11.01.2013 22:25
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Wall Street-Schluss: Ruhiger Wochenausklang, Wells Fargo im Fokus

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes gingen am Freitag fast unverändert aus dem Handel. Neben dem Blick in einige Unternehmensbilanzen sorgte auch das US-Handelsbilanzdefizit für Gesprächsstoff. Der Dow Jones gewann 0,13 Prozent auf 13.488,43 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Plus von 0,12 Prozent bei 3.125,63 Zählern, während der S&P 500 einen leichten Abschlag auf 1.472,05 Punkte verzeichnete.

Das US-Handelsbilanzdefizit stieg im November stärker als erwartet. Es belief sich auf 48,7 Mrd. US-Dollar und liegt damit deutlich über dem Oktober-Wert von 42,1 Mrd. US-Dollar und den Erwartungen von 41,1 Mrd. US-Dollar. Die Exporte hatten sich im November auf 182,6 Mrd. US-Dollar belaufen, gegenüber 180,8 Mrd. US-Dollar im Oktober. Die Importe wurden für November mit 231,3 Mrd. US-Dollar angegeben, gegenüber 222,9 Mrd. US-Dollar im Oktober. Das US-Haushaltsdefizit belief sich im Dezember auf 260 Mio. US-Dollar. Es liegt damit deutlich unter dem Vorjahresdefizit von 86 Mrd. US-Dollar, sowie unter den Erwartungen des Marktes von rund 1 Mrd. US-Dollar. Die Ausgaben lagen im Berichtsmonat bei 269,7 Mrd. US-Dollar (+17 Prozent) gegenüber Einnahmen von nur 269,5 Mrd. US-Dollar (+12 Prozent).

Im Fokus stand u.a. die Aktie von Wells Fargo (Wells FargoCo), die als erste die wichtigen Großbanken die Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt hatte. Dabei konnte dank eines starken Hypothekengeschäfts und weniger fauler Kredite ein Gewinnsprung auf nun 5,09 Mrd. US-Dollar bzw. 91 Cents pro Aktie erzielt werden. Damit wurden die Erwartungen von 89 Cents zwar geschlagen, dennoch gab die Aktie 0,9 Prozent nach.

Die Aktie von American Express gewann 0,7 Prozent, nachdem der Kreditkartenkonzern angekündigt hat 5.400 Jobs zu streichen. Zudem wurden die Zahlen zum vierten Quartal veröffentlicht. Demnach fiel das Ergebnis von 1,2 Mrd. US-Dollar bzw. 1,01 US-Dollar je Aktie auf 637 Mio. US-Dollar bzw. 56 Cents je Aktie. Das bereinigte EPS wurde mit 1,09 US-Dollar angegeben, gegenüber Erwartungen von 1,06 US-Dollar.

Ebenfalls im Blick stand der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron . Am Vorabend hatte der Konzern erklärt, dass man im vierten Quartal deutlich mehr verdient habe, als im dritten Quartal. Die Aktie gewann in der Folge 1,2 Prozent hinzu.

Die Aktie des größten US-Elektronikhändlers Best Buy konnte einen Satz von 16,5 Prozent nach vorne machen. Zuvor waren überraschend starke Umsätze im Weihnachtsgeschäft veröffentlicht worden. So verringerten sich die so genannten Same-Store Sales in den neun Wochen vor dem 5. Januar gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent. Der Gesamtumsatz blieb mit 12,8 Mrd. US-Dollar 0,4 Prozent ebenfalls unter dem Vorjahreswert.

Die anhaltenden Probleme beim neuen Dreamliner wirkten sich auf den Kurs des Flugzeugherstellers Boeing aus. Nachdem die US-Luftfahrtbehörde eine Untersuchung angekündigt hat, verlor der Titel 2,5 Prozent. (11.01.2013/ac/n/m)

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