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18.07.2011 22:24

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Wall Street Schluss: Schlechter Start in die neue Woche, Schuldenproblematik belastet weiter

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Verschuldungsproblematik der USA belastete auch zum Wochenauftakt den Handel an der New Yorker Wall Street. So streiten sich die Politiker um die Erhöhung der US-Verschuldungsgrenze, die notwendig ist, um die Zahlungsfähigkeit des Landes aufrecht zu erhalten. Immerhin konnten die Indizes einen Teil ihrer zwischenzeitlichen Verluste bis zur Schlussglocke aufholen. Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,76 Prozent bei 12.385,16 Punkten. Der S&P 500 büßte 0,81 Prozent auf 1.305,44 Zähler ein. Der NASDAQ Composite gab um 0,89 Prozent auf 2.765,11 Punkte nach.

Auch etwas bessere Zahlen vom Häusermarkt können die getrübte Stimmung derzeit nicht aufhellen. Der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) ist im Juli 2011 stärker gewachsen als erwartet. Demnach lag der NAHB-Index mit 15 Punkten über dem im Vormonat ermittelten Wert von 13 Zählern. Marktbeobachter hatten zuvor einen Wert von 14 Punkten erwartet. Der NAHB-Index spiegelt die Geschäftserwartungen von Bauunternehmen, die auf Einfamilienhäuser spezialisiert sind, wider. Ein Wert über der Marke von 50 Punkten signalisiert dabei positive Geschäftserwartungen.

Die Aktie des Technologiekonzerns Apple Inc. gewann nach einem Pressebericht 2,4 Prozent und markierte ein neues Allzeithoch. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, könnte das Unternehmen vor einer Kooperation mit dem nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieter China Mobile Ltd. (China Mobile (Hong Kong)) stehen. So sei Apple-COO Tim Cook im vergangenen Monat zu Gesprächen in Peking gewesen. Darüber hinaus bestätigte dem Bericht zufolge auch China Mobile selbst Gespräche der beiden Unternehmen. Eine Kooperation mit China Mobile könnte Apples China-Geschäft einen zusätzlichen Wachstumsschub verleihen. Bisher vertreibt Apple sein iPhone in China über den zweitgrößten chinesischen Mobilfunkanbieter China Unicom (Hong Kong) Ltd. . China Unicom verfügt derzeit rund 200 Millionen Vertragskonten. Dagegen kommt China Mobile als weltgrößter Mobilfunkanbieter auf ungefähr 600 Millionen Kunden.

Daneben ziehen diverse Quartalsausweise das Interesse der Investoren auf sich. So hat die israelische Check Point Software Technologies Ltd. dank der höheren Nachfrage nach seinen Software-Lösungen im Bereich Netzwerksicherheit im zweiten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausgewiesen. Demnach lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 300,6 Mio. US-Dollar um 15 Prozent über dem Vorjahreswert von 261,1 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 128 Mio. US-Dollar bzw. 60 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 102,9 Mio. US-Dollar bzw. 48 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde im Berichtszeitraum ein bereinigter Gewinn von 68 Cents je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 66 Cents bei Umsatzerlösen von 295,9 Mio. US-Dollar erwartet. Die Aktie von Check Point Software verbesserte sich daraufhin um 8,1 Prozent.

Für eine Enttäuschung sorgte Hasbro . Der zweitgrößte Spielzeughersteller in den USA konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal zwar deutlich steigern, was neben einem starken Umsatzwachstum vor allem auf einen steuerlichen Einmalertrag zurückzuführen war. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch angesichts höherer Kosten verfehlt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 58,1 Mio. US-Dollar bzw. 42 Cents pro Aktie, nach 43,6 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Gewinn bei 33 Cents pro Aktie. Der Umsatz nahm um 23 Prozent auf 908,5 Mio. Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 39 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 854,8 Mio. US-Dollar ausgegangen. Der Titel verschlechterte sich um 4,8 Prozent.

Die Aktie von Halliburton verzeichnete ein leichtes Plus von 0,1 Prozent. Der zweitgrößte Ölfeld-Servicedienstleister der Welt steigerte seinen Gewinn im zweiten Quartal deutlich. Dabei profitierte man von einem starken Umsatzwachstum als Folge anhaltend hoher Bohraktivitäten in Nordamerika. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis klar geschlagen. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 739 Mio. US-Dollar bzw. 80 Cents pro Aktie, nach zuvor 480 Mio. US-Dollar. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Gewinn bei 81 Cents pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich von 4,39 Mrd. US-Dollar auf 5,94 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 73 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 5,69 Mrd. US-Dollar ausgegangen.

Gannett (Gannett) verloren nach Zahlen zum abgelaufenen zweiten Quartal 3,6 Prozent. Das Verlagshaus musste zwar einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbuchen, allerdings konnte man die Gewinnerwartungen der Analysten übertreffen. Charles Schwab gelang dieses Kunststück indes nicht. Der größte Discount-Broker in den USA hat zwar seinen Gewinn im zweiten Quartal gesteigert. Dabei profitierte man von einer erhöhten Investitionstätigkeit seitens der Kunden. Die Erwartungen der Analysten konnten allerdings lediglich erfüllt werden. Für die Aktie ging es um 0,3 Prozent nach unten. (18.07.2011/ac/n/m)

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