noch die Quartalsergebnisse von Dell auf der Agenda.
Am Dienstag gab das US-Arbeitsministerium bekannt, dass sich die US-Außenhandelspreise im Januar 2011 mit beschleunigtem Tempo erhöht haben. So lagen die Exportpreise bereinigt um Agrargüter um 0,9 Prozent über dem Vormonatsniveau, während sie im vorangegangenen Monat um 0,6 Prozent zugelegt hatten. Das US-Handelsministerium erklärte unterdessen, dass sich der Einzelhandelsumsatz in den USA im Januar 2011 mit abgebremstem Tempo erhöht habe. Auf Monatssicht kletterten die Umsatzerlöse um 0,3 Prozent, während sie im Dezember um 0,5 Prozent gestiegen waren. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche wuchsen die Umsätze gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent.
Die Federal Reserve Bank of New York ermittelte für Februar 2011 eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf 15,43 Punkte, während Volkswirte mit einem Zuwachs auf 15,5 Zähler gerechnet hatten.
Darüber hinaus gab das US-Handelsministerium bekannt, dass die Lagerbestände in den Industrie- und Handelsunternehmen im Dezember 2010 einen saisonbereinigten Anstieg gegenüber dem Vormonat ausgewiesen haben. So lagen die Lagerbestände um 0,8 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,6 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von revidiert 0,4 Prozent (vorläufig: +0,2 Prozent) ausgewiesen worden.
Der Börsenbetreiber NYSE Euronext wird mit der Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) fusionieren. Damit steigt man zum größten Börsenbetreiber der Welt auf. Die Aktien der NYSE gaben 3,4 Prozent nach.
Einem Pressebericht zufolge haben sich der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis und der US-Biotechnologiekonzern Genzyme auf eine Übernahme geeinigt. Demnach wird Sanofi-Aventis 74 US-Dollar je Genzyme-Aktie bzw. 19 Mrd. US-Dollar insgesamt zahlen. Das Genzyme-Papier notierte zum Handelsende mit einem Plus von 3,5 Prozent.
Google (Google) plant einem Zeitungsbericht zufolge den Aufbau eines wissenschaftlichen Forschungszentrums in Berlin. Das Institut soll die Zukunft des Internets erforschen, vor allem in den Bereichen "internet-basierte Innovationen, politische Rahmenbedingungen und rechtliche Aspekte". Das Papier ging mit einem Minus von 0,6 Prozent in den Feierabend.
Aktien von Exxon Mobil verloren am Dienstag 2,3 Prozent an Wert. Der Ölkonzern meldete am Dienstag, dass er seine gesicherten Reserven im Jahr 2010 um insgesamt 3,5 Milliarden BOE (Barrels of Oil Equivalent) aufstocken konnte.
Fossil (Fossil) meldete, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 38 Prozent gestiegen ist, was auf ein starkes Umsatzwachstum zurückzuführen ist. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Das Papier verschlechtert sich um 5,7 Prozent.
Ferner verlautbarte Omnicom (Omnicom Group), dass man im vierten Quartal vor allem angesichts gestiegener US-Umsätze einen höheren Gewinn erzielt hat. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Titel des Werbekonzerns gab 2,3 Prozent ab.
Die Telefongesellschaft Qwest Communications (Qwest Communications International) musste im vierten Quartal einen Verlust ausweisen. Allerdings fiel dieser etwas geringer aus als von den Analysten erwartet. Der Anteilsschein verbilligte sich um knapp 3 Prozent. Die Anteilsscheine des Finanzdienstleisters CIT Group gaben abschließen 6,1 Prozent nach. Das Unternehmen hat im vierten Quartal einen gegenüber dem Vorquartal niedrigeren Gewinn erwirtschaftet. Indes konnte Marsh & McLennan (MarshMcLennan Cos) im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Die Aktie des Versicherungsbrokers verteuerte sich bis Handelsende um 4,7 Prozent. Anteilsscheine der PMI Group verschlechterten sich um 4,9 Prozent. Der Anleiheversicherer konnte den Verlust im vierten Quartal zurückfahren. Sirius XM Radio erwirtschaftete im vierten Quartal einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn. Zurückzuführen war dies auf höhere operative Kosten und Sonderbelastungen. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Zudem enttäuschte der Umsatzausblick. Der Anteilsschein verlor 7,9 Prozent an Wert. Watson Pharmaceuticals musste im vierten Quartal trotz höherer Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Aktie gab 0,4 Prozent ab. (15.02.2011/ac/n/m)