New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Montag einen kräftigen Kursrutsch hinnehmen. Im Fokus standen die jüngsten Konjunkturdaten und die anhaltenden Rezessionssorgen.
Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA haben sich im November 2008 stärker als erwartet verschlechtert. So fiel der ISM-Index von 38,9 Zählern im Oktober auf nun 36,2 Zähler. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Wert seit Mai 1982. Volkswirte waren nur von einem Rückgang auf 38,4 Punkte ausgegangen.
Die Bauausgaben in den USA sind im Oktober 2008 weiter zurückgegangen. Demnach verringerten die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent. Volkswirte hatten ein Minus von lediglich 0,9 Prozent prognostiziert, nach einem revidiert unveränderten Stand (vorläufig: -0,3 Prozent) im Vormonat.
Der Dow Jones verlor am Ende 7,70 Prozent auf 8.149,09 Punkte, der S&P 500 gab 8,93 Prozent auf 816,21 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 8,95 Prozent auf 1.398,07 Punkte.
Microsoft steht nach Informationen der britischen Tageszeitung "Sunday Times" möglicherweise kurz vor der Übernahme des Suchmaschinengeschäfts des Internet-Konzerns Yahoo!. Dabei wolle Microsoft die Übernahme des Online-Suchmaschinengeschäfts des US-Internetmedienkonzerns und sei bereit, dafür rund 20 Mrd. Dollar auf den Tisch zu legen. Ein weiteres Übernahmeangebot für den gesamten Yahoo-Konzern sei indessen nicht geplant, so die Zeitung, nachdem eine Offerte über 47,5 Mrd. Dollar im Sommer dieses Jahres am Widerstand des Yahoo-Managements gescheitert war. Während Microsoft-Aktien rund 8 Prozent nachgaben, ging es bei Yahoo! rund 6,7 Prozent nach unten.
Der ins Trudeln geratene US-Versicherungskonzern American International Group (AIG) hat sich im Zuge der weiteren Restrukturierung von der Tochtergesellschaft AIG Private Bank Ltd. (AIG Private Bank) getrennt. Die Aktie reagierte mit einem Minus von fast 18 Prozent auf die Meldung.
Der angeschlagene US-Automobilkonzern Ford prüft bei seiner schwedischen Tochter Volvo Car Corp. alle strategischen Optionen, inklusive eines Verkaufs. Die Meldung wurde vom Markt mit Abschlägen von über 5 Prozent quittiert.
Der US-Krankenversicherer UnitedHealth Group bekräftigt seine Ergebnisprognosen für das laufende Fiskaljahr. Die Aktie zeigte sich nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen am Ende 4 Prozent leichter.
Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines, welche die Northwest Airlines im Oktober übernommen hat, will nach Angaben des "Wall Street Journal" versuchen, signifikante Veränderungen bei Flugzeugorders zu erreichen, die beide Fluglinien individuell bei Boeing platziert haben. Die Delta-Aktie verlor knapp 10 Prozent, während Boeing-Papiere knapp 6,5 Prozent nachgaben.
Der Gesundheitskonzern Johnson & Johnson wird Mentor, einen Hersteller von Brustimplantaten, für 1,07 Mrd. Dollar in bar übernehmen. Die Aktie von Johnson & Johnson gab knapp 5,5 Prozent nach, während es bei Mentor fast 90 Prozent nach oben ging.
Der größte US-Chemiekonzern Dow Chemical hat mit der Petrochemical Industries Co. (PIC), einer vollständigen Tochter der Kuwait Petroleum Corp. (KPC), ein Joint Venture Formation Agreement sowie weitere wichtige definitive Abkommen hinsichtlich der Bildung des Joint Ventures K-Dow Petrochemicals unterzeichnet. Am Ende ging es 3,3 Prozent nach unten.
Die Private-Equity-Gesellschaft Blackstone wird mit der CMS Group, einem Anbieter von Business- und Technologielösungen, ein Joint Venture in Indien gründen. Die Blackstone-Aktie verlor mehr als 11 Prozent. (01.12.2008/ac/n/m)